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Facebook-Veranstaltung: Ikea verbietet Massenversteckspiel zwischen Pax und Billy

23, 22, ... ich komme - nicht! Niederländische Facebook-Nutzer haben sich zu einem gigantischen Versteckspiel bei Ikea verabredet. Doch der Möbelkonzern hat Sicherheitsbedenken und verbietet den Spaß.

Unter Ikea-Taschen oder hinter Pax-Schränken - in den Niederlanden wollen sich Tausende im Möbelhaus verstecken

Unter Ikea-Taschen oder hinter Pax-Schränken - in den Niederlanden wollen sich Tausende im Möbelhaus verstecken

Sich einmal bei Ikea einschließen zu lassen, über Betten springen, sich die Bäuche mit Hot-Dogs voll schlagen und eine Kissenschlacht durchs Möbelhaus machen – davon träumen nicht nur Kinder. Auch Erwachsene hegen bekannterweise so manch kindliche Fantasie. Eine davon sollte jetzt Wirklichkeit werden: In den Niederlanden haben sich tausende Menschen über Facebook verabredet, um Verstecken zu spielen - und zwar in Pax-Schränken und hinter Billy-Regalen. Angemeldet zu dem Versteckspiel haben sich auf der Facebook-Seite "Verstoppertje op een Secret Location" (Verstecken spielen an einem geheimen Ort) über 32.000 Menschen. 19.000 wollen in Amsterdam und 12.000 in Utrecht mitmachen.

Sicherheit der Besucher geht vor

Doch Ikea ist von der Aktion alles andere als begeistert und Sprecherin Martina Smedberg gab in einem Interview mit der Nachrichtenseite Bloomberg zu verstehen, dass die Möbelhauskette das Versteckspiel verbietet. "Es ist schwer zu kontrollieren, aber wir müssen für die Sicherheit der Besucher garantieren und das ist schwierig, wenn wir nicht einmal wissen, wo sie sind."

Der Veranstalter hat die Bedenken eingesehen und teilt auf der Facebook-Seite mit, dass man sich nicht im schwedischen Möbelhaus treffen werde, sondern nach einer neuen "Top-Location" Ausschau halten werde.

Mehr Glück hatte da vor einem Jahr die Belgierin Elise De Rijck. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, vor ihrem 30. Geburtstag einmal bei Ikea Verstecken zu spielen. Der Möbelkonzern erlaubte ihr den Spaß. Allerdings durften nur 500, statt der 13.000 bei Facebook angemeldeten Personen teilnehmen.

Der "Süddeutschen Zeitung (SZ)" sagte eine Sprecherin von Ikea-Deutschland: "Wir sind zwar für lustige Ideen immer zu haben, aber für uns spielt der Sicherheitsaspekt natürlich die größte Rolle, auch wenn ein geplantes Versteckspiel wohl an Spontaneität verliert." Die "SZ" schreibt weiter, dass Ikea immer wieder seltsame Anfragen bekomme: "Meistens wollen die Menschen bei uns heiraten. Noch hat sich aber kein Standesbeamter gefunden, der in der Möbelausstellung trauen will."

stb