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Zwischenfälle über französischen Atomkraftwerken Erste Festnahmen nach Drohnenflügen


Nach den Zwischenfällen mit Drohnen über Atomkraftwerken, sucht die französische Polizei nach den Tätern. Erste Festnahmen gab es bereits - wenn auch nicht mit dem erhofften Ergebnis.

Nach mehreren Zwischenfällen mit Drohnen über französischen Nuklearanlagen sucht die Polizei weiter nach Verantwortlichen. Zwei Männer und eine Frau, die nahe dem Atommeiler Belleville-sur-Loire rund 150 Kilometer südlich von Paris festgenommen worden waren, sollen nach ersten Ermittlungen nicht für andere unbemannte Überflüge verantwortlich sein.

Die beiden 24 und 31 Jahre alten Männer sowie eine 21-jährige Frau hatten am Mittwoch im Sperrbereich um das Atomkraftwerk laut Staatsanwaltschaft mindestens eine Drohne bei sich. Zunächst war von drei Männern berichtet worden.

Atomkraftgegner unter Verdacht

In jüngster Zeit waren in mehr als einem Dutzend Fällen Drohnen über einigen der insgesamt 58 Atomkraftwerke in Frankreich gesichtet worden. Auch das umstrittene Kraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze war davon betroffen. Um die Anlagen gilt ein Sicherheitsbereich von einem Kilometer.

Weiter unklar ist, wer hinter den Flügen steckt. Verdächtigt wurden auch Atomkraftgegner, die häufig versuchen, Sicherheitsmängel der Anlagen offenzulegen. Bislang hat sich jedoch keine Organisation zu den Aktionen bekannt. Greenpeace dementierte eine Beteiligung.

kup/DPA DPA

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