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"Und Donald Trump hat bezahlt": Mexikaner stehlen Teile der Grenzmauer - und US-Komiker kriegt sich nicht mehr ein vor Lachen

Für "Daily Show"-Moderator Trevor Noah ist es mindestens seine "Lieblingsgeschichte des Jahres": Im mexikanischen Tijuana sind Teile der US-Grenzbefestigung verschwunden und sichern nun stattdessen Häuser der Bewohner.


US-Grenzschützer errichten im November 2018 an der Grenze zu Mexiko Stacheldrahtbarrieren

US-Grenzschützer errichten im November 2018 an der Grenze zu Mexiko Stacheldrahtbarrieren. Ein Teil der Befestigung wurde jetzt gestohlen.

Getty Images

Das dürfte Donald Trump gar nicht gefallen: In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana haben Einwohner Teile des vom US-Präsidenten so leidenschaftlich beworbenen Grenzzaunes gestohlen, wie der kalifornische Nachrichtensender Kusi News berichtete. Im vergangenen November habe das US-Ministerium für Innere Sicherheit den Grenzzaun zusätzlich mit Stachedraht befestigen lassen, dieser sei nun geklaut und an Grundstücken in Tijuana wiederentdeckt worden, meldete der Sender unter Berufung auf Vertreter der Stadt. Die Anwohner würden damit ihre Häuser gegen Kriminalität sichern. Tijuana gilt unter anderem wegen seiner hohen Mordrate als eine der gefährlichsten Städte der Welt.

Laut Kusi News wurde der Stacheldraht geklaut und an die Anwohner weiterverkauft. Diese hätten sich geweigert mitzuteilen, woher sie das Material bekommen haben. Dennoch hätten die Behörden nach eigenen Angaben zwischen fünfzehn und zwanzig Verdächtige festgenommen. Mittlerweile hätten sich beauftragte Firmen daran gemacht, den verschwundenen Stacheldraht zu ersetzen.

Trevor Noah veräppelt Donald Trump 

US-Komiker Trevor Noah konnte sich angesichts der Meldung aus Tijuana kaum halten vor Lachen: Die Nachricht sei seine "Lieblingsgeschichte des Jahres" und wahrscheinlich sogar seines ganzen Lebens, scherzte Noah in seiner "The Daily Show" des US-Senders Comedy Central.

"Es tut mir leid, Leute, das ist verrückt", sprach der TV-Star sein Publikum an. "Ihr habt richtig gehört: 'Mexiko stiehlt die Mauer'. Oh Mann, ich wünschte, ich hätte dabei sein können, als Donald Trump diese Geschichte in den Nachrichten sah." Dann fragte sich Noah, ob der US-Präsident nun vom US-Kongress weitere acht Milliarden Dollar für eine zweite Mauer einfordert, um damit die erste zu schützen.

Trump hatte immer wieder behauptet, Mexiko würde für die von ihm propagierte Grenzbefestigung selbst aufkommen. Deshalb erntete Noahs Pointe der Geschichte die größten Lacher: Der Moderator stellte sich vor, wie mexikanische Hausbesitzer mit ihrem neuen "Sicherheitssystem" angeben und sagen: "Ich habe eine Mauer um mein Haus herum gebaut. Und Donald Trump hat sie bezahlt."

Trumps Mauer: Wie hat sich sein Lieblingsprojekt in den letzten Jahren verändert?

Quellen: Kusi News, "Huffington Post"

mad