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Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21: Stocker nennt Baustopp als Voraussetzung für Gespräche

Gangolf Stocker vertraut Bahnchef Grube nicht. Grundsätzlich wolle er durchaus mit den Projektträgern von Stuttgart 21 reden - an einem vorherigen Baustopp gehe aber kein Weg vorbei.

Der Chef der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21, Gangolf Stocker, will nur bei einem Baustopp des Milliarden- Bahnvorhabens an Gesprächen mit den Projektträgern teilnehmen. "Wir nehmen das Gesprächsangebot der Bahn an, die Bedingung ist aber, dass währenddessen der Abriss gestoppt wird", sagte Stocker der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag. Die Initiative Leben in Stuttgart, die seit 15 Jahren gegen das Milliarden-Bahnprojekt kämpft, mache sich ansonsten lächerlich. "(Bahn-Chef Rüdiger) Grube ist ein absoluter Trickser und Täuscher. Diese Erfahrung haben wir gemacht."

Das Angebot eines Runden Tischs soll nach Grubes Worten gelten, ohne dass die Abbrucharbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes unterbrochen werden. Grube hatte seinerseits aber auch kein Aussetzen der Proteste gefordert.

Stocker wehrt sich zugleich dagegen, dass Grünen- Landtagsfraktionschef Winfried Kretschmann und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) alleine an dem Runden Tisch teilnehmen. "Die können keine Verhandlungen für die Bevölkerung führen", sagte er.

DPA / DPA