HOME

Sozialreport 2012: Ostdeutsche sind zufrieden mit der Liebe

Zukunftssorgen, aber auch Zufriedenheit - eine neue Studie zeigt scheinbar gegensätzliche Befindlichkeiten der Ostdeutschen. Kraft gibt den Menschen vor allem Partnerschaft und Freizeit.

Jeder zweite Ostdeutsche ist einer Studie zufolge mit seinem Leben zufrieden oder sogar sehr zufrieden - gleichzeitig treiben Zukunftsängste viele Menschen um. Besonders glücklich sind sie demnach mit ihrer Wohnsituation, ihrer Partnerschaft und ihrer Freizeit. Jedoch erwartet mehr als die Hälfte der Befragten in Zukunft keine Verbesserungen in Bezug auf soziale Sicherung, Gerechtigkeit oder die Einkommensentwicklung. Das ist das Ergebnis des "Sozialreports 2012" des Sozialverbandes Volkssolidarität, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

"Besonders die Angst vor Altersarmut ist deutlich ausgeprägt", sagte Verbandspräsident Gunnar Winkler. "Gerade ältere Menschen sind verunsichert und haben das Gefühl, dass sie vom Aufschwung der vergangenen Jahre nicht profitiert haben." Der Studie zufolge lebte 2012 ein Viertel der Ostdeutschen ab 18 Jahre unterhalb der Armutsschwelle.

Auf dem Land ist die Stimmung laut Studie pessimistischer als in großen Städten. Dies führe auch zu einer stetigen Abwanderung nach Westdeutschland oder ins Ausland. "Noch immer gibt es einen starken Wegzug aus dem Osten", sagte Winkler. "Besonders junge Menschen und Frauen verlassen die fünf Bundesländer."

Bürger fordern mehr Beteiligungsmöglichkeiten

Der Wunsch der Befragten nach gesellschaftlicher Teilhabe oder Mitsprache bei politischen Projekten ist hoch. "Nur 16 Prozent sind zufrieden mit den demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten", sagte Winkler. Trotzdem unterstützten 71 Prozent generell die Demokratie.

Gleichzeitig äußerte sich die Mehrheit der Befragten unzufrieden in Bezug auf ausländische Mitbürger. 69 Prozent forderten mehr Anpassung von Migranten, 36 Prozent sagten sogar, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gäbe.

DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?