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Leidgeprüftes Dorf in Österreich Polizei stellt Ortsschilddiebe in Fucking

Es ist ein Kampf gegen Windmühlen: Schon 13 Mal wurde das Ortsschild der österreichischen Gemeinde Fucking gestohlen. Der 14. Versuch ging jetzt schief. Drei Langfinger aus Bayern wurden auf frischer Tat ertappt.

Die Ortsschilder im oberösterreichischen Ort Fucking sind eine begehrte Trophäe für Souvenirjäger und Witzbolde. Doch diesmal hatten die Möchtegern-Diebe Pech. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag berichtete, ertappte die Polizei drei Bayern aus Ingolstadt bei dem Versuch, ein Ortsschild zu stehlen. Sogar Spezialwerkzeug für ihre Nacht-und-Nebel-Aktion hatten die jungen Männer im Gepäck, scheiterten aber bei der Demontage. Als die Diebe dann versuchten, das Schild samt Eisensteher auszugraben, wurden sie von einer Polizeistreife erwischt.

Solche Diebstähle sind für das Dorf mit dem klingenden Namen keine Seltenheit. Schon 13 Mal wurden sie Opfer der Ortsschilddiebe. Medienberichten zufolge überlegen die leidgeplagten Fuckinger sogar, ihren Ortsnamen zu ändern. Der Bürgermeister möchte prüfen, ob die Fuckinger dies wünschen, berichtete der Sender ORF im Internet. Für die ertappten Diebe gab es eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Fucking ist Ortsteil der Gemeinde Tarsdorf im Bezirk Braunau am Inn in Oberösterreich. Der Name ist laut der österreichischen Tageszeitung Kurier bereits seit 1070 belegt und geht vermutlich auf Adalpert von Vucckingen zurück, der im 11. Jahrhundert in der Region lebte.

jwi/DPA DPA

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