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Verdacht auf Menschenhandel: Rapperin Schwesta Ewa: "Leben fickt härter als Freier!"

Schwesta Ewa wurde vorgeworfen, junge Frauen zur Prostitution gezwungen zu haben. Zum ersten Mal seit ihrer Verhaftung gibt die Rapperin ein Interview über die Vorwürfe. Einblicke in ihr raues Leben und ein Milieu, das sonst eher im Dunkeln bleibt.

Rapperin Schwesta Ewa: "Leben fickt härter als Freier!"

Für das, was sie getan hat, sagt Schwesta Ewa (bürgerlich: Ewa Malanda), gehe sie bereitwillig in den Knast. Aber nur für das

Kapitel 1 – Die Festnahme

Plötzlich ist da dieser Lärm, ein Hämmern und Poltern, als ob irgendein Idiot frühmorgens sein Haus mit dem Presslufthammer abreißt. Es ist der 16. November 2016. Ewa Malanda, bekannt als Schwesta Ewa, liegt im Bett und denkt sich, ausgerechnet jetzt eine Baustelle, was für eine Scheiße. Als sie die Augen aufschlägt, sieht sie eine aufgebrochene Tür und Männer mit Rammbock. Das SEK steht in ihrem Zimmer. Ewa muss sich auf den Boden legen. Sie trägt ein gepunktetes Nachthemd. Die Männer zeigen ihr einen Haftbefehl, dann klicken die Handschellen. Sie bringen Ewa Malanda zurück nach Frankfurt, wo sie wohnt. Sie war im Sauerland, weil sie dort im Tonstudio eines Freundes Musik aufnehmen wollte. Ewa sagt heute: "Ich verstehe gar nicht, was dieses Tamtam sollte. Die hätten doch einfach in Frankfurt bei mir klingeln können. Ich war ja nicht auf der Flucht oder so. Die haben mich seit einem Jahr abgehört. Die wussten doch eh schon alles." Noch am selben Tag wird sie dem Haftrichter vorgeführt. Der sagt, es bestehe der Verdacht auf Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, auf Zuhälterei, Körperverletzung sowie Steuerhinterziehung. Ewa Malanda drohen bis zu acht Jahre Haft.

Kapitel 2 – Von Polen nach Frankfurt

Um zu verstehen, wie es so weit kommen konnte, muss man ganz vorn anfangen, am 16. Juli 1984 in einer Stadt an der polnischen Ostsee. Dort wird Ewa Malanda geboren. An ihren Vater hat sie keine Erinnerungen. Später erfährt sie, dass er angeblich wegen fünffachen Mordes im Gefängnis sitzt. Weil die Mutter Angst vor Blutrache hat, flieht sie mit ihrer Tochter nach Deutschland. Zunächst stranden sie in Berlin. Von dort wollen sie zu Bekannten in die USA, Hauptsache, weit weg. Sie leben auf der Straße. Ewas Mutter bringt ihrer Tochter das Klauen bei. Sie zeigt ihr auch, wie man Essen in den Müllcontainern der Supermärkte findet und Nützliches im Sperrmüll. Weil die Mutter beim Klauen erwischt wird, bekommen sie keine Greencards für die USA. Sie bleiben in Deutschland und ziehen nach Kiel in ein Asylbewerberheim, von dort ins Frauenhaus. Ewa Malanda fällt überall negativ auf. Im Kindergarten, in der Schule. Gibt es irgendwo Ärger, ist Ewa nicht weit. Die Nachbarn nennen sie "die Straßengöre". Heute sagt sie: "Wenn ich andere Kinder geschlagen habe, habe ich Respekt bekommen. Und ich wollte Respekt. Ich weiß, dass man eigentlich nicht schlägt, aber ich bin mit Schlägen aufgewachsen. Meine Mutter hat mich geschlagen, ich habe andere geschlagen. Auch im Milieu schlägt man sich, und man verträgt sich. So ist das eben."

Ewa Malanda, alias Schwesta Ewa, 2012 im Zimmer eines Bordells

Ewa Malanda, alias Schwesta Ewa, 2012 im Zimmer eines Bordells

Es gibt diese Redewendung: "Man schlägt sich so durch." Ewas Leben ist genau dieser Satz. Im Flur der Sozialwohnung, in der sie mit ihrer Mutter lebt, hängt ein Hirschgeweih, daran ein Kabel und ein Gürtel. Ewa wird abwechselnd damit verprügelt, jeden Tag. Sie sagt, sie kenne es nicht anders. Immer blaue Flecke, immer Jugendamt. Über ihre Mutter sagt sie heute: "Ich liebe sie über alles."

Ewas Mutter heiratet neu, einen Deutschen. Mit ihm bekommt sie zwei Kinder. Vom Stiefvater nimmt Ewa für ein paar Jahre den Namen "Müller" an, später gibt sie ihn wieder ab, weil sie sagt, dass er kein guter Mensch war. Sie versucht, ihren Realschulabschluss zu machen, will Ergotherapeutin werden, fliegt aber von der Schule. Der Schulleiter sagt, sie habe das schlimmste Zeugnis, das er seit 15 Jahren gesehen habe. Sie kommt auf die Hauptschule, wo all ihre Freunde sind und sie in Ruhe auf dem Schulhof mit Gras dealen kann. Nach der Schule gehen sie in die Stadt, treiben sich rum, kiffen und klauen. Tanten von Ewa arbeiten in Kneipen im Rotlichtmilieu, nach ihrem Hauptschulabschluss fängt sie dort als Kellnerin und Putzfrau an. Als sie 16 ist, holt sie ihr erstes Kilo Gras aus Venlo hinter der niederländischen Grenze und vertickt es in der Kneipe, in der sie arbeitet. In den Kneipen sieht sie Frauen, die sich prostituieren. Die Frauen sind schön und haben Geld. Ewa ist auch schön und wünscht sich nichts sehnlicher als Geld. Sie beschließt, dass sie das auch sein will: eine Hure.

Kapitel 3 – Rotlicht und Rap

Sie zieht weg aus Kiel, damit ihre Familie sie nicht sieht, und geht anschaffen. Sie sagt, sie wurde süchtig nach dem Gefühl, jeden Abend Scheine zu zählen. Mal arbeitet sie auf dem Bonner Straßenstrich, dann in Bordellen in München oder Stuttgart, schließlich Moselstraße, Ecke Taunusstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel. Sie raucht Crack und lässt es wieder sein, weil sie merkt, dass es sie kaputtmacht. Auf ihren Oberschenkel lässt sie sich "Fuck you Pay me" tätowieren. Einmal vergewaltigt sie ein Freier, raubt sie aus und flieht. Ewa sagt, sie habe geduscht, sich angezogen und sei wieder runtergegangen auf den Strich.

Sie erzählt diese Geschichten, als seien sie nicht weiter wichtig. Als hätte all das nichts mit ihr gemacht. Fragt man sie, warum sie nie aufgehört habe, antwortet sie, weil man da drinsteckt. Weil man nicht einfach aufhört. Weil man auch nichts anderes kenne. Weil man das Geld wolle. Weil man gar nicht aufhören wolle. Sie selbst kenne nur eine einzige Hure, die ausgestiegen sei, und der fehle ein Bein, weil ihr ein Freier drübergefahren sei.

Schwesta Ewa mit ihren Freunden, den Rappern SSIO, Xatar und Shamsedin (v. l.) im September 2017 bei einer Filmpremiere

Schwesta Ewa mit ihren Freunden, den Rappern SSIO, Xatar und Shamsedin (v. l.) im September 2017 bei einer Filmpremiere

In Bonn lernt Ewa den Rapper Xatar kennen. Er überredet sie drei Jahre später zu einem Rapvideo. Ewa sagt Ja, weil sie hofft, dadurch mehr Freier zu bekommen. Sie nennt sich Schwesta Ewa. Das Video vermarktet sich gut, die Medien berichten über sie. 2015 bringt sie ein Album heraus, es landet auf Platz elf der Charts. Auf dem Cover rekelt sich eine Python um ihren nackten Körper. In der linken Hand hält sie einen roten Apfel, in der rechten einen goldenen Revolver.

Sie gibt sich laut und prollig. Die Lieder auf ihrem Album sind so dreckig wie die Straßen des Frankfurter Bahnhofsviertels.

In Interviews sagt sie, sie gehe nicht mehr auf den Strich. Das stimmt. Aber dass ihre Rapkarriere ihre Rotlichtkarriere beendet, stimmt nicht. Mit ihrem Ex-Lebenspartner betreibt Ewa die "Stoltze Bar" im Frankfurter Rotlichtviertel. Immer wieder gibt es dort Razzien, weil der Verdacht auf gewerbliche Prostitution besteht. Irgendwann geben sie die Bar auf. Und Ewa entwickelt ein neues Geschäftsmodell.

Wie hat dieses Geschäftsmodell funktioniert?

Ich habe eine illegale Escort-Agentur betrieben. Aber es war nicht so, dass ich Mädchen dafür suchen musste. Die Mädchen suchten schon seit Jahren mich. Auf Facebook oder persönlich. Ich hatte eine lange Warteliste. Ich dachte mir, ganz ehrlich, das sind schöne Frauen, die wollen auf den Strich gehen. Wenn ich das nicht übernehme, dann übernimmt es jemand anderes, aber auf den Strich gehen sie, so viel steht fest. Und wenn man ein Geschäft so direkt vor sich hat, ja, was macht man dann? Dann macht man das. Und das waren ja auch keine Anfänger. Die waren alle schon im Rotlicht. Ich habe halbe-halbe mit den Mädchen gemacht. Dafür habe ich aufgepasst, dass ihnen nichts passiert, sie auf Plattformen wie Huren.net oder Kaufmich.com angemeldet und zu Kunden vermittelt. Ich war ja gut vernetzt. Ich habe Hotels gebucht, Preise verhandelt, ihnen die Tricks verraten, wie alles bisschen schneller geht und man bisschen mehr Geld macht. Ich habe sie überallhin gefahren, vor den Hotels gewartet. An manchen Tagen bin ich über 400 Kilometer gefahren. Ich hatte acht Handys. Ganz ehrlich? Ich war fleißig. Ich habe gearbeitet für mein Geld. Manchmal habe ich die Mädchen sogar beneidet. Kurz hinlegen und Beine breitmachen kam mir einfacher vor als mein Gehirnfick jeden Tag. Und ich wusste, vielleicht fliegt das alles auf. Mir war klar, irgendwann bin ich am Arsch. Das war nur eine Frage der Zeit.

Die Rapperin 2015 bei einem Konzert in Hamburg

Die Rapperin 2015 bei einem Konzert in Hamburg

Die Mädchen haben ausgesagt, du hättest sie geschlagen.

Ja, ich habe Schellen verteilt, aber nur Schellen. Ein Mädchen war nur noch auf Speed, ein anderes hat nach Schweiß gestunken. Denen hab ich eine verpasst, damit sie wieder in die Spur kommen. Nicht aus Boshaftigkeit. Ich hab die ja gemocht. Wir haben zusammen gewohnt, gekocht. Wer wohnt denn mit Menschen zusammen, die er nicht mag? Sag mir das mal!

Es heißt, eines der Mädchen, weswegen du angezeigt wurdest, war noch minderjährig?

Ich wusste, dass das eine Mädchen noch keine 18 war. Und ich weiß, das klingt komisch für normale Menschen, aber für mich war das nicht so übertrieben krass, weil wir waren doch alle schon auf dem Strich in dem Alter! Außerdem habe ich die erst weggeschickt, aber die ist immer wiedergekommen. Und ich habe ihr dann irgendwann zwei Kunden klargemacht. Einer davon war ein Impotenter! Ich wusste, der konnte sie nicht ficken. Mit dem anderen war sie essen im Kasino.

Wie bist du dann aufgeflogen? Warum wurdest du abgehört?

Ins Rollen gekommen ist alles durch ein Mädchen, das mal bei mir gewohnt hat und verhaltensauffällig war. Diese Frau hat mich angezeigt und falsche Behauptungen aufgestellt, so ist die Polizei auf mich aufmerksam geworden.

Warum hast du nicht einfach eine legale Escort-Agentur betrieben?

Ach, das ist wieder so eine Frage von Menschen, die nicht wissen, wie es läuft in meiner Welt.

Dann erkläre uns deine Welt.

In der will niemand legal anschaffen gehen. Also zumindest niemand, den ich kenne.

Schwester Ewa im Frankfurter Gerichtssaal auf der Anklagebank

Schwester Ewa im Frankfurter Gerichtssaal auf der Anklagebank

In den Medien wurde geschrieben, Ewa Malanda sei aus dem Rotlichtmilieu ausgestiegen. Aber sie ist ihm nie entkommen. Sie ging zwar nicht mehr selbst anschaffen, aber sie blieb in dem Business, in dem sie sich auskannte. Sie sagt, in der Musikwelt wollten die Leute ständig, dass sie Rechnungen schreibe. Sie wusste nicht, wie das geht, und sie wollte es auch nicht. Es dauerte ihr zu lange. Ewa Malanda hatte als Dealer, Hure und Diebin gearbeitet. Es war eine Welt, in der es keine Rechnungen gibt. Sie war das schnelle, schmutzige Geld gewohnt.

Kapitel 4 – U-Haft und Prozess

Vier Tage nach der Festnahme sagt Ewa Malanda aus. Das Verhör dauert acht Stunden. Sie gibt die Steuerhinterziehung zu, auch die Körperverletzung. Den Rest der Vorwürfe bestreitet sie.

Aber im Frauenknast habe sie den anderen Insassen erklären müssen, dass sie nichts mit Zwangsprostitution zu tun habe. Es kursierten Gerüchte, sie hätte Zehnjährige auf den Strich geschickt. Als allen klar war, dass das nicht stimme, so erzählt es Ewa, hieß ihre Zelle Café Malanda. "Die Mädels, die kein Geld hatten, kamen zu mir, und ich habe denen immer mal wieder was gegeben. Für Tabak oder so. Das hat die Beamten natürlich abgefuckt. Ich wurde auf eine andere Station verlegt. Da waren nur Spanierinnen und Roma. Als ich mich mit denen gut verstand, wurde ich wieder verlegt. Aus Sicherheitsgründen, hieß es. Für mich war das reine Schikane. Um mich fertigzumachen. Es gab Frauen, die haben sich geprügelt, haben Drogen vertickt. Die wurden nicht verlegt."

Ewa Malanda redet viel von Schikane, die sie im Gefängnis erlebt habe. Sie sagt: "Ein Wärter wollte mir an die Wäsche. Ich habe den abblitzen lassen. Da hat er im Wäschekeller mit einer anderen gefickt." Sie sagt, die Wärter hätten sie schlechter behandelt, weil sie eben Schwesta Ewa war, eine asoziale Hure. Aber Schwesta Ewa, das sei ja auch eine Kunstfigur, die sie geschaffen habe. Eine, die jeden verarscht und vor niemandem Angst hat.

Noch kein Ende in Sicht: Am 20. Juni dieses Jahres wird sie zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Weil sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Revision eingelegt haben, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig

Noch kein Ende in Sicht: Am 20. Juni dieses Jahres wird sie zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Weil sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung Revision eingelegt haben, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig

Und ganz offensichtlich war diese Schwesta Ewa auch eine Schutzfigur. Sie feierte all das, was Ewa Malanda viel Verderben brachte: Sex, Gewalt, Drogen. Sie rappte in ihren Texten davon, wie hart sie war, wie abgewichst. Aber wie abgewichst war der Mensch hinter Schwesta Ewa?

Die Anklage wird am 18. April 2017 erhoben. Sie lautet: Steuerhinterziehung, Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, ausbeuterische Zuhälterei und Körperverletzung. Der Prozess beginnt am 8. Juni, die Medien berichten. Im Publikum sitzen Freunde wie die Rapper Xatar und SSIO sowie Fans von Schwesta Ewa.

Der Prozess wendet sich schnell. Mehrere Zeuginnen sagen aus, gezielt Kontakt zu Ewa gesucht und sich freiwillig prostituiert zu haben. Eine erzählt, sie habe Ewa über Facebook kontaktiert und gebeten, von ihr lernen zu dürfen. Sie sagen aber auch, dass es Schläge gab, falls etwas nicht so lief, wie Ewa es wollte. Ewa Malanda sagt heute: "Ich habe gedacht, ich werde zehn Jahre im Knast sitzen. Erst als der Richter kapiert hat, dass ich die Wahrheit gesagt habe, wurde es besser."

Kapitel 5 – Das Urteil

Am 20. Juni 2017 wird Ewa Malanda zu zweieinhalb Jahren Haft wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger, 35-facher Körperverletzung und Steuerhinterziehung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate gefordert. "Das war keine Zwangsprostitution", sagt der Richter beider Urteilsbegründung, "die Mädchen wurden auch nicht ausgebeutet." Sie hätten sich Malanda angeschlossen, weil die ein lukratives und professionelles Geschäftsmodell anbieten konnte. Einzig die Schläge und Beschimpfungen, mit denen die An geklagte die Frauen fast täglich traktiert habe, hätten zum Bruch geführt. Ewa weint, als das Urteil verkündet wird. Weil das Gericht den Haftbefehl aussetzt, kommt sie nach sieben Monaten in Untersuchungshaft erst mal frei. Da sowohl ihre Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil einlegen, ist es noch nicht rechtskräftig.

Als Ewa entlassen wird, freut sie sich vor allem auf ihre Familie und auf Sex mit ihrem Freund. Sie gehen essen. Ewa spürt, dass etwas nicht stimmt. Da erzählt ihr Freund, dass er sie, während sie ihm Knast saß, mit Prostituierten betrogen habe, die sie ihm vorgestellt hatte. Heute sagt sie, das war das Schlimmste. Dass sie niemandem auf der Welt vertrauen konnte. Auch deshalb lautet ihr Lebensmotto auf Whatsapp: "Leben fickt härter als Freier!"

Kapitel 6 – Die Zukunft von Schwesta Ewa

Wie wird es wohl weitergehen mit Ewa Malanda? Sie sagt, sie selbst frage sich das auch. Sie wisse nur eins: Als Vermittlerin werde sie nie mehr arbeiten, das sei endgültig vorbei. Sie hofft, dass die Revision bald durch ist, das Urteil rechtskräftig und sie dann schnell ihre Strafe absitzen kann. Der Richter hat ihr gesagt, sie solle Abstand zum Rotlichtmilieu halten. Ewa sagt, das sei das Schwerste. Geschäftlich sei das kein Problem. Aber privat? Das Milieu war in den letzten Jahren ihres Lebens immer da. Es hat sie zerstört, aber es hat ihr auch Halt gegeben. Wäre das Milieu eine Wohnung, dann wäre es Ewas Zuhause. Sie überlegt deshalb, nach Berlin zu ziehen, wenn sie aus der Haft entlassen ist. Nächstes Jahr will sie ein Album herausbringen, auf dem sie "die ganze Scheiße" verarbeiten möchte. Dieses Album soll nicht dazu dienen, dass sie mehr Freier bekommt. Es wird darüber entscheiden, ob Ewa als Musikerin ernst genommen wird. Dass noch viel Schlimmeres geschehen werde, glaubt Ewa nicht mehr. Außer vielleicht, sie werde angeschossen.

Sie sagt, natürlich träume sie manchmal davon, einen guten Mann zu finden. Aber sie glaube nicht daran. Sie sagt, sie hätte gern irgendwann eine Familie, das Wichtigste daran wäre ein Kind. Wenn Ewa darüber spricht, klingt sie nicht wie Schwesta Ewa, sondern wie eine Frau, die von etwas träumt, was man wahrscheinlich Liebe nennt.

Vor Kurzem hatte ein Buchverlag sie angesprochen. Der Verlag hatte Interesse an ihrer Geschichte, aber daraus sei dann nichts geworden. Der Verlag hat gemeint, der Geschichte, also ihrer Geschichte, fehle etwas Entscheidendes: ein Happy End.

Nachtrag

Ewa Malanda hatte lange gezögert, mit dem stern zu sprechen. Eigentlich wollte sie nicht reden, bis die Revision abgeschlossen ist. Zum Interview und Fototermin in Frankfurt kam sie pünktlich, sie wurde begleitet von einer Freundin. Man sah ihr an, dass sie nervös war. Ihr Anwalt hatte ihr abgeraten zu reden, aber Ewa Malanda hatte es versprochen. "Und ich stehe zu meinem Wort", sagt sie. Sie bat darum, geduzt zu werden. Der stern hat auch die angeblichen Opfer von Malanda für ein Gespräch angefragt, aber keine wollte sich äußern.

Der Artikel über die Rapperin Schwester Ewa ist dem aktuellen stern entnommen:





Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg