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USA: Drogenfahnder feierten Sexpartys auf Kosten von Kartellen

Eigentlich sollten sie Dealern auf die Spur kommen - doch US-Drogenfahnder ließen sich von den Rauschgiftkartellen lieber Sexpartys bezahlen. Nun wurden die Beamten mit Disziplinarstrafen belegt.

Mit Drogen verdienten die Kartelle das Geld, mit dem sie dann wiederum die Partys der Fahnder bezahlten. Auch Geschenke und Waffen erhielten die Beamten.

Mit Drogen verdienten die Kartelle das Geld, mit dem sie dann wiederum die Partys der Fahnder bezahlten. Auch Geschenke und Waffen erhielten die Beamten.

US-Drogenfahnder haben sich von Rauschgiftkartellen Sexpartys bezahlen lassen. Das geht aus einem 138-seitigen Bericht des US-Justizministeriums über "unangemessene sexuelle Kontakte" bei den Bundespolizeibehörden hervor, der in Washington veröffentlicht wurde. Sieben Beamte der Drogenbekämpfungsbehörde DEA hätten ihre Teilnahme an den Partys gestanden und seien mit Disziplinarstrafen belegt worden. Der Bericht macht keine genauen Angaben zum Ort, laut "Washington Post" fanden die Feiern aber in Kolumbien statt.

Über Jahre hätten kolumbianische Drogenfahnder demnach für ihre US-Kollegen in deren Appartements Partys mit Prostituierten organisiert. Die DEA-Agenten hätten laut US-Justizministerium wissen müssen, dass die Prostituierten von den örtliche Kartellen bezahlt würden. Kolumbianische Polizisten sagten außerdem aus, dass mindestens drei DEA-Agenten in Führungspositionen Geld, Geschenke und Waffen von Kartellmitgliedern erhalten hätten.

Das Justizministerium hatte die Untersuchung nach einem Skandal um Agenten des Secret Service gestartet. Mehrere Personenschützer sollen im April 2012 Prostituierte in ihr Hotel im kolumbianischen Cartagena eingeladen haben, während sie eigentlich die Teilnahme von US-Präsident Barack Obama an einem Gipfeltreffen vorbereiten sollten.

DPA / DPA