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Anklage gegen Clan-Brüder: Arafat Abou-Chaker soll Bushido geschlagen und eingesperrt haben

Wiedersehen vor Gericht: Der Berliner Clanchef Arafat Abou-Chaker soll Rapper Bushido gemeinsam mit seinen Brüdern verprügelt haben - so steht es in der Anklageschrift, die jetzt vorliegt. Der Vorfall liegt bereits fast zwei Jahre zurück.

Der Rapper Bushido (l.) posiert mit Arafat Abou-Chaker bei der Premiere des Films "Zeiten ändern Dich" 2010 in Berlin

Bilder aus harmonischeren Zeiten: Der Rapper Bushido (l.) posiert mit Arafat Abou-Chaker bei der Premiere des Films "Zeiten ändern Dich" 2010 in Berlin

DPA

In der Affäre um Arafat Abou-Chaker und Bushido kommen neue Details ans Licht. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem Clanchef vor, den Rapper eingesperrt und geschlagen zu haben, damit dieser nicht die Geschäftsbeziehungen beendet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Anklage. Auch nach stern-Informationen ist besagter Vorfall aus dem Januar 2018 Teil der Vorwürfe gegen den Berliner Clanchef.

Bushido und der Clanchef waren jahrelang Geschäftspartner, ehe der Rapper zum Jahreswechsel 2017/18 die Beziehungen nicht mehr fortführen wollte. Unmittelbar vor dem Vorfall hatte der Rapper Abou-Chaker laut "Bild" demnach mitgeteilt, dass er in Zukunft eigene Wege gehen wolle, sowohl privat als auch geschäftlich. Daraufhin habe ihn der Clanchef zur Klärung des genauen Ablaufs der Trennung in das gemeinsame Büro gebeten. Dort hätte er gemeinsam mit seinen Brüdern auf Bushido gewartet, diesen zunächst eingeschüchtert und später auch geschlagen, wohl unter anderem mit einer Wasserflasche. Den Raum hätten die Männer dafür von innen verriegelt und Bushido dort stundenlang festgehalten.

Arafat Abou-Chaker wollte Bushido nicht gehen lassen

Nach "Bild"-Informationen wollte Abou-Chaker dem Rapper klarmachen, dass er weiterhin an ihm verdienen wolle und dass ein Ausstieg so einfach nicht möglich sei. Er soll gesagt haben, dass er ein Leben lang an Bushido verdienen werde. Die Anklage berufe sich dabei vor allem auf Aussagen des Rappers, der sich bei Behörden umfangreich zur Sache geäußert haben soll, nachdem er erfahren habe, dass seine Familie bedroht worden sei.

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Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Berliner Staatsanwaltschaft in dieser Sache Anklage gegen den Clanchef und mehrere seiner Brüder erhoben hat. Die Ermittler werfen den Männern demnach unter anderem versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vor. Neben Arafat Abou-Chaker sind demnach auch seine Brüder Yasser, Nasser und Rommel angeklagt. Bei Nasser und Rommel gehe es vor allem um Beihilfe.

Quelle: "Bild" (Bezahlinhalt) 

fin