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UN-Bericht Mord ist dritthäufigste Todesursache bei Männern bis 44

Aids, Verkehrsunfälle, Mord - das waren 2012 die drei häufigsten Todesursachen bei Männern zwischen 14 und 44 Jahren. Insgesamt wurden knapp eine halbe Million Menschen Opfer eines Tötungsdelikts.

Weltweit sind rund 475.000 Menschen im Jahr 2012 Opfer eines Mordes geworden. Wie die Vereinten Nationen in ihrem ersten Bericht zur Prävention von Gewalt angaben, waren vier von fünf Opfern Männer. Damit waren Mord oder Totschlag bei Männern zwischen 14 und 44 Jahren die dritthäufigste Todesursache in der Welt - nach Aids und Verkehrsunfällen. Allerdings sei seit der Jahrtausendwende ein Rückgang der globalen Mordzahl um 16 Prozent registriert worden. In den reichen Ländern gab es demnach sogar einen Rückgang um 39 Prozent.

Laut der Studie wird die Hälfte der Morde mit Schusswaffen begangen. Die höchsten Mordraten unter den 133 untersuchten Staaten hatten die lateinamerikanischen Länder. So wurden in Honduras 103,9 Morde pro 100.000 Einwohner gezählt, in Venezuela 57,6 und in Kolumbien 43,9. In den USA gab es dagegen 5,8 Morde pro 100.000 Einwohner, in der Schweiz 0,6 und in Japan 0,4. In Deutschland lag die Zahl im Jahr 2011 bei 0,8.

Neben Morden befasst sich der Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch mit anderen Formen der Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt gegen Frauen. Laut der Studie wurde rund ein Viertel der Kinder weltweit körperlich misshandelt und rund ein Fünftel der Mädchen erfuhr auch sexuelle Gewalt. Ein Drittel der Frauen berichtete zudem, von ihrem Partner körperlich oder sexuell misshandelt worden zu sein. Angesichts der weitreichenden Folgen von Gewalt rief die WHO die Regierungen in aller Welt auf, entschieden dagegen vorzugehen.

car/AFP AFP

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