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Serienmörder Peter Kürten: Wie der Kopf des "Vampirs von Düsseldorf" in einem amerikanischen Kuriositätenkabinett landete

Peter Kürten war einer der berüchtigsten Serienmörder der deutschen Kriminalgeschichte. Mindestens neun Menschen ermordete der "Vampir von Düsseldorf". Sein mumifizierter Kopf ist heute in einem Museum in den USA zu besichtigen. Wie kam er dort hin?

Der Serienmörder Peter Kürten

Peter Kürten ("Der Vampir von Düsseldorf") tötete zur Zeit der Weimarer Republik mindestens neun Menschen, acht davon in einer Mordserie im Jahr 1928. Die meisten seiner Opfer erstach er mit einer Schere. 

Es war ein Tag im Jahr 1913, an dem Peter Kürten zum Mörder wurde. In seiner Geburtsstadt Mülheim brach er in die Wohnung über einer Gaststätte ein. Wertsachen fand der Einbrecher keine, dafür die schlafende zehnjährige Tochter der Wirtsleute. Kürten würgte das Kind und erstach es anschließend mit seinem Taschenmesser. Anschließend fuhr er zurück in seinen Wohnort Düsseldorf und der Mord blieb jahrelang unaufgeklärt. Das Leben des kleinen Mädchens war das erste, das Peter Kürten auslöschte.

Mindestens acht kamen Jahre später noch hinzu. Peter Kürten wurde einer der berüchtigsten Mörder der deutschen Geschichte. Seinen Beinamen "Vampir von Düsseldorf" erhielt er von der Presse, nachdem er 1929 das Blut eines von ihm getöteten Schwans getrunken hatte. Den Gerichtsakten zufolge trank er auch das Blut einiger seiner Opfer. Im Mai 1930 wurde er verhaftet, ein Jahr später zum Tode verurteilt. 

Am 2. Juli 1931 wurde Peter Kürten in Köln hingerichtet. Seine Leiche wurde dem anatomisch-biologischen Institut der Universität zu Untersuchungszwecken übergeben. Der Kopf des Serienmörders wurde mumifiziert.  

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Der Serienmörder Karl Denke

Karl Denke ("Papa Denke", "Kannibale von Münsterberg") ermordete zwischen 1903 und 1924 in seiner Wohnung in Münsterberg (heute: Ziebice in Polen) mindestens 30 Menschen, zumeist Landstreicher. Er tötete seine Opfer, verarbeitete und aß ihr Fleisch, das er zudem – in Pökelsalz haltbar gemacht – auf dem Wochenmarkt in Breslau verkaufte. Über seine Taten führte er Buch. Sein 31. Opfer, das schwer verletzt fliehen konnte, war bereits vermerkt. Denke beging in der Haft Selbstmord. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei Hinterlassenschaften, die auf 42 Opfer schließen lassen – darunter Hosenträger und Schnürsenkel aus Menschenhaut.

Der Kopf von Peter Kürten landet über Hawaii in Wisconsin

Später kam das Relikt auf ungeklärte Ursache in den Besitz des Sammlers Arne Coward. Der gebürtige Norweger und Holocaust-Überlebende hatte ein Faible für morbide Sammlerstücke. So besaß er einem 1978 im "American Atheist Magazine" erschienenen Artikel zufolge die "weltweit größte Sammlung solider Folterwerkzeuge". In den 1960er-Jahren ging Coward nach Hawaii und eröffnete in Honolulu ein Museum für Makabres. 

Arne Coward starb im Jahr 1979. Nach seinem Tod ging die Sammlung an seine Witwe, die mit Hilfe ihres Neffen Randall Miller immer wieder Teile davon verkaufte. Im Juli 1989 zeigte Miller den Kopf in Kalifornien Edward Meyer, Vize-Präsident von "Ripley's Believe it or not!". Das Unternehmen betreibt in den USA unter anderem mehrere Museen, in denen vor allem Kurioses und Außergewöhnliches präsentiert wird. "Ripley's Interesse an Köpfen zu jener Zeit" führte Meyer und die Coward-Erben zusammen, teilt das Unternehmen auf stern-Nachfrage mit. Und weiter: "Er wurde als Teil einer Sammlung gemeinsam mit zwei Schrumpfköpfen und einer Voodoo-Puppe erworben". Anschließend fand der Kopf des "Vampirs von Düsseldorf" seinen Weg als Exponat in das "Ripley's"-Museum in Wisconsin Dells im US-Bundesstaat Wisconsin.

Dort ist er bis heute zu begutachten:

Quellen:  "Vampyr von Düsseldorf - die Akte Peter Kürten", "The Star

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rös