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"Unvorstellbare Szenen" 24-Jähriger soll Ehefrau in Dortmund erstochen haben – Leiche in Koffer an Bahnstation gefunden

Tötungsdelikt in Dortmund
In Dortmund ermittelt die Polizei in einem Tötungsdelikt gegen einen 24-Jährigen
© Daniel Bockwoldt / Picture Alliance
In Dortmund hat ein Mann mutmaßlich seine Frau getötet und ihre Leiche in einem Koffer verstaut. Der Verdächtige wurde einen Tag später hunderte Kilometer entfernt festgenommen. Die Staatsanwaltschaft spricht von "unvorstellbaren Szenen".

Ein 24-jähriger Mann aus Zwickau steht in dringendem Tatverdacht, seine 21-jährige Ehefrau getötet und die Leiche anschließend in einem Koffer in er Nähe einer Bahnstation entsorgt zu haben. In einer gemeinsamen Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft heißt es, die Tat hätte sich am Sonntagmorgen im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund zugetragen.

Die Obduktion der Leiche hätte ergeben, dass auf die Getötete mit "einer Vielzahl von Messerstichen eingewirkt wurde", teilen die Ermittler mit. Der Verdächtige wurde demnach einen Tag später in seinem per Luftlinie rund 365 Kilometer von Dortmund entfernten Wohnort Zwickau festgenommen und mit dem Hubschrauber nach Dortmund gebracht, wo er einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde. Er sitzt in Untersuchungshaft. Opfer und Tatverdächtiger sind afghanische Staatsbürger.

Hintergründe und Motiv für die Tat sind bislang unklar

Der Mann soll die 21 Jahre alte Frau am Freitag oder Samstag in Dortmund aufgesucht haben, als sie gerade auf die Kinder (fünf und neun Jahre alt) einer Freundin aufpasste. "Es gibt Anhaltspunkte, dass er sich ganz normal in der Wohnung aufgehalten hat", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Dort soll er seine Ehefrau, die ebenfalls aus Afghanistan stammte, am frühen Sonntagmorgen stranguliert und mit 70 Messerstichen getötet haben. "Da müssen sich unvorstellbare Szenen abgespielt haben", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Den Kindern sei nichts passiert und sie hätten die Tat auch nicht beobachtet. Zunächst hatte die "Bild" über die Details berichtet. 

Die Freundin stellte den Angaben zufolge fest, dass ein Reisekoffer fehlte, nachdem ein Bekannter am Sonntag die Kinder und "viel Blut" in der Wohnung entdeckt hatte. Beamte fanden das Gepäckstück mit der Leiche später auf einem Garagenhof nahe der S-Bahn-Haltestelle Dortmund-Lütgendortmund. Das Motiv des Täters sei noch unklar, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Verdächtige habe Hinweise zum Fundort des Koffers gegeben, aber keine weiteren Aussagen zur Tat gemacht.

Quellen: "Westfälische Rundschau", Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund, DPA

rös

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