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TV-Western aus den fünfziger Jahren: Wie ein TV-Schurke mit Namen Trump einer Stadt eine Mauer andrehen will

Die Parallelen sind verblüffend: Im Internet macht derzeit ein Video-Clip die Runde, der einen Ausschnitt aus einer alten Western-Serie zeigt. Darin zu sehen: Ein Gauner namens Trump versucht einer Stadt eine Mauer zu verkaufen.

Der Schurke Trump in der TV-Western-Serie "Trackdown"

Der Schurke Trump in der TV-Western-Serie "Trackdown"

Während US-Präsident Donald Trump nach Texas gereist ist, um erneut für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko zu werben, wird im Internet ein kurzer Video-Clip aus einer TV-Western-Serie aus den fünfziger Jahren fleißig geteilt. Darin ist ein Gauner mit Namen Trump zu sehen, der den Bewohnern einer Stadt eine Mauer verkaufen will. Seine Begründung: Nur mit einer undurchlässigen Mauer könne sich die Stadt vor dem Weltuntergang retten. Doch ein tapferer Texasranger überführt den Betrüger.

Wie schon in einer populären Folge der "Simpsons", die bekanntermaßen die Präsidentschaft Trumps vorausgesagt hatte, zeigt die Folge aus der Serie "Trackdown", die von 1957 bis 1959 im US-Fernsehen lief, eine präzise Zukunftsvision.

Der Clip zur Mauer ist aktueller denn je

In dem zusammengeschnittenen Clip einer Folge versucht der Schlangenöl-Händler Trump sein Ziel durch die Verbreitung von Angst zu erreichen. Den Texasranger, der den perfiden Plan durchkreuzt, droht er zu verklagen. Auch Trump ist schnell mit Drohungen gegen Gegner zu Stelle, zum Beispiel gegen die Pornodarstellerin Stormy Daniels. Unter dem Youtube-Video schrieb daher ein Nutzer: "Der Mann, der das Drehbuch geschrieben hat, muss ein Zeitreisender sein."

Der Clip hatte schon mal im Jahr 2016 während des US-Wahlkampfes seine Runde im Internet gedreht, aber in der aktuellen Debatte um die Finanzierung der Mauer und den andauernden "Shutdown", der landesweiten Haushaltssperre, ist er aktueller denn je. Der echte Trump besuchte am Donnerstag die Grenze zu Mexiko, um einer Forderung nach Milliardensummen für den Mauerbau Nachdruck zu verleihen. In der texanischen Grenzstation McAllen beklagte er eine "enorme Flut von illegaler Einwanderung, Drogenhandel, Menschenhandel", die durch die Grenzmauer gestoppt werden könne. Wegen des Streits um den Haushalt und den Mauerbau mit den oppositionellen Demokraten sagte der Präsident seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos ab.

tis
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