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Nach Haftstrafe-Urteil: Rapperin Schwesta Ewa zieht vor Bundesgerichtshof

Die schwerwiegenden Vorwürfe Menschenhandel und Zuhälterei sah das Gericht zwar nicht als erwiesen an, dennoch bekam Schwesta Ewa eine Haftstrafe ohne Bewährung. Nun geht die Rapperin in Revision.

Die Rapperin Schwesta Ewa bei ihrer Gerichtsverhandlung

Die Rapperin Schwesta Ewa bei ihrer Gerichtsverhandlung

Die Rapperin Schwesta Ewa zieht gegen ihre Verurteilung zu zweieinhalb Jahren Haft vor den Bundesgerichtshof. Sowohl die Sängerin als auch die Staatsanwaltschaft legten Revision gegen das Frankfurter Urteil ein, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag. Das Gericht hatte die 32-Jährige vergangene Woche unter anderem wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger verurteilt. Vom Vorwurf der Zuhälterei und des Menschenhandels wurde Schwesta Ewa freigesprochen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Revision berichtet.

Schwesta Ewa: Verteidigung will Bewährung

Während die Staatsanwaltschaft auch im Plädoyer auf diesen beiden Vorwürfen beharrte und eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten forderte, wollte die Verteidigung auf eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren hinaus. Schwesta Ewa hatte die Steuerhinterziehung im Umfang von rund 60.000 Euro sowie zahlreiche Schläge gegen vier Prostituierte eingeräumt, die Rotlicht-Vorwürfe jedoch energisch bestritten. Das Gericht setzte den Haftbefehl gegen Schwesta Ewa aus, sie kam damit nach knapp acht Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß.

fin / DPA