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Singapur Mann gibt sich als Frauenärztin aus, um an intime Bilder von Patientinnen zu gelangen

Frauenarzt
Eine angebliche Frauenärztin Singapur war in Wirklichkeit ein Mann (Symbolbild)
© 7postman / Getty Images
Jahrelang behauptete ein Mann auf Facebook, eine Frauenärztin zu sein, und forderte von Patientinnen intime Fotos und Videos. Dafür muss er jetzt ins Gefängnis.

Vertrauen ist das A und O zwischen Patient:innen und Ärzt:innen – das gilt in jedem medzinischen Fachgebiet, erst recht aber für Frauenärzt:innen. Ein Mann aus Singapur hingegen hat das Vertrauen seiner Patientinnen schamlos ausgenutzt: Wie der US-Sender CNN berichtet, gab er sich auf Facebook als weiblich aus. Patientinnen, die ärztlichen Rat suchten, gaukelte er vor, er sei eine Gynäkologin. 

So kam er an intime Bilder von Dutzenden Frauen. Vier Jahre lang blieb die wahre Identität des Mannes unentdeckt. Erst im Juli des vergangenen Jahres schöpfte eine Frau Verdacht. Sie fand heraus, dass die angebliche Medizinerin nicht existierte und alarmierte die Polizei. Der Betrüger landete vor Gericht und wurde nun zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Falsche Frauenärztin erhielt fast tausend Fotos

Das Gericht sprach ihn wegen Betrugs schuldig und blieb in seinem Urteil nur knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von drei Jahren und acht Monaten Haft. Der Staatsanwalt betonte die hohe Zahl der Opfer und stellte heraus, wie lange der Mann unter falscher Identität Frauen in die Irre geführt hatte. Der 37-Jährige hatte in Polizeiverhören die Taten gestanden. Auf seinen Geräten, die bei einer Hausdurchsuchung sichergestellt wurden, fanden die Ermittler viele intime Bilder.

Insgesamt waren 38 Frauen betroffen, die fast tausend Fotos und Videos an den Betrüger geschickt hatten – darunter auch zahlreiche Aufnahmen ihrer Geschlechtsteile. In Fragebögen mussten sie zudem Auskunft über ihre Geschlechtsorgane und ihre sexuellen Vorlieben geben. 

"Der Angeklagte hat einen sorgfältig durchdachten Plan ausgeführt, um seine sexuellen Wünsche zu befriedigen", sagte der Staatsanwalt. "Er gab vor, eine Ärztin zu sein, und brachte die Opfer dazu, verschiedene kompromittierende Fotos und Videos von sich selbst zu senden. Er hat das Vertrauen der Öffentlichkeit in Ärzte missbraucht und er hat soziale Medien ausgenutzt, um die Verbrechen zu begehen."

Quelle: CNN

Dr. Med Konstantin Wagner, Arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Sehen Sie im Video: Konstantin Wagner ist eigentlich Arzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auf seinem YouTube-Kanal spricht er nach Feierabend über Dammrisse, Sex in der Schwangerschaft und die Pille danach. Im Interview erklärt er, wie er zu seinem Zweitjob kam.

epp

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