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Neuer Gesetzentwurf Wer nicht widerspricht, soll künftig Organspender werden

Pathaloge hält Menschenherz in den Händen
Ein Transplantationsmediziner hält in der Pathologie des Südstadt-Klinikums das Herz eines Verstorbenen in den Händen, das kurz zuvor entnommen wurde.
© Bernd Wüstneck
Politiker der Union, SPD und Linken planen eine neue Regelung zur Organspende: Künftig sollen Patienten, die zu Lebzeiten einer Spende nicht widersprechen, automatisch zu Organspendern werden. 

Abgeordnete von Union, SPD und Linken wollen am Montag einen neuen Gesetzentwurf zur Organspende vorstellen. Vorgeschlagen werden soll die sogenannte Widerspruchslösung. Im Kern besagt diese, dass man widersprochen haben müsse, wenn man seine Organe nicht spenden wolle, teilte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Freitag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Spiegel Online" hatte zuerst darüber berichtet. 

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt diese Lösung und will den Gesetzentwurf am Montag mit präsentieren. Spahn handele dabei als einfacher Abgeordneter, sagte ein Ministeriumssprecher.

Widerspruchslösung zu Organspende geplant

Der Bundestag wolle ergebnisoffen und ohne Fraktionszwang über eine Neuregelung zur Organspende abstimmen. Derzeit gilt die sogenannte Entscheidungslösung, nach der jeder zu Lebzeiten die Möglichkeit hat, sich für eine Organspende zu entscheiden und eine Entscheidung etwa in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. 

ky DPA

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