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Steigende Pegel an der Elbe Hochwasserzentrum rechnet mit Alarmstufe 4

Die Hochwasser-Pegel der Elbe steigen weiter. Für einzelne Orte wird im Laufe des Tages (Sonntag) mit der Alarmstufe 4 gerechnet. Eine genaue Prognose sei erst gegen Mittag möglich.

Das Wasser der Elbe in Sachsen ist auch am Sonntag weiter angestiegen. An anderen Flüssen des Bundeslandes sanken die Wasserstände dagegen. Wie das Landeshochwasserzentrum in Dresden mitteilte, galt für die Elbe-Pegel Schöna, Dresden und Riesa Alarmstufe 3. In Schöna wurden am Vormittag 7,20 Meter gemessen, in Dresden 6,62 Meter und in Riesa 7,27 Meter. Möglicherweise könne im Laufe des Tages in Schöna der Richtwert für die Alarmstufe 4 erreicht werden, sagte Sprecherin Karin Bernhardt. Eine genaue Prognose sei erst gegen Mittag möglich, wenn aktuelle Daten aus Tschechien vorliegen. In Ústí nad Labem galt am Samstagabend schon die höchste Alarmstufe.

Bereits am Vortag war die Lage vielerorts kritisch, wie beispielsweise am Main: Das Wasser werde langsam den Main hinunterlaufen, sagte ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen - also in Richtung Würzburg und weite nach Hessen. Dort hieß es dementsprechend zum Beispiel in Frankfurt, trotz langsam zurückgehender Pegelstände könne keine Entwarnung gegeben werden. In der Nacht zum Sonntag schien zumindest die Polizei gelassen: Das Wasser sei nur minimal gestiegen, sagte ein Sprecher.

Die Stadt Wertheim in Baden-Württemberg muss sich auf das schlimmste Main-Hochwasser seit mehr als sieben Jahren einstellen. Nach Prognosen vom Samstag könnte der Scheitelpunkt am Montag etwa sechs Meter erreichen. In der Nacht zum Sonntag stieg das Wasser nur leicht, der Pegel erreicht den Wert 5,44 Meter. Im Jahr 2003 betrug der Pegel 6,08 Meter.

Das Rhein-Hochwasser sollte in Koblenz an diesem Sonntag nun doch fast die Höhe der Flutwelle vom Wochenbeginn erreichen. Bereits am Samstag standen einige Straßen in Ufernähe unter Wasser, Keller liefen voll. Das Hochwassermeldezentrum für den Rhein erwartete für den Sonntag einen Pegel von 7,40 Meter. Am Montag war der Pegelstand bis auf 7,52 Meter geklettert.

Viele Orte des Mittelrheintals kämpften am Samstag schon mit den Fluten. Um die Hochwasserlage dort zu entschärfen, wurde der Polder Ingelheim in der Nacht zum Sonntag erstmals geflutet. Das 162 Hektar große Areal könne 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit.

DPA DPA

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