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Flugzeug nach Genf entführt: Der Entführer war der Co-Pilot

Ein Flugzeug von Ethiopian Airlines wurde gezwungen, seinen Kurs zu verlassen und in die Schweiz zu fliegen. Die Passagiere sind wohlauf, nun stellt sich heraus: Der Entführer war einer der Piloten.

Ein äthiopisches Passagierflugzeug ist am frühen Montagmorgen entführt und zur Landung auf dem Flughafen Genf gezwungen worden. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien wohlauf, teilte die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit. Bei dem Täter handelt es sich um den Co-Piloten. Der Mann habe bei seiner Festnahme erklärt, er fühle sich in seiner Heimat "bedroht" und wolle deswegen politisches Asyl in der Schweiz beantragen, erklärte ein Flughafensprecher. Demnach hatte sich der 31-jährige Co-Pilot im Cockpit eingeschlossen, als der Pilot zur Toilette ging.

Der Flugzeug-Tracker "flightradar24.com" macht den Anflug der entführten äthiopischen Maschine ET702 auf den Genfer Flughafen sichtbar

Der Flugzeug-Tracker "flightradar24.com" macht den Anflug der entführten äthiopischen Maschine ET702 auf den Genfer Flughafen sichtbar

Nach einem Bericht der Zeitung "Tribune de Genève" wurde die Maschine im Luftraum über dem Sudan entführt. Nach Angaben von Ethiopian Airlines sollte das in Addis Abeba gestartete Flugzeug um 04.40 Uhr in Rom landen. Die Maschine sei jedoch zum Flug nach Genf gezwungen worden. Dort landete das Flugzeug um 06.05 Uhr. Zuvor war der Genfer Airport geschlossen worden. Die Besatzung der betroffenen Maschine soll nach diesen Angaben bereits Stunden vor der Landung in Genf das internationale Notsignal für Flugzeugentführungen gesendet haben. Mehrere Flüge von und nach Genf fielen aus.

ono/DPA / DPA
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