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Somalia: Piraten kapern riesigen Öltanker

Das Schiff ist über 300 Meter lang, kann fast 300.000 Tonnen Öl transportieren - und ist jetzt in der Hand somalischer Piraten. Die Seeräuber enterten die "Maran Centaurus" mit 28 Crewmitgliedern an Bord. Nun jagt eine griechische Fregatte das Schiff.

Somalische Piraten haben vor der ostafrikanischen Küste einen griechischen Öltanker mit 28 Besatzungsmitgliedern gekapert. Dies berichtete das griechische Staatsradio (Net) am Montag unter Berufung auf die Küstenwache in Piräus. Es handele sich um den Tanker "Maran Centaurus". Das Schiff ist über 300 Meter lang und kann fast 300.000 Tonnen Öl transportieren. Die "Maran Centaurus" mit Heimathafen Piräus ist eines der größten Schiffe, das bisher von Seeräubern vor Afrika entführt wurde.

Der Zweite Kapitän des Schiffes habe telefonisch die Zentrale der griechischen Küstenwache informiert, hieß es weiter. Allen Besatzungsmitgliedern gehe es gut. Bei den Crewmitgliedern handele es sich um 16 Philippiner, neun Griechen, zwei Ukrainer und einen Rumänen, hieß es. In Piräus wurde ein Krisenstab gebildet.

Tanker fährt Richtung Somalia

Die griechische Fregatte "Adrias", die an der Atalanta-Schutzmission der EU vor Somalia teilnimmt, versucht griechischen Medienberichten zufolge nun, den gekaperten Tanker zu lokalisieren, um den Piraten den Weg nach Somalia abzuschneiden.

Die Seeräuber enterten das Schiff bereits am Sonntag. Der Tanker hatte in Kuwait Rohöl geladen und war auf dem Weg in die USA. Er bewege sich jetzt Richtung somalischer Küste.

Piraten auf Schnellbooten haben in den vergangenen Monaten Dutzende Schiffe gekapert. Es ist aber offenbar erst die zweite Entführung eines Öltankers. Meist versuchen sie, Millionen-Lösegelder zu erpressen.

DPA/AP / AP / DPA
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