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Nach Kaperung eines Tankers: Russland stellt Piraten nicht vor Gericht

Russland hat die nach der Kaperung eines russischen Tankers vor Afrika festgenommenen Piraten wieder freigelassen. Es gebe international keine gesetzliche Regelung für die Strafverfolgung von Piraten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Russland hat die nach der Kaperung eines russischen Tankers vor Afrika festgenommenen Piraten wieder freigelassen. Es gebe international keine gesetzliche Regelung für die Strafverfolgung von Piraten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Zudem habe die Nationalität der Seeräuber nicht festgestellt werden können. Kremlchef Dmitri Medwedew hatte wiederholt einen internationalen Gerichtshof für die Aburteilung von Piraten gefordert. Die zehn vermutlich aus Somalia stammenden Piraten wurden ohne Waffen und Navigationsgeräte in eines ihrer Angriffsboote gesetzt.

Sie hatten am Mittwoch im Golf von Aden den unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker "Moscow University" mit 86 000 Tonnen Rohöl gekapert. Russische Spezialeinheiten eroberten das Schiff in der folgenden Nacht mit einem Kommandoeinsatz zurück. Ein Pirat starb dabei, mehrere Seeräuber wurden verletzt. Die 23 russischen Besatzungsmitglieder hatten sich verschanzt und blieben unversehrt.

DPA / DPA
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