Die Engelsburg in Gelsenkirchen
Es ist eines der markantesten Häuser Gelsenkirchens – und wurde zur größten Problemimmobilie: Die Engelsburg mitten auf der Schalker Meile war einst Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs des Ruhrgebiets. Später verfiel das Gebäude – und geriet immer wieder als Negativbeispiel für Immobilienspekulationen in die Schlagzeilen. Im Februar 2023 ersteigerte ein privater Investor das Objekt für mehr als 750.000 Euro, obwohl der Schätzwert bei nur etwa 385.000 Euro gelegen hatte. Der Investor stach damit sogar eine Wohnungsgesellschaft der Stadt Gelsenkirchen aus. Gezahlt hat der Investor nur einen Bruchteil. Die Engelsburg wurde zu einer „Schrottimmobilie“ – ein Geschäftsmodell, bei dem baufällige Häuser zu überteuerten Preisen an Menschen vermietet werden, die sonst auf dem Mietmarkt keine Chance hätten. Mitte 2025 schaffte es die Stadt Gelsenkirchen, die Engelsburg aufzukaufen. Nun soll sie abgerissen werden.
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