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Schatz in der Hecke Rentner findet Goldschmuck und 100.000 Euro Bargeld – und darf alles behalten

Im Müllbeutel befanden sich unter anderem diese Ringe
Im Müllbeutel befanden sich unter anderem diese Ringe
© Polizei Südosthessen
Ein hessischer Rentner hat bei Gartenarbeiten einen Müllbeutel mit äußerst wertvollem Inhalt gefunden. Da der Besitzer nicht ausfindig gemacht werden konnte, darf er den Schatz nun behalten.

Über diesen Fund staunte ein Rentner aus der Nähe von Hanau nicht schlecht. Bei Gartenarbeiten hatte der Mann in seiner Hecke einen Müllbeutel mit äußerst wertvollem Inhalt entdeckt: Goldschmuck im Wert von 20.000 Euro, dazu 100.000 Euro in bar. Den Schatz brachte der ehrliche Finder im vergangenen November zur Polizei – doch ein Eigentümer konnte bis heute nicht ausfindig gemacht werden.

Daher darf der Rentner seinen Gartenfund nun behalten, wie die Polizei Offenbach dem Hessischen Rundfunk bestätigte. "So sehen es die Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) vor", erklärte ein Polizeisprecher dem hr. Im BGB heißt es unter Paragraph 973 zu dem Thema: "Mit dem Ablauf von sechs Monaten nach der Anzeige des Fundes bei der zuständigen Behörde erwirbt der Finder das Eigentum an der Sache, es sei denn, dass vorher ein Empfangsberechtigter dem Finder bekannt geworden ist oder sein Recht bei der zuständigen Behörde angemeldet hat." 

Erfolglose Suche nach der Herkunft

Dabei hatte die Hanauer Polizei sogar mit Fotos von der Fundsache öffentlich nach einem rechtmäßigen Eigentümer gesucht. Neben dem Bargeld handelte es sich um zwei Dutzend Ringe sowie diverse Anhänger. Die Tüte habe allerdings ob ihres äußerlichen Zustands wohl schon einige Jahre in der Hecke gelegen, erklärte die Polizei.

Auch einer möglichen Straftat konnte die Polizei den Heckenfund nicht zuordnen. Zwar seien zahlreiche Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem Ausland eingegangen, doch diese führten zu nichts. So gab es etwa Hinweise auf einen Überfall auf die Hanauer Kaserne in den 1980er Jahren. Das war aber noch zu D-Mark-Zeiten – Euroscheine wie sie in der Tüte gefunden wurden, gab es damals noch gar nicht. Selbst eine Überprüfung der Scheinnummern durch die Bundesbank ergab keine brauchbaren Hinweise.

"Wir haben alles in unserer Macht stehende getan" erklärte der Polizeisprecher dem HR. Daher dürfe der Finder die Schmuckstücke sowie das Bargeld nun behalten. "Er hat alles richtig gemacht, indem er den Fund angezeigt hat und dann auch den Lohn dafür bekommen."

Quellen: Hessenschau / Polizei

bak

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