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Entsorger hatte frei: Pferdekadaver verwest tagelang auf Reiterhof in der Sonne – und droht zu platzen

Weil die zuständige Spezialfirma frei hatte, lag ein totes Pferd in Norddeutschland übers Wochendende in der sengenden Hitze und verweste. Nun ärgert sich die Züchterin.

Pferd weide

Ein schlafendes Pferd auf einer Weide. Ein Kadaver in Norddeutschland dürfte am Wochenende einen weitaus unangenehmeren Anblick geboten haben (Symbolbild)

Picture Alliance

In Osterrönfeld im schleswig-holsteinischen Kreis Rendsburg-Eckernförde lag ein eingeschläfertes Pferd zweieinhalb Tage in der sengenden Hitze und verweste. Wie die „Landeszeitung“ berichtet, ist die Züchterin nun verärgert, weil der Kadaver nicht früher abgeholt wurde - aus hygienischer wie ästhetischer Sicht sei der Fall eine Zumutung für sie und weitere Betroffene.

Die zwölf Jahre alte Stute musste zuvor am Freitag kurz vor Mitternacht nach mehrfacher tierärztlicher Behandlung notfallmäßig eingeschläfert werden. Im Anschluss lag das tote Tier neben der Auffahrt zum Gestüt, um von einer Spezialfirma am nächsten Tag zur Entsorgung abtransportiert zu werden. Allerdings kam niemand. Das Unternehmen hat zwar eine Hotline, die rund um die Uhr geschaltet ist, arbeitet aber nicht am Wochenende.

Gestank wurde unerträglich

In der Zwischenzeit blieb die tote Stute bei Temperaturen von teils mehr als 30 Grad in der Sonne liegen. Die Besitzer deckten den Kadaver zwar mit einer Plane ab und besprühten ihn mit Wasser. Trotzdem setzte der Verwesungsprozess aufgrund der starken Hitze schnell ein. Zwischendurch kam der Tierarzt sogar noch einmal vorbei, um den Darm des toten Tieres zu durchstechen. Wegen Gärungsprozessen war der Körper des Tieres so stark angeschwollen, dass es zu platzen drohte.

Irgendwann sei der Gestank auf dem Gelände unerträglich gewesen, wird die Züchterin im Bericht zitiert. Alle Besucher des Gestüts mussten an der toten Stute vorbei. Teilweise handelte es sich um Kunden mit Kindern, die zum Reiten auf den Hof kamen. Am Montag rückte schließlich der Entsorger an und transportierte den Kadaver ab, der dem Blatt zufolge bereits unzählige Maden, Käfer und Fliegen angelockt hatte.

Da sich Landwirte offenbar wiederholt mit dem Problem konfrontiert sehen, dass tote Tiere am Wochenende nicht abgeholt werden, will sich das zuständige Landwirtschaftsministerium in Kiel nun zeitnah um eine Lösung bemühen.

Hund wird Gassi geführt

   

rös