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Selbstmordanschlag auf Terrorfahnder: Zwölf Menschen sterben in Lahore

Bei einem Selbstmordanschlag auf Terrorfahnder in der ostpakistanischen Metropole Lahore sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. 68 weitere Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt.

Unter den Toten seien acht Beamte der Sonderermittlungsbehörde (SIA) der Anti-Terror-Polizei in der Provinz Punjab. Eine Frau, die ihre Tochter zur Schule bringen wollte, sei getötet worden, das Kind schwebe in Lebensgefahr. Das Gebäude, in dem ein SIA-Büro untergebracht war, stürzte ein. Punjabs Polizeichef Tariq Saleem Dogar sagte, der Attentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in das Haupttor des Gebäudes in der Provinzhauptstadt gesteuert.

Der private Sender Geo TV berichtete, eine bislang unbekannte Gruppe namens Al-Qaeda al-Jehad (Punjab) Tehrik-e-Islami habe sich zu dem Anschlag bekannt. Nach Angaben des Bombenräumkommandos zündete der Attentäter 100 Kilogramm hochexplosiven C4-Plastiksprengstoff. Zunächst war von 600 Kilogramm Sprengstoff die Rede gewesen. Polizeichef dogar sagte, bei der Detonation seien mehrere angrenzende Häuser in dem Viertel beschädigt worden, in dem Politiker wie der Oppositionsführer Nawaz Sharif wohnen.

Zunächst hatte es geheißen, der Anschlag habe der Sonderermittlungseinheit (SIU) des pakistanischen Bundeskriminalamts (FIA) gegolten, nicht der Sonderermittlungsbehörde (SIA) der Polizei in Punjab. Bei zwei Anschlägen auf FIA-Büros waren im vergangenen Jahr in Lahore 26 Menschen getötet worden.

DPA / DPA
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