Nach Ski-Unfall Witwer gibt Althaus keine Schuld


Keine Verbitterung: Der Witwer von Beata Christandl, die bei einem Ski-Unglück mit Dieter Althaus ums Leben kam, weist dem CDU-Politiker keine Schuld zu. Im Gegenteil - er kann sich sogar einen Kontakt zur Familie vorstellen. Und auch für die Ehefrau von Althaus fand Christandl Worte des Respekts.

Der Ehemann der beim Skiunfall getöteten Beata Christandl weist dem thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus keine Schuld zu. "Es war ein Unfall. Meine Frau ist tot, und sie wird auch nicht mehr lebendig", sagte Bernhard Christandl der Illustrierten "Bunte". Natürlich wolle er aber genau wissen, wie seine Frau Beata zu Tode kam. Sogar einen möglichen künftigen Kontakt mit dem Ehepaar Althaus könne er sich vorstellen. "Wenn das gewünscht wird, werde ich nichts dagegen haben. Auch wenn mir schönere Umstände für unser Kennenlernen lieber gewesen wären."

Dass die Ehefrau des Ministerpräsidenten, Katharina Althaus, zur Beerdigung nach Riegersburg kommen würde, habe er von einem Mitarbeiter der Staatskanzlei Thüringen erfahren. "Ich finde es sehr mutig von Frau Althaus, dass sie diesen Schritt hierher gegangen ist. Es war sicher nicht einfach für sie. Ich habe Respekt vor Frau Althaus." Sein einjähriger Sohn Markus sei für ihn ein großer Trost. "Markus ist für mich jetzt die größte und wichtigste Stütze. Der Kleine ahnt noch nicht, dass der wichtigste Mensch in seinem Leben - seine Mutter - nicht mehr am Leben ist", sagte der 47-Jährige.

Beata sei die Liebe seines Lebens gewesen. "Jeder liebte sie, jeder mochte sie und schloss sie sofort ins Herz." Ende Januar will der Verbindungsoffizier der Nato mit seinem Jüngsten zurück nach Amerika fliegen. Er hat noch drei Kinder aus einer früheren Beziehung.

AP AP

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