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Suche bei Aktenzeichen XY: Vor 24 Jahren verschwand Cordula Keller beim Trampen - und ist bis heute vermisst

Der Fall "Cordula Keller" wird in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" noch einmal aufgerollt. Die damals 22-Jährige verschwand vor rund 24 Jahren spurlos in der Nähe von Leipzig. Die Polizei und ihre Familie geben die Hoffnung nicht auf, sie zu finden.

Die aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit Moderator Rudi Cerne beschäftigt sich mit Vermisstenfällen

Die aktuelle Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit Moderator Rudi Cerne beschäftigt sich mit Vermisstenfällen - auch mit dem Verschwinden von Cordula Keller vor 24 Jahren

Es ist der 15. Oktober 1993, die angehende Altenpflegerin Cordula Keller ist zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Von Wurzen in Sachsen will die damals 22-Jährige trampen, über 100 Kilometer weit nach Schmiedehausen südwestlich von Leipzig - obwohl ihre Schwester ihr Geld für eine Bahnfahrkarte bringen wollte, wie sie der "Leipziger Volkszeitung" berichtet. Doch als sie bei ihrer Schwester klingelte, öffnete demnach schon niemand mehr die Tür der Vermissten.

Kurz zuvor hatte sich Cordula Keller von ihrem Freund getrennt, er warf sich ein Jahr nach dem Verschwinden seiner Ex-Freundin vor einen Zug und starb. Ob er etwas über ihr Verschwinden wusste? Das ist bis heute ungeklärt. Die Polizei ermittelte, tagelang, wochenlang, monatelang. In Zeitungen, im Radio und im Fernsehen gab es Suchmeldungen - vergeblich.

"Aktenzeichen XY" ist die letzte Hoffnung

Letzte Hoffnung für die Polizei: Die Ausstrahlung des Falles in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Abend. Auch Cordula Kellers Schwestern Veronika und Ramona werden zusammen mit ermittelnden Polizisten ins Studio nach München fahren, Veronika sagt der Zeitung verzweifelt: "Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Die Fernsehsendung ist eine Spezialausgabe des TV-Klassikers. Es geht diesmal nicht um Verbrecherjagd, sondern Moderator Rudi Cerne sucht vermisste Personen, insbesondere Kinder und Jugendliche. Insgesamt wird über vier Fälle berichtet. Vier Fälle von zurzeit rund 14.000 vermissten Menschen in Deutschland, so aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes. Etwa die Hälfte sind demnach Kinder und Jugendliche. Die meisten Fälle haben sich innerhalb einer Woche erledigt, der Anteil der Personen, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei etwa drei Prozent. Erst nach 30 Jahren des Verschwindens werden die Akten normalerweise geschlossen.

Die Angehörigen von Cordular Keller geben die Hoffnung dennoch nicht auf - auch nach 24 Jahren nicht.

"Aktenzeichen XY... ungelöst" wird um 20.15 im ZDF ausgestrahlt.

Maddie



Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?