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Bundesgerichtshof: Simonis muss Paparazzi-Fotos erdulden

Die frühere Spitzenpolitikerin Heide Simonis hat vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen: Sie muss sich Paparazzi-Fotos aus ihrem Privatleben gefallen lassen. Auch kann Simonis die Herausgabe weiterer unveröffentlichter Aufnahmen nicht erzwingen.

Die ehemalige Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins, Heide Simonis, hat ihren juristischen Kampf gegen Paparazzi-Fotos verloren. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in einem Grundsatzurteil, dass die Presse nicht verpflichtet ist, Prominenten unveröffentlichte Fotos zur Kenntnis vorzulegen, die ohne deren Einwilligung im Privatbereich entstanden sind.

Auch die Klage auf Herausgabe der unveröffentlichten Paparazzi-Fotos blieb endgültig erfolglos. Simonis' Prozessvertreter hatte Auskunft über bisher nicht veröffentlichte Paparazzi-Fotos beantragt, die die "Bild"-Zeitung nach ihrer Ablösung als schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin 2005 gegen ihren Willen gemacht hatte. Das Kammergericht Berlin hatte Simonis am 13. Juni 2006 einen Anspruch auf Auskunft zugesprochen.

AP / AP