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Suche nach neuer Niere: Frau findet Organspender dank Nachricht auf Auto

Christine Royles braucht dringend eine neue Niere. Sie schreibt eine Nachricht auf die Heckscheibe ihres Autos - und findet einen Spender.

Mit dieser Nachricht hat Christine Royles nach einer Spenderniere gesucht - und sie gefunden.

Mit dieser Nachricht hat Christine Royles nach einer Spenderniere gesucht - und sie gefunden.

Christine Royles aus South Portland im US-Bundesstaat Maine ist gerade Mutter geworden als bei ihr die Autoimmunkrankheit "Lupus" diagnostiziert wird. Bei der Krankheit richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper und zerstört das eigentlich gesunde Gewebe. Wenig später stellen die Ärzte fest: Ihre beiden Nieren drohen zu versagen, Christine braucht dringend ein Spenderorgan. Die junge Frau lässt sich auf eine Spenderliste setzen, aber die Chancen, rechtzeitig einen passenden Spender zu finden, sind schlecht. Rund 100.000 Menschen brauchen nach Angaben der "National Kidney Foundation" in den USA ein neue Niere, weniger als 17.000 Betroffene bekommen auch eine pro Jahr. Jeden Tag sterben 13 Menschen, während sie auf eine Spenderniere warten.

Christine will nicht einfach nur warten

Christine will nicht einfach nur warten, sie will etwas tun. Wegen der langen Wartezeiten und schlechten Erfolgsaussichten suchen mittlerweile viele Amerikaner privat nach einem Spender-Organ. "Ich habe mal eine Geschichte von einem Mann gelesen, der eine neue Niere für seine Frau gesucht hat und sich dafür mit einem Schild an die Straße gestellt hat", erzählt die heute 24-Jährige dem Portland Press Herald. Das bringt sie auf eine Idee: Auf der Heckscheibe ihres Autos schreibt die verzweifelte Mutter folgende Nachricht: "Mein zweijähriger Sohn braucht eine gesunde Mutter. Ich suche nach einer neuen Niere. Meine Blutgruppe ist Typ 0. Ich bin 23 Jahre alt und Dialyse-Patientin". Darunter notiert sie ihre Telefonnummer. Ihr Wagen wird zur fahrenden Litfaßsäule. "Mein Verlobter fand das ein bisschen merkwürdig", sagt Christine. Sie macht es trotzdem – und dann passiert das Unglaubliche:

Ashley Dall-Leighton ist mit ihrem Mann im Auto unterwegs, als sie zufällig die verzweifelte Nachricht liest: "Ich habe rüber geguckt und zu meinem Mann gesagt: Oh, mein Gott. Das ist das Traurigste, was ich jemals gelesen haben", erzählt sie dem Portland Press Herald. Der dreifache Vater zögert keine Sekunde und sagt: "Hast du die Nummer aufgeschrieben? Ruf sofort an!" Nach einigen Test steht fest: Josh ist ein geeigneter Spender für die junge Mutter. Der 30-Jährige will eine seiner Nieren spenden. "In meinem Herzen weiß ich, dass es die richtige Sache ist. Ich werde es tun", sagt Josh. Christine kann ihr Glück nicht fassen: "Ich kann nicht fassen, dass jemand so etwas für mich macht. Ich bin überglücklich", wird sie in zahlreichen US-Medien zitiert.

"Ich möchte meinen Söhnen ein Vorbild sein"

Mittlweile hat sie ihren "Retter" auch persönlich getroffen. Josh gibt sich bescheiden. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit zu helfen. "Ich möchte meinen Söhnen beibringen, dass sie helfen sollen, wenn jemand Hilfe braucht. Ich will das nicht nur sagen, sondern auch selbst vorleben". Die Transplantation soll im Mai stattfinden.

as
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