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Rauschmittel Polizeigewerkschaften warnen Ampel-Parteien vor Cannabis-Legalisierung

Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)
Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)
© Ronny Hartmann/ / Picture Alliance
Die beiden größten Polizeigewerkschaften haben die Unterhändler der Sondierungsgespräche von SPD, Grünen und FDP von der Legalisierung von Cannabis abgeraten. Die Gewerkschaftsvorstände warnen vor einer Verharmlosung des Rauschmittels.

Die Legalisierung von Cannabis ist schon seit langer Zeit ein Thema in der Politik. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Oliver Malchow sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), es mache keinen Sinn, neben dem legalen, aber gefährlichen Alkohol "die Tür für eine weitere gefährliche und oft verharmloste Droge zu öffnen".

Malchow sagte der NOZ: "Es muss endlich Schluss damit sein, den Joint schönzureden." Gerade bei Jugendlichen könne der Konsum von Cannabis zu erheblichen Gesundheitsproblemen und sozialen Konflikten führen, so Malchow. Zudem würde eine Legalisierung dieser Droge den Schwarzmarkthandel nicht beseitigen. 

Cannabis-Konsum führt zu Unfällen und Verletzungen von Unbeteiligten

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) stellte sich vehement gegen eine Freigabe des Cannabis-Konsums. "Es wäre der Start in eine vernebelte Zukunft, statt ein Aufbruch für ein modernes Deutschland, wenn dieses Projekt in die Koalitionsvereinbarung einer Ampel-Koalition aufgenommen würde", sagte DPolG-Chef Rainer Wendt der NOZ. Schon jetzt komme es wegen Cannabis-Konsums immer wieder zu Unfällen mit unschuldigen Verletzten; die Kontrolle durch die Polizei sei völlig unzureichend.

Grüne und FDP sprechen sich seit längerem für einen legalen, regulierten Handel mit Cannabis aus. Der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands hatte der NOZ gesagt: "Die Chancen auf eine Legalisierung waren noch nie so groß wie jetzt."

nib DPA

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