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Brandanschlag in Rheinland-Pfalz Unbekannte zünden geplantes Asylbewerberheim an


Wieder wurde ein Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim verübt. In Limburgerhof haben Täter eine Unterkunft angezündet, in die demnächst Flüchtlinge einziehen sollten. Das Motiv war zunächst unklar.

In Rheinland-Pfalz ist ein Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Asylbewerberunterkunft verübt worden. Unbekannte Täter hätten die geplante Unterkunft in Limburgerhof in der Nacht zum Mittwoch in Brand gesetzt, teilten die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen mit. Ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatte, war zunächst unklar. Die Ermittler prüfen nach eigenen Angaben auch andere Motive.

Die Täter zündeten laut Polizei und Staatsanwaltschaft vermutlich die auf einem Flachdach zu einem Stapel abgelegten sogenannten Bitumenrollen an. Ein Zeuge habe ausgesagt, dass ein schwarzer Kleinwagen mit quietschenden Reifen davon gefahren sei. Es entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von 50.000 Euro; verletzt wurde niemand. Die Gemeinde Limburgerhof hatte den Angaben zufolge für die Asylbewerberunterkunft ein Gelände zur Verfügung gestellt, auf dem in den nächsten Wochen Unterkünfte für insgesamt 16 Asylbewerber errichtet werden sollten.

Zuletzt hatte ein Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt für großes Entsetzen gesorgt. Und im April wurden bei einem Feuer in einem Asylbewerberheim im sächsischen Dippoldiswalde vier Menschen verletzt.

jek/AFP AFP

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