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Diabeteserkrankung: Dachauer Todesschütze im Gefängnis gestorben

Der sogenannte Todesschütze von Dachau war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er einen Staatsanwalt erschossen hatte. Der Mann starb am Wochenende im Gefängnis München-Stadelheim.

Der Todesschütze von Dachau ist tot. Der schwer diabeteskranke 56-Jährige sei in der Nacht zum Sonntag im Gefängnis München-Stadelheim gestorben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Der insolvente Kleinunternehmer hatte im Januar 2012 während einer Urteilsverkündung in Dachau #Link;http://www.stern.de/panorama/prozessbeginn-in-dachau-todesschuesse-auf-die-justiz-1911970.html;einen 31-jährigen Staatsanwalt erschossen# und auch versucht, den Richter, den Protokollführer und seinen Verteidiger zu töten.

Das Landgericht München hatte ihn zu lebenslanger Haft verurteilt und wegen der besonderen Schwere der Schuld eine Freilassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Wegen seiner Diabetes-Erkrankung waren ihm schon während der Untersuchungshaft beide Beine amputiert worden. Steinkraus-Koch sagte, bei dem Häftling gebe es keinen Hinweis auf Fremdverschulden oder Suizid als Todesursache.

ger/DPA / DPA
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