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Ermittlungen in alle Richtungen: Ikea-Geldbote überfallen: LKA prüft Parallelen zu RAF-Taten

Ein am Samstag in Köln begangener Raubüberfall auf einen Geldtransporter des Möbelhauses Ikea stellt die Polizei vor Rätsel. Die Beamten prüfen nun, ob es einen Zusammenhang mit einer seit Jahrzehnten verschwundenen Gruppe von RAF-Terroristen geben könnte. 

Ein Polizeibeamter in Köln untersucht den Fluchtwagen der Täter, die einen Ikea-Geldtransporter ausraubten

Ein Polizeibeamter untersucht das Fluchtauto. Mit diesem Wagen sollen die Täter nach dem Raub den Ikea-Parkplatz verlassen haben. 

DPA

Zwei unbekannte Männer haben am Samstag im Kölner Stadtteil Godorf einen 60-jährigen Geldboten des Möbelhauses Ikea bedroht und ausgeraubt. Nach der Tat flohen die drei Männer mit einem Auto, das von der Polizei später ausgebrannt auf einem Feld vorgefunden wurde. Die Fahndung lief teilweise auch unter Mithilfe eines Hubschraubers. Allerdings ohne Erfolg, von den Tätern fehlt jede Spur. 

Nun prüfen die Ermittler Parallelen zu Raubüberfällen, die drei untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zur Last gelegt werden. "Wir prüfen, ob es Zusammenhänge zwischen den Taten gibt", sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Niedersachsen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das "Westfalen-Blatt" über die Ermittlungen berichtet.

RAF beteiligt an Ikea-Raub? "Wir ermitteln in alle Richtungen"

Das LKA in Hannover ermittelt federführend gegen die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette. Die früheren Linksterroristen sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Das Trio wird wegen einer Serie von Raubüberfällen in Norddeutschland gesucht.

Eine Kölner Polizeisprecherin sagte, bisher deute nichts auf einen Zusammenhang der Taten hin: "Aber wir stehen im Austausch mit den Kollegen des LKA und ermitteln in alle Richtungen." Die beiden Täter seien weiter auf der Flucht.

Fahndungsvideo: Polizei sucht nach untergetauchten Ex-RAF-Terroristen


fk / DPA