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Er sollte nur 90 Tage arbeiten : 15 Jahre lieferte der kleine Roboter Bilder vom Mars – bis ein Sandsturm seine Mission beendete

Kein Besucher von der Erde blieb bisher länger auf dem Mars: Der Nasa-Roboter "Opportunity" befuhr seit 2004 den Roten Planeten und schoss fleißig Bilder. Doch ein Sandsturm setzte seiner Mission nun ein Ende.

Der Mars-Rover "Opportunity" greift mit seinem Gelenkarm nach einem Stein, um diesen zu untersuchen. Der Roboter lieferte 2004 die ersten Belege dafür, dass es früher Wasser auf dem Roten Planeten gegeben haben muss.

Der Mars-Rover "Opportunity" greift mit seinem Gelenkarm nach einem Stein, um diesen zu untersuchen. Der Roboter lieferte 2004 die ersten Belege dafür, dass es früher Wasser auf dem Roten Planeten gegeben haben muss.

DPA

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission des Mars-Rovers "Opportunity" offiziell für beendet erklärt, nachdem es nun über Monate kein Lebenszeichen mehr von dem Roboter gegeben hat. Nasa-Experten erklärten am Mittwoch, sie hätten trotz aller Bemühungen nichts mehr von dem Rover gehört, ihr geliebter Roboter sei still geblieben. Die Mission werde daher beendet. Am 10. Juni hatte "Opportunity" seine bislang letzte Nachricht geschickt. Danach überzog ein gigantischer Staubsturm den Planeten - und der Roboter verstummte und war für das Kontrollzentrum nicht mehr zu erreichen.

Der Rover war im Juli 2003 an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund ein halbes Jahr später, am 25. Januar 2004, auf dem Mars gelandet. Seitdem rollte der rund 185 Kilo schwere, sechsrädrige Rover über den Mars - nicht ohne Zipperlein, aber mit bemerkenswertem Durchhaltevermögen. Eigentlich war seine Mission nur auf 90 Tage angelegt gewesen. 2007 hatte "Opportunity" (auf Deutsch: Möglichkeit) einen noch viel größeren Sturm überstanden.

sos / AFP / DPA