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Russland Sechstklässler schießt in Schule um sich – Mitschüler verletzt


Mit der Waffe seines Vaters hat ein Zwölfjähriger an einer Schule in Russland um sich geschossen. Dabei wurde ein Mitschüler verletzt. Sein Motiv soll Mobbing gewesen sein.

Vier Wochen nach dem Amoklauf an einer Universität in der russischen Stadt Perm am Ural hat in der selben Region ein Sechstklässler in einer Schule um sich geschossen.

Er habe am Montag zwei Schüsse in die Decke und in eine Wand abgefeuert, teilten die Behörden mit. Der Vorfall ging noch relativ glimpflich aus: Es sei dadurch niemand getötet worden. Ein Schüler sei leicht verletzt worden. Der Jugendliche wurde demnach festgenommen.

Mobbing als mögliches Tatmotiv

Die 300 Schüler und 30 Lehrer hätten das Gebäude im Dorf Sars selbstständig verlassen können. Medien schrieben, dass die Direktorin den bewaffneten Zwölfjährigen zum Aufgeben bewegt habe. Die Waffe soll er heimlich seinem Vater weggenommen haben.

Zu den Hintergründen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Als eines der Motive gelte Mobbing an der Schule, meldete die Agentur Interfax. Der Unterricht wurde am Montag abgesagt.

Wenige Wochen zuvor Amoklauf in Perm

In der rund 1200 Kilometer östlich von Moskau entfernten Stadt Perm hatte erst vor einem Monat ein Jurastudent mit einem Jagdgewehr um sich geschossen, sechs Menschen getötet und rund 20 verletzt.

jha dpa

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