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Mar-a-Lago: Student schleicht sich unerlaubt auf Anwesen von Donald Trump - und wird bestraft

Ein 18-Jähriger in den USA hat sich in eine private Residenz von Präsident Donald Trump geschlichen. Rund 20 Minuten konnte der Junge ungehindert über das Anwesen schleichen, ehe er erwischt wurde. Nun kommt er mit einer Bewährungsstrafe davon.

Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago: Schon öfter wurden dort Staatsgäste empfangen

Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago: Schon öfter wurden dort Staatsgäste empfangen

Picture Alliance

Ein 18-Jähriger hat sich im vergangenen November in das Mar-a-Lago-Resort von US-Präsident Donald Trump in Palm Beach im Bundesstaat Florida geschliche. Zur selben Zeit sei Trump tatsächlich in der Stadt gewesen sein, wie die "Palm Beach Post" berichtet.

Den spontanen Abstecher hatte Mark Lindblom eigentlich nicht geplant. Dem Bericht zufolge, hätte er seine Großeltern im Palm Beach Bath & Tennis Club, der sich einen Strand mit Trumps Club teilt, besuchen wollen. Am Strand stellte er sich sich in einer Schlange mit Mar-a-Lago-Mitgliedern, die von dort aus den Club betreten wollten. Den Securitys am Eingang zum Club erzählte er, er sei ein Clubmitglied. So konnte der Teenager ungehindert ging laut der Zeitung 20 Minuten lang durch den Palm Beach Club spazieren, bevor er verhaftet wurde.

Lindblom hätte keine bösen Absichten gegen Donald Trump gehabt

Am Dienstag teilte er einem Bundesrichter mit, er habe den Club nicht mit böser Absicht betreten und wollte nur ausreizen, wie weit er gehen könne. "Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass er einen politischen, kriminellen oder terroristischen Zweck verfolgt hat", sagte sein Anwalt gegenüber dem Richter. Es sei eine dumme Entscheidung gewesen, bei der er nicht nachgedacht habe.

Gestohlen hat der Student  nichts. Die Zeitung berichtet, er hätte nur Fotos mit seinem Handy gemacht. Lindblom bekannte sich schuldig, in ein verbotenes Gebäude eingedrungen zu sein sowie sich dort aufgehalten zu haben. Das ist mit einer Höchststrafe von sechs Monaten im Gefängnis belegt. Der Richter verurteilte ihn jedoch nach Angaben des Blatts zu einer einjährigen Bewährungsstrafe.

Der Vorfall ereignete sich Monate bevor eine Chinesin festgenommen wurde, nachdem sie den Club betreten hatte. Sie behauptete, sie sei zum Schwimmen dorthin gekommen. Der Secret Service stellte fest, dass sie mehrere Mobiltelefone und ein USB-Stick mit Malware bei sich hatte. Die Staatsanwaltschaft sagte, sie habe auch einen Signaldetektor dabeigehabt, mit dem versteckte Kameras werden konnten. Der Vorfall löste in den USA Diskussionen über die Sicherheit im Club aus.

Das Resort Mar-a-Lago wird regelmäßig von Trump genutzt. Öfter wurden dort bereits Staatsgäste empfangen. Zuletzt besuchte Japans Premierminister Shinzo Abe Trump auf dem Anwesen in Florida.

Quelle: "Palm Beach Post"

np