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Glätte-Unfälle Krankenkassen wollen Behandlungskosten zurückfordern

Das kann teuer werden: Auf die Stadt Hamburg und private Anlieger rollt wegen der vielen Unfälle auf eisglatten Fußwegen möglicherweise eine Welle von Regressforderungen zu. Die Krankenkassen wollen nicht allein auf den Behandlungskosten sitzenbleiben, die in die Millionen gehen.

Die Stadt Hamburg und private Anlieger müssen sich eventuell auf Regressforderungen von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften einstellen. Ein Sprecher der Techniker Krankenkasse bestätigte am Donnerstag einen Bericht des NDR, wonach die Versicherung derzeit prüft, ob Behandlungskosten nach Unfällen von Fußgängern auf eisglatten Gehwegen zurückgefordert werden können.

Der Sender zitierte zudem einen Sprecher der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) mit den Worten, die Behandlungskosten etwa für einen normalen Bruch mit 1500 Euro oder für einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch mit etwa 15.000 Euro würden wieder zurückgeholt. Sofern ermittelt werden könne, wer seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen sei, würden Regressforderungen gestellt.

Sechs Millionen zusätzliche Kosten in Niedersachsen

Die Krankenkassen weisen laut NDR-Bericht daraufhin, dass die Kosten für eisbedingte Unfälle auf dem Arbeitsweg von den Berufsgenossenschaften bezahlt werden. Auch diese wollten das Geld von den Schuldigen zurückfordern.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse kostet der strenge Winter in Niedersachsen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzliches Geld. Den Berechnungen der Versicherung zufolge werden die Ausgaben allein durch die gehäuften Verletzungen bei Schnee und Eisglätte etwa sechs Millionen Euro mehr betragen als in einem durchschnittlichen Winter. Besonders häufig komme es zu Fuß-, Knie-, Schulter- und Armverletzungen.

APN APN

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