Spanair-Absturz Interpol soll bei Ermittlungen helfen


Interpol soll Licht in die Ermittlungen um den Flugzeugabsturz von Madrid im August bringen: Ein Richter will herausfinden, ob die Fluggesellschaft Spanair möglicherweise gegen internationale Sicherheitsvorschriften verstoßen hat.

Ein spanischer Ermittlungsrichter hat Interpol in die Untersuchung zum Absturz einer Spanair-Maschine auf dem Madrider Flughafen eingeschaltet. Wie die Zeitung "El País" am Samstag berichtete, will der Richter herausfinden, ob die spanische Fluggesellschaft Spanair möglicherweise gegen internationale Sicherheitsvorschriften verstoßen hat.

Der Ermittler wolle über Interpol in Erfahrung bringen, welche Regelungen die amerikanischen und europäischen Luftfahrtbehörden für die Maschinen vom Typ MD-82 vorsehen. Eine Spanair-Maschine vom Typ MD-82 war am 20. August in Madrid unmittelbar nach dem Start zerschellt und in Flammen aufgegangen. 154 Menschen kamen ums Leben, 18 wurden verletzt. Die Unglücksmaschine war nach Angaben der Ermittler ohne ausgefahrene Landeklappen gestartet. Das Alarmsystem im Cockpit versagte.

Der Ermittlungsrichter will nach Angaben der Zeitung von Interpol wissen, welche internationale Vorschriften für die Tests dieses Alarmsystems gelten. Der Flugzeughersteller McDonnell Douglas hatte 1987 die Empfehlung gegeben, den Alarm vor jedem Start zu testen. Spanair ließ solche Tests dagegen nur jeweils zu Tagesbeginn und bei einem Wechsel der Cockpitbesatzung vornehmen.

DPA DPA

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