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+++ Newsticker zu Demos in Wuppertal +++ Hooligans attackieren Polizei - Demo aufgelöst


Bei Kundgebungen in Wuppertal werden Salafisten, Rechte, Hooligans und islamkritische Pegida-Anhänger erwartet. Weit mehr als 1000 Polizisten sind vor Ort. Die Ereignisse im stern-Newsticker.

Zu mehreren Kundgebungen werden an diesem Samstag in Wuppertal neben Salafisten auch Rechtsextreme, Hooligans und Anhänger der islamkritischen Pegida-Bewegung erwartet. Die Polizei will die Proteste und die beiden angemeldeten Gegendemonstrationen mit weit mehr als 1000 Beamten absichern. Wegen des brisanten Demo-Mixes spricht sie von einem bundesweit einmaligen Protesttag.

Die Veranstalter rechnen mit rund 400 Salafisten, etwa 2000 Teilnehmern bei der "Pegida NRW"-Kundgebung und jeweils 500 Menschen bei den Gegendemonstrationen. In Elberfeld sind am Nachmittag mehrere Straßen gesperrt.

Die Ereignisse in Wuppertal im stern-Newsticker:

+++ 16.51 Uhr: Polizei sagt Pegida-Umzug ab +++

Laut dem "WDR" ist es unter den Pegida-Anhängern zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei habe den geplanten Umzug durch die Stadt daher abgesagt, heißt es.

Beim Abgang der Islamkritiker sollen Tumulten und Unruhe herrschen, die Polizei greife ein, twittert der "WDR".

+++ 16.08 Uhr: Ausschreitungen zwischen Hooligans und Polizei +++

In Wuppertal kommt es zu ersten Ausschreitungen. Vermummte Hooligans werfen Böller auf die Polizisten, berichtet ein dpa-Reporter. Die Einsatzkräfte versuchen in voller Montur und mit Schlagstöcken ausgerüstet, die Angreifer zurückzudrängen. Zuvor rief Pegida-Gründer Lutz Bachmann auf der Bühne noch dazu auf, friedlich zu bleiben. "Macht jetzt nicht alles kaputt", so Bachmann. Schließlich bricht Pegida die Kundgebung ab.

+++ 15.39 Uhr: Weniger Teilnehmer als erwartet +++

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei treffen sich deutlich weniger Menschen zu Kundgebungen aus dem salafistischen Umfeld und der anti-islamischen Pegida-Bewegung als erwartet. Der Zulauf zur angemeldeten Versammlung von Pegida NRW im Stadtteil Elberfeld sei "mäßig", die angemeldete Teilnehmerzahl von 2000 Menschen werde voraussichtlich nicht erreicht, sagt ein Polizeisprecher.

Unter die Demonstranten hätten sich Anhänger der Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) gemischt. Der Aufmarsch sei zunächst "ohne größere Zwischenfälle" verlaufen.

Bei der Kundgebung von einem Organisator aus dem "salafistischen Umfeld" sei der Zulauf "erheblich geringer" als erwartet, so der Polizeisprecher weiter. Seinen Angaben zufolge verzeichnen dagegen die Kundgebungen des "Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis" mit 700 Demonstranten weitaus höhere Teilnehmerzahlen als angenommen. Etwa tausend Polizisten sichern die Demonstrationen ab.

+++ Die Ausgangssituation +++

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung rief zum Protest gegen die Extremisten auf. Die Kundgebungen dürften aber nicht verboten werden: Es sei "eben auch der Preis unserer freiheitlichen Demokratie, dass man solche Aufmärsche letztlich nicht verhindern kann", sagte Jung.

Ende Oktober vergangenen Jahres war es bei einer Kundgebung der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) in Köln zu schweren Krawallen gekommen. Salafisten hatten sich ihrerseits früher bereits in Solingen und Bonn Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

mod/AFP/DPA/Reuters DPA Reuters

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