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Schnitzeljagd über Twitter: Makler versteckt Geld und lässt ganz San Francisco suchen

Sie stecken an Mülleimern, Parkuhren oder unter Stühlen: In San Francisco versteckt ein Unbekannter Dollar-Scheine in der Stadt. Wer sie findet darf das Geld behalten. Tipps dazu gibt es auf Twitter.

Von Stephanie Beisch

Eine der glücklichen Finderinnen: Twitter-Userin @nirvanazana hat sich in San Francisco auf die ungewöhnliche Schnitzeljagd begeben

Eine der glücklichen Finderinnen: Twitter-Userin @nirvanazana hat sich in San Francisco auf die ungewöhnliche Schnitzeljagd begeben

Ob auf Baustellen, an Parkuhren oder anderen öffentlichen Plätzen: In San Francisco versteckt ein Unbekannter Geldscheine für seine Mitmenschen. In klassisch weißen Umschlägen, beschriftet mit "Twitter @HiddenCash – Follow us for more an tweet when you find" hinterlässt er das Geld und fordert den Finder auf, seinem Account zu folgen. Unter diesem gibt er auch Hinweise, wo man als nächstes glücklicher Finder werden kann.




Und das wollen viele werden. Die Bewohner San Franciscos machen mit. Haben Lust auf die Schnitzeljagd und posten fleißig Bilder, wenn sie den Umschlag mit dem Geld in der Hand halten.



Und auch wenn es nicht klappt mit dem kleinen Schatz – die Suche scheint Spass zu machen. Ein Spieler war zu spät am genannten Ort, der Briefumschlag schon weg. Doch sein Video zeigt, dass das Geld in dem Fall tatsächlich nicht alles ist.

So scheint auch der spendierfreudige Unbekannte zu denken. Gegenüber dem Blog "The Bold Italic", der über das Leben in San Francisco berichtet, hat sich der Wohltäter als Immobilienmakler zu erkennen gegeben. Zusammen mit einem Freund sei er auf die Idee gekommen. Völlig ohne Hintergedanken und ohne eine Werbekampagne im Rücken teile er sein Geld. Auch von einer sozialen Aktion will er selbst nicht sprechen.


"Ich habe in den letzten Jahren Millionen gemacht, mehr als ich mir jemals vorstellen konnte." Und weil er sieht, dass sich Freunde und Mitarbeiter von ihm in der Bay Area kein anständiges Zuhause leisten können, hat er darüber nachgedacht, was er machen kann. Und anstatt sein Geld nur für wohltätige Zwecken zu spenden, will er den Menschen zugleich auch Spass bereiten.


Das dürfte ihm, schaut man sich die glücklichen Gesichter der Finder an, auch gelingen. Doch trotz der positiven Resonanz gibt es auch Gegenstimmen, wie auf Süddeutsche.de zu lesen "Wirklich toll wäre es, wenn er ein Wohnhaus mit vernünftigen Mieten bauen würde, damit die Armen nicht aus der Stadt vertrieben werden."



Doch das hält den mysteriösen Wohltäter nicht auf. Im Gegenteil. Auf Twitter kündigt er bereits an, dass die Schnitzeljagd nächste Woche in Los Angeles weitergeht.

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