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Nachrichten aus Deutschland: Frau bepöbelt im Stau Retter, die um ein Menschenleben kämpfen: "habe einen Termin"

Düsseldorf: Polizeieinsatz wegen selbsternannter "Aufpasser" am Rheinbad +++ Erfurt: Kontrolle von E-Scooter-Fahrerin eskaliert +++ Nachrichten aus Deutschland

Nachrichten aus Deutschland

Polizei- und Rettungskräfte an einer Unfallstelle in Düsseldorf wurden von einer renitenten Autofahrerin bepöbelt (Symbolbild)

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Düsseldorf: Frau schreit Rettungskräfte an Unfallstelle an

Eine 50-Jährige muss sich wegen ihres Verhaltens in einem Stau am Mittwoch in Düsseldorf demnächst wohl vor Gericht verantworten. Wie die Polizei berichtete, war zuvor ein 16-jähriger Motorradfahrer von einem Sattelzug erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Während Rettungskräfte vor Ort um das Leben des Jugendlichen kämpften, fiel die Autofahrerin durch zahlreiche Entgleisungen auf, wie die Polizei am Sonntag berichtet. Wegen der Bergungsarbeiten hatte sich hinter der Unfallstelle ein Stau gebildet, in dem die Frau mit ihrem Wagen stand. Sie stieg demnach wiederholt aus dem Auto aus und fragte die Polizeibeamten vor Ort, wann sie endlich weiterfahren könne. Sie hätte einen wichtigen Termin. Dabei wäre sie mehrfach in die Rettungsgasse getreten und hätte diese so blockiert.

Weisungen der Beamten, sie möge in ihrem Auto bleiben, ignorierte die Frau. "Selbst als man ihr in einem erneuten Gespräch den Ernst der Lage erläuterte, nämlich dass die Rettungskräfte gerade vor Ort um ein Menschenleben kämpfen würden, zeigte sie keinerlei Einsicht", heißt es im Bericht. Stattdessen entgegnete sie, es sei nicht ihr Fehler, sie habe einen Termin. Im Anschluss schrie sie die Einsatzkräfte dem Bericht zufolge "laut und unüberhörbar an", dass sie nicht mehr warten könne. Immer wieder verwies sie auf ihren Termin. 

Auch Hinweise der Einsatzkräfte darauf, dass die Rettungskräfte "um ein Menschenleben kämpfen würden" und Angehörige des Verunglückten vor Ort seien, sorgten nicht für mehr Verständnis. "Statt Einsicht zu zeigen, bemängelte die 50-Jährige nun erneut lautstark, dass es zu lange dauern würde die eine Person zu bergen", heißt es seitens der Polizei. Einer Feststellung der Personalien hätte sich die renitente Frau zunächst verweigert. Nun erwartet die 50-Jährige eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Quellen: Polizei Düsseldorf (I), Polizei Düsseldorf (II) 

Düsseldorf: Polizeieinsatz wegen selbsternannter "Aufpasser" am Rheinbad

Wieder ein Polizeieinsatz am Düsseldorfer Rheinbad, aber diesmal ist eine Gruppe selbsternannter "Aufpasser" der Anlass gewesen. Eine Gruppe von etwa 50 Erwachsenen sei am Sonntagnachmittag nicht in das Bad hereingelassen worden und habe darüber ihren Unmut geäußert, teilte die Polizei mit. Mit zehn Streifenwagen seien Beamte vor Ort gewesen und hätten die Personalien von 36 Personen aufgenommen. "Die Leute gaben an, im Rheinbad aufpassen zu wollen, damit alles ruhig bleibt", sagte der Polizeisprecher. Zu Straftaten ist es durch die Gruppe vor dem Rheinbad laut Polizei am Sonntag nicht gekommen. Das Ordnungsamt habe die Polizei gerufen. 

Der Sprecher bestätigte Informationen der "Bild"-Zeitung, dass die Personen weitgehend identisch seien mit denen einer "rechtsgerichteten Mahnwache", die bereits am Samstag vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof abgehalten worden sei. Die Kundgebung war nach Angaben der Polizei zum Thema Tod des achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof angemeldet gewesen. Am vergangenen Montag hatte ein 40-jähriger Mann eine Mutter und ihren Sohn vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Der Achtjährige wurde vom Zug überrollt. Ein in der Schweiz lebender Eritreer wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen. 

An der Mahnwache hätten sich am Samstag rund 50 Personen beteiligt. An einer spontanen Gegendemo hätten ebenfalls etwa 50 Leute teilgenommen. Auch der "Express" hat über den Polizeieinsatz am Sonntag vor dem Rheinbad nach einer Mahnwache von Samstag online berichtet. 

Das Rheinbad war Ende Juli nach Tumulten geräumt worden - zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen. Erste Angaben der Polizei, wonach einige Dutzend junger Männer mit "augenscheinlich nordafrikanischem Typus" hauptverantwortlich für die Störungen gewesen sein sollen, konnten nicht verifiziert werden. Das Freibad hatte bereits im Juni Videokameras installiert und infolge neuerlicher Ärgernisse weitere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören eine Ausweiskontrolle, Armbändchen für Badegäste und der mögliche Einsatz des Ordnungsamts.

Eine Sprecherin der Bäderbetriebe hatte am Freitag erklärt, dass sich die Einführung von Ausweiskontrollen im Rheinbad eingespielt habe. "Die Gäste sind aufgeschlossen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Auch die bereits seit mehr als einer Woche laufende Videoüberwachung sowie die Anwesenheit von Security-Kräften und das Verteilen von Armbändern an alle Badegäste hätten bisher keine größere Kritik hervorgerufen. Security sollte auf dem Gelände am Wochenende weiter anwesend sein. Vor den Türen des Freibads seien auch Mitarbeiter des Ordnungsamts im Einsatz, hatte sie angekündigt.

Quelle: dpa

Rothenburg: Zwei Tote und sieben Schwerverletzte bei Unfall

Bei einem schweren Unfall an einer Kreuzung in der Nähe des bayerischen Rothenburg ob der Tauber sind zwei Menschen gestorben und sieben weitere schwer verletzt worden. Ein Autofahrer war am Sonntag über ein Stoppschild hinweg mit seinem Wagen auf eine vorfahrtsberechtigte Straße gefahren, wie die Polizei mitteilte. Dort stieß er mit einem Auto zusammen, welches wiederum gegen ein an der Kreuzung wartendes Fahrzeug krachte. Im Wagen des Fahrers, der auf die Kreuzung auffuhr, saßen fünf Menschen, von denen zwei 20 und 41 Jahre alte Männer noch am Unfallort starben. 

Die drei weiteren Insassen wurden schwer verletzt. Vier Menschen in den beiden anderen Autos wurden ebenfalls schwer verletzt. Die Rettungskräfte waren mit drei Rettungshubschraubern im Einsatz.

Quelle: dpa

Aschaffenburg: Nacktbilder der Ex-Freundin aufgehängt? - Prozess beginnt 

Er soll eine Rohrbombe gebastelt haben, um seine Ex-Freundin zu töten, und Nacktbilder der Frau in Aschaffenburg verteilt sowie im Internet verbreitet haben: Gleich wegen knapp einem Dutzend unterschiedlichster Delikte steht ein 44-jähriger Mann ab Montag (9.15 Uhr) vor dem dortigen Landgericht. Eine andere Ex-Freundin wollte er laut Anklage mutmaßlich mit einem Säureanschlag entstellen. Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann auch noch Versicherungsbetrug, Verkauf von Dopingmitteln, Schändung der Totenruhe, unerlaubter Waffenbesitz, Körperverletzung, Stalking, Sachbeschädigung und Diebstahl vor.

Quelle: dpa

Erfurt: Kontrolle von E-Scooter-Fahrerin eskaliert

Bei der Kontrolle einer alkoholisierten E-Scooter-Fahrerin in Erfurt ist es zu tumultartigen Szenen gekommen, bei denen mehrere Polizisten Verletzungen erlitten. Die Beamten seien in der Nacht zu Sonntag von acht Bekannten der jungen Frau bedrängt worden. Diese hätten verhindern wollen, dass die 22-Jährige für einen Alkoholtest zu einer Dienststelle gebracht wird, teilte die Polizei in Erfurt mit. 

Die Gruppe habe zuvor in der Innenstadt einen Geburtstag gefeiert. Schließlich seien bei einem Handgemenge drei Polizisten verletzt worden. Die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt. Dadurch seien auch zwei Angreifer verletzt worden. "Erst der Einsatz von insgesamt sechs Streifenteams der Erfurter Polizei und einer Streife der Bundespolizei führte dazu, dass die Tumulte beendet werden konnten", heißt es in dem Polizeibericht. 

Nach Polizeiangaben hatten die Bekannten der jungen Tretroller-Fahrerin, bei der ein Atemalkoholtest 0,7 Promille gemessen worden sei, weder auf einen Platzverweis noch auf die Androhung von Pfefferspray oder das Erscheinen weiterer Beamter reagiert. Ein 32 Jahre alter Polizist sei mit einem Faustschlag ins Gesicht attackiert worden. Ein Angreifer habe sich bei seiner Festnahme so stark gewehrt, dass zwei weitere Beamte leichte Verletzungen davontrugen und Technik beschädigt wurde. 

Die mutmaßliche Täter erhielten Strafanzeigen wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und tätlichen  Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte. Immer wieder gibt es in Thüringen Respektlosigkeit und Angriffe gegen Polizisten.

Quelle: dpa

Memmingen/Frankfurt am Main: Gefangene aus Gefängnissen ausgebrochen

Zwei Strafgefangene sind am Sonntagnachmittag aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Memmingen in Bayern ausgebrochen. Die beiden Männer seien noch auf der Flucht, ein Großaufgebot der Polizei suche nach ihnen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Auch ein Hubschrauber der Polizei sei im Einsatz. Die Anwohner in der Umgebung der JVA wurden gewarnt, sich den beiden Männern nicht zu nähern. Wegen des Polizeieinsatzes ruhte auch der Zugverkehr im nahe gelegenen Bahnhof. Nähere Einzelheiten wollte die Polizei zunächst nicht nennen.

Auch in Hessen sucht die Polizei nach einem Häftling. Er war am Donnerstag während eines Hofgangs aus der JVA Frankfurt am Main IV in Preungesheim ausgebrochen. Laut Justizministerium kletterte der 39-Jährige "mit großem Geschick und hoher Geschwindigkeit" über einen fünfeinhalb Meter hohen Zaun mit Stacheldraht. "Wir fahnden weiterhin nach ihm", sagte eine Sprecherin der Frankfurter Polizei am Sonntag.

Quelle: dpa

München: Mit Tiefgarage verwechselt - Ehepaar fährt in U-Bahn-Eingang

Statt in einem Parkhaus hat sich ein Ehepaar auf den Treppen eines U-Bahn-Eingangs am Münchner Marienhof wiedergefunden. Der Wagen des älteren Ehepaars mit französischem Kennzeichen musste am Sonntagmittag abgeschleppt werden, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Auf Fotos ist zu sehen, wie die Berufsfeuerwehr mit einem Kranwagen das schwarze Auto aus dem U-Bahn-Eingang herauszieht. Das Ehepaar hatte den Eingang den Angaben der Polizei zufolge mit einem Parkhaus verwechselt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Quelle: dpa

Kreuth: Vermisste 17-Jährige in Oberbayern tot gefunden 

Eine seit Samstagabend vermisste 17-Jährige aus Oberbayern ist tot. Die Leiche wurde am Sonntag in der Nähe von Kreuth gefunden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die genauen Todesumstände seien noch unklar. Die Jugendliche ist einer Einschätzung der Polizei zufolge nicht Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Derzeit deute alles auf einen tragischen Unfall hin, teilte eine Polizeisprecherin am Sonntagnachmittag mit. Näheres müsse eine Obduktion klären.

Die junge Frau war am Vorabend mit Freundinnen auf dem Nachhauseweg, als die Gruppe sich aus bisher ungeklärten Gründen trennte. Die Familie der 17-Jährigen begann noch in der Nacht mit der Suche und schaltete gegen 8 Uhr am Morgen die Polizei ein. Bei einer Suchaktion mit Hubschrauber und Reitergruppe wurde die Leiche der 17-Jährigen in einem Weiler nördlich von Kreuth gefunden, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Quelle: dpa

Bernkastel-Kues: Betrunkener Autofahrer springt auf Flucht vor Polizei in die Mosel 

Mit einem Sprung in die Mosel wollte ein betrunkener Autofahrer ohne Führerschein vor der Polizei in Bernkastel-Kues flüchten. Das teilten die Behörden in der Stadt in Rheinland-Pfalz am Sonntag mit. Demnach war einer Streife in den frühen Morgenstunden ein Auto mit unsicherer Fahrweise aufgefallen. Nach einer Verfolgungsfahrt stoppte das Auto, und Beifahrer und Mitfahrerin liefen davon. Sie konnten gestoppt und vorläufig festgenommen werden. Der Fahrer lief ebenfalls davon, sprang in die Mosel und versuchte, diese zu durchqueren.

Die Feuerwehr im Rettungsboot zog den Mann aus dem Wasser, wie die Polizei mitteilte. "Der Fahrzeugführer war augenscheinlich alkoholisiert." Dem Mann sei im April der Führerschein entzogen worden - gegen ihn werde nun wegen Trunkenheit am Steuer sowie Fahrens ohne Führerschein und gefährlichen Eingriffs in den Verkehr ermittelt.

Quelle: dpa

Ulm: Mann schießt auf Feier in Ulm

Aus Ärger über Lärm ist ein 50-Jähriger in Ulm mit Messer, Schlagring und Druckluftpistole auf einer privaten Feier aufgetaucht - und hat geschossen. Ein 51 Jahre alter Teilnehmer des Festes im Ulmer Bürgerhaus wurde dabei am Samstag leicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 50-Jährige habe die Feiernden zuvor zur Rede gestellt, wobei sich ein Streit entwickelt habe. Die Gäste überwältigten den betrunkenen Angreifer und übergaben ihn der Polizei. Die Beamten stellten bei dem Mann einen Atemalkoholwert von 1 Promille fest.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden sie zahlreiche Waffen, unter anderem eine Machete, eine Armbrust und weitere Druckluftwaffen. Sie seien beschlagnahmt worden. Gegen den Mann wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Quelle: dpa

Hagen: Feuerwehrmann stürzt aus fahrendem Einsatzfahrzeug - schwerstverletzt

Bei einem Einsatz ist ein Feuerwehrmann in Hagen aus dem fahrenden Feuerwehrfahrzeug gestürzt. Nach Polizeiangaben wurde er bei dem Unfall am Freitagnachmittag schwerstverletzt. Mit einem Hubschrauber brachten ihn Rettungskräfte in eine Klinik. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte sich beim Linksabbiegen auf der rechten Seite des Feuerwehrfahrzeuges aus bislang ungeklärter Ursache eine Tür geöffnet. Der Feuerwehrmann stürzte auf die Fahrbahn. 

"Wir alle sind in Gedanken bei ihm und seinen Lieben", schrieb die Feuerwehr Hagen am Samstag auf ihrer Facebook-Seite. Viele Leser übermittelten an der Stelle ihren Wunsch, dass sich der Zustand des Schwerstverletzten schnell verbessert.

Quelle: dpa

Halberstadt: Nach Chemieunfall 25 Mitarbeiter in Sachsen-Anhalt in Sicherheit gebracht

In einer Firma in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt ist es zu einem Chemieunfall gekommen. 25 Mitarbeiter mussten in der Nacht auf Sonntag wegen des Austritts von Schwelfesäure in Sicherheit gebracht werden, teilte der Landkreis Harz mit. Verletzt worden sei aber niemand.      Die Gase breiteten sich demnach im unmittelbaren Umfeld der betroffenen Firma aus. 180 Einsatzkräfte seien vor Ort, um die Schwefelsäure zu binden. Dazu setzen sie Bindemittel aus Granulat und Spezialtücher ein. Für die Anwohner besteht den Angaben zufolge keine Gefahr.

Das Wetter in Deutschland wird zum Wochenbeginn wechselhaft

Mal Sonne, mal Schauer, ab und zu Gewitter - das Wetter bleibt in den kommenden Tagen in Deutschland wechselhaft. Mit Temperaturen im 20er-Bereich wird es tagsüber angenehm warm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag mitteilte. Im Norden bleibt es dabei etwas kühler als im Rest des Landes.

Am Montag zieht laut DWD Quellbewölkung von West nach Ost übers Land. Das bedeutet: einzelne Schauer und Gewitter, lokal Starkregen. Überwiegend verschont von den Niederschlägen bleiben der Nordosten und der Südwesten, auch südlich der Donau wird es länger sonnig. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 21 und 27 Grad im Norden, ansonsten 26 bis 30 Grad. Nachts kühlt es auf 18 bis 13 Grad ab.

Auch am Dienstag wird es wechselnd bewölkt, gebietsweise gibt es wieder Schauer und teils kräftige Gewitter. Schwerpunkte sind an diesem Tag der Süden, der Südwesten sowie Teile der Mitte Deutschlands. Die Temperaturen liegen zwischen 20 und 25 Grad im Norden, ansonsten zwischen 25 und 30 Grad. Auch am Dienstag gibt es bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad im Norden und Westen und bis zu 29 Grad im Südosten wieder starke Bewölkung, Schauer und Gewitter.

Das Land steht in den Tagen einerseits unter dem Einfluss des Hochs "Zella", das laut DWD für "Wetterberuhigung" sorgt. Andererseits gerät Deutschland zunehmend unter den Einfluss des Tiefs "Xaver".

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 3. August 2019

Neustadt: Campingplatz-Betreiber filmt Urlauber auf der Toilette

Ein Campingplatz-Betreiber in Neustadt-Rettin im Kreis Ostholstein hat seine Gäste monatelang mit Überwachungskameras auf der Herren- und Damentoilette gefilmt. Einem Bericht der "Kieler Nachrichten" zufolge, wurde die Polizei auf den Fall aufmerksam, nachdem einer der Feriengäste Anzeige erstattete. Das eingeschaltete  Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz hätte in der Folge festgestellt, dass die an der Decke angebrachten Kameras bis in die Kabinen filmten und teilweise einen unverstellten Blick auf den Intimbereich boten. 

Die Bilder wurden dem Bericht zufolge in Echtzeit auf zwei Monitore im Empfangsbereich übertragen, wo theoretisch auch Kunden sie zu Gesicht bekommen könnten. Der Betreiber hätte sich mit dem Hinweis verteidigt, er hätte in der Vergangenheit Probleme mit Vandalismus gehabt. Er wurde angewiesen, die Kameras sofort zu entfernen, außerdem wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Quelle: "Kieler Nachrichten"

Bonn: Brand in Schreinerei - Feuerwehr warnt vor Gesundheitsgefahr

In einer Schreinerei und einem Wohnhaus in Bad Godesberg in Bonn hat es am Samstagabend einen Großbrand gegeben. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Bonn am Samstagabend. Es bestehe Gesundheitsgefahr. Es wurde nach Angaben des Sprechers eine amtliche Gefahrenmitteilung herausgegeben. Verletzte gebe es bislang nicht. Die Feuerwehr sei mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Eine schwarze Rauchsäule sei weithin sichtbar. Wie es zu dem Brand kam, konnte die Feuerwehr zunächst nicht sagen.

Quelle: dpa

München: Pilotprojekt mit Bahnsteigtüren

Nachrichten aus Deutschland

Die Visualisierung zeigt, wie die Türen aussehen könnten

Für mehr Sicherheit am Gleis startet der Münchener Bus- und Bahn-Betreiber MVG ein Pilotprojekt mit sogenannten Bahnsteigtüren. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt. "Bahnsteigtüren können die Sicherheit in der U-Bahn weiter erhöhen und einen Beitrag zur Stabilisierung des Betriebsablaufs leisten", heißt es in einer Pressemitteilung zum Thema. Die Türen grenzen Gleis und Bahnsteig voneinander ab und öffnen sich synchron mit den Zugtüren, wenn eine Bahn in der Station steht.

Eine neue digitale Leittechnik soll sicherstellen, dass die Züge genau vor den Türen halten. Der Test soll den Angaben zufolge im U-Bahnhof Olympiazentrum stattfinden. "Dort soll eine von vier Bahnsteigkanten testweise mit verglasten, fahrzeughohen Türen ausgestattet und das System voraussichtlich ab 2023 unter realen Bedingungen erprobt werden", teilte die MVG mit. Die im Test gewonnen Erkenntnisse sollen die Grundlage für eine Entscheidung darüber werden, ob weitere Bahnhöfe mit den Türen ausgestattet werden. Bislang wird die Technik, die im Ausland bereits zum Einsatz kommt, in Deutschland noch an keinem Bahnhof genutzt.

Nachdem es in den vergangenen Wochen in Frankfurt und Voerde zu tödlichen Gleisstößen kam, wurde deutschlandweit über das Thema Sicherheit am Bahnsteig diskutiert.

Quelle: MVG 

Montabaur: Frau im Westerwald von führerlosem Traktor überrollt und tödlich verletzt

Im Westerwald ist am Samstag eine Frau von einem führerlosen Traktor überrollt worden. Das Fahrzeug setzte sich am Nachmittag auf einem Anwesen in Neunkhausen in Bewegung, ohne dass jemand hinter dem Steuer saß, wie die Polizei in Montabaur mitteilte. Die 54jährige Frau wurde überrollt und tödlich verletzt. Sie starb den Angaben zufolge noch am Unglücksort. Die Polizei nahm Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

Quelle: AFP

Pirmasens: 13-Jährige stürzt beim Klettern in die Tiefe

Bei einer Klettertour ist eine 13-Jährige in der Pfalz aus zehn Metern Höhe abgestürzt. Die Mutter des Mädchens hatte das falsche Sicherungsseil gegriffen, wie die Polizei in Pirmasens am Samstag mitteilte. Als die Tochter beim Abstieg den Halt verlor, fiel sie deswegen in die Tiefe. An der "leicht abschüssigen Wand" konnte sich die 13-Jährige jedoch abrollen und so den direkten Aufschlag auf den Kopf verhindern.    

Mutter und Tochter waren den Polizeiangaben zufolge in einer fünfköpfigen Klettergruppe in der Nähe von Rumbach unterwegs. Die 13-Jährige habe langjährige Klettererfahrung. Allerdings habe sie keinen Helm getragen.    

Das Mädchen wurde nach dem Unfall per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. "Ihre Verletzungen sind jedoch nicht so schwerwiegend", erklärte die Polizei. Gegen die Mutter wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Quelle: AFP

Hamburg: Brennender Wagen beim CSD gestoppt

Bei der Christopher-Street-Day-Demo in Hamburg ist am Samstag ein Umzugswagen in Brand geraten. Die Parade wurde gestoppt - ging aber dann nach einer Weile wieder weiter. Zwischen Fahrerraum und Ladefläche des betroffenen Wagens waren Flammen aufgestiegen, wie Beobachter schilderten. Große dicke Rauchwolken stiegen auf der Langen Reihe in den Himmel. Die Polizei sicherte das Areal rund um den brennenden Wagen. Es gebe vier Leichtverletzte, sagte Veranstalter Stefan Mielchen. Sie seien mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der Brand entstand auf dem "Queer Refugees Support"-Wagen. Einige aus dieser Gruppe versuchten zunächst, mit Feuerlöschern der Flammen Herr zu werden. Dann waren mehrere Feuerwehrwagen im Einsatz - und konnten die Flammen schließlich löschen. 

Nachrichten aus Deutschland

Feuerwehrmänner löschen einen Truck, der in der Parade zum Christopher Street Day (CSD) Feuer gefangen hat

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Zum Abschluss der "Pride Week" wurden bei der alljährlichen Christopher-Street-Day-Demo in Hamburg am Samstag mehr als 200 000 Teilnehmer erwartet. 25 Trucks, 27 Fußgruppen sowie zahlreiche weitere Lkws und Pkws bahnten sich seit etwa 12 Uhr ihren Weg durch die zu Teilen abgesperrte Innenstadt. Die Demonstration steht in diesem Jahr unter dem Motto "Grundsätzlich gleich - für eine bessere Verfassung". Gefordert wird vor allem, dass die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität in das Diskriminierungsverbot (Art. 3) im Grundgesetz aufgenommen werden.

Quelle: dpa

Lingen: 87-Jähriger fährt mit Auto mehrfach gegen Nachbarhaus und eigene Garage 

Im Emsland ist ein betagter Autofahrer mehrfach gegen das Haus seines Nachbarn gefahren. Der 87-Jährige rammte in Rastdorf zudem mehrmals die Wand seiner eigenen Garage, wie die Polizei in Lingen mitteilte. An beiden Gebäuden sei erheblicher Sachschaden entstanden. Der Hintergrund des Vorfalls war zunächst unklar. Möglicherweise sei der Mann wegen der Einnahme von Medikamenten nicht fahrtauglich gewesen, erklärt die Polizei. Ihm sei deshalb eine Blutprobe entnommen worden.

Quelle: AFP

Rieseby: Toter Säugling gefunden - Mutter bei Wacken-Festival festgenommen 

Ein toter Säugling ist in Rieseby in Schleswig-Holstein auf einem Feld entdeckt worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Kiel mitteilte, ist die Identität der Mutter des Babys bekannt. Der Säugling sei am Donnerstagabend gefunden worden. Weitere Ermittlungen und ein Gutachten der Rechtsmedizin müssten nun klären, "ob es sich um eine Totgeburt gehandelt hat oder anderenfalls ein Tötungsdelikt in Betracht kommt". Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Die Mutter sei vorläufig in Polizeigewahrsam genommen worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, sagte ein Kieler Staatsanwalt. Sie sei Mitte 20 und stamme aus der Region. Wie die "Kieler Nachrichten" berichteten, wurde sie beim Wacken Open Air in der Nacht zu Freitag festgenommen und anschließend vernommen. Dies bestätigte die Polizei. Die Frau habe angegeben, dass es sich um eine Totgeburt gehandelt habe. Der Säugling soll schon länger auf dem Feld gelegen haben.

Quelle: dpa

Hirschberg: Lastwagen verliert hunderte Bierkästen 

Hunderte volle Bierkästen sind nahe Hirschberg in Baden-Württemberg von einem Lastwagen gerutscht und auf der Straße gelandet. Wie die Polizei mitteilte, war die Ladung nicht richtig gesichert. Als der 53-jährige Fahrer mit seinem Lkw von der Autobahn in Richtung eines Industriegebietes abfuhr, kamen die Kästen ins Schlingern, durchbrachen die Seitenwand des Aufliegers und krachten auf die Straße. Rund 30 Einsatzkräfte mussten zerbrochene Flaschen und die Kästen aufsammeln.

Quelle: dpa

Wacken: Dieb in flagranti erwischt 

Beim Wacken Open Air ist es der Polizei auf dem  Festivalgelände gelungen, einen Mann festzunehmen, der mehrerer  Diebstähle verdächtig ist. Aufmerksame Festivalbesucher gaben den  Hinweis auf den Polen, der sich an fremden Zelten zu schaffen machte. Für ihn ist die Veranstaltung nun beendet. Beamte begaben sich Beamte auf einen der Zeltplätze,  weil es dort zu einem Handydiebstahl gekommen sein sollte. Den Täter hielten Zeugen fest - sie hatten ihn beobachtet, wie er an mehreren  Zelten zugange war. Wie sich letztlich herausstellte, war der  26-jährige Pole unerlaubt auf dem Gelände. In seinem Zelt entdeckten die  Einsatzkräfte vor allem Powerbanks und Anschlusskabel, die aus  vorangegangenen Diebstählen stammen dürften. Insgesamt 30 Gegenstände stellten die Polizisten sicher, behandelten den Mann erkennungsdienstlich und fertigten entsprechende Anzeigen gegen ihn.

Neben dem Festgenommenen scheinen allerdings weitere Diebe auf dem Gelände aktiv zu sein. Allein im Zeitraum von gestern, 18.00 Uhr, bis zum heutigen Morgen begingen sie 27 Taschendiebstähle im Bereich vor den Hauptbühnen. Hier waren es weniger Portemonnaies, die  verschwanden, sondern vielmehr Smartphones. 

Quelle: Polizeidirektion Itzehoe 

Passau: Ferkel auf der Autobahn sorgt für Verwirrung 

Ein junges Hausschwein hat auf der Autobahn 3 bei Passau für einige Verwirrung gesorgt. Ein Autofahrer rief die Polizei an, als er das Ferkel sah - doch die Streifenbeamten konnten auf der Strecke kein Schwein finden, wie die Polizei in Passau mitteilte. Zwei Stunden später wurde das Tier dann von einem Auto erfasst, als es die Fahrbahn überqueren wollte. Doch nach dem Zusammenstoß, bei dem Auto und Fahrer unversehrt blieben, fehlte von dem Ferkel wieder jede Spur. Wie das Tier am Freitagvormittag auf die Autobahn kam, ist unklar.

Quelle: dpa

Gewitter treffen Teile Deutschlands - Kinder aus Zeltlager gerettet 

Über Teilen Deutschlands haben heftige Unwetter getobt. Im niedersächsischen Dinklage wurde bei Starkregen ein Zeltlager evakuiert. Die rund 120 Kinder seien in einer Schule einquartiert worden, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister. In der Stadt habe es 16 wasserbedingte Einsätze gegeben. Mehrere Keller liefen voll, auch ein Hotel war betroffen.

Bei einem Blitzeinschlag im Eichsfeld in Thüringen wurden vier Menschen verletzt. Sie kamen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle sagte. Details zu den genauen Umständen des Vorfalls in der Nähe von Leinefelde-Worbis waren noch nicht bekannt.

Die Berliner Feuerwehr rief wegen eines Unwetters den Ausnahmezustand aus. Die Helfer seien zu 80 wetterbedingten Einsätzen ausgerückt, hieß es in einer Mitteilung auf Twitter. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld kam es zu Verzögerungen. Zum zweiten Mal in zwei Tagen wurde am Nachmittag das Festivalgelände des Wacken Open Air wegen eines Unwetters geräumt. Schon am Mittwoch musste der Teil des Geländes, der zu dem Zeitpunkt bereits geöffnet war, wegen eines Gewitters geräumt werden.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 2. August 2019

Berlin: Unwetter über der Hauptstadt - Wasserschäden auch in Feuerwehrgebäuden

Die Berliner Feuerwehr hat wegen eines Unwetters am Freitag erneut den Ausnahmezustand Wetter in der Hauptstadt ausgerufen. Die Helfer rückten zu 80 wetterbedingten Einsätzen aus, hieß es in einer Mitteilung auf Twitter. Ausnahmezustand bedeutet, dass die Einsätze nach Dringlichkeit statt chronologisch bearbeitet werden.

Land unter in der Hauptstadt: Gewitter setzt Berliner Straßen unter Wasser

Auch die Feuerwehr selbst blieb nicht von den Folgen des Starkregens verschont: "In mehreren Wachgebäuden haben wir Wassereinbrüche zu verzeichnen, die unsere Kräfte beschäftigen", teilte sie auf Twitter mit. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld kam es am Freitagnachmittag zu wetterbedingten Verzögerungen. Die Flughafenbetreiber baten Reisende darum, Geduld mitzubringen.

Quelle: dpa

Rottenburg: 29-Jähriger verletzt Eltern mit Messer

In Rottenburg im Landkreis Tübingen wurde ein 29-Jähriger wegen des Verdachts des versuchten Mordes an seinen Eltern festgenommen. Wie die Polizei berichtet, soll der Mann am frühen Freitagmorgen seinen Vater und seine Mutter mit einem Messer angegriffen und dabei "erheblich verletzt" haben. Nachbarn informierten die Polizei, nachdem es im Haus der Familie zu lautstarken Streitereien gekommen war und anschließend das Auto der Familie wegfuhr. "Nach ihrem Eintreffen fanden die Polizeibeamten die 57-jährige Mutter und den 67 Jahre alten Vater des Tatverdächtigen vor, die durch Messerstiche erheblich verletzt worden waren", teilt die Polizei mit.

Die beiden wurden nach notärztlicher Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Ermittler davon aus, dass ein Familienstreit derart eskalierte, dass der junge Mann am Morgen ins Schalfzimmer seiner Eltern stürmte und beide mit einem Messer angriff. Den Verdächtigen trafen die Beamten im Rahmen einer Fahndung im elterlichen Auto an.  Er ließ sich widerstandslos festnehmen und sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: Polizei Rottenburg

Baden-Württemberg: Zwei Kinder von Hunden verletzt

Zwei Kinder in Baden-Württemberg sind in dieser Woche von Hunden angefallen und verletzt worden. Ein sechsjähriger Junge war in Laudenbach nahe Weinheim mit seiner Mutter auf dem Fußweg unterwegs, als der Rottweiler ihn zu Boden warf und in die Schulter biss. Das Tier war nach Angaben der Polizei vom Freitag angeleint. Sofort sei der Hundeführer eingeschritten und habe den Hund von dem Kind getrennt. Neben dem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Hundeführer prüft die Behörde auch Maßnahmen gegen den Halter. Er nicht dabei war. Unter anderem geht es darum, ob der Hund in Zukunft einen Maulkorb tragen muss.

Im Fall eines anderen Hundeangriffs auf einen Dreijährigen in Oberstenfeld bei Heilbronn am Dienstag könnte es sich um einen Kampfhund handeln. Das als Mischling gemeldete Tier sehe aus wie ein American Staffordshire Terrier, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Es seien noch spezielle Untersuchungen notwendig, erläuterte der Sprecher. Für einen Kampfhund wäre eine Erlaubnis nötig. Das Tier hatte den Jungen ins Gesicht gebissen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: dpa

Bodenkirchen: Tanklaster kippt um und begräbt Pkw unter sich

Ein umgekippter Tanklastzug hat bei einem Unfall in Bayern ein Auto samt dessen Fahrer unter sich begraben. Retter bargen den Mann am Freitag tot aus dem völlig zerdrückten Wrack, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Autofahrer war alleine in dem Wagen. Während der Bergung hoben zwei Kräne den 40-Tonner an. Der Fahrer des Tanklastzugs verletzte sich bei dem Unfall leicht.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war das Auto beim Beschleunigen auf einer Bundesstraße bei Bodenkirchen im niederbayerischen Landkreis Landshut ins Schlingern und auf die Gegenspur geraten. Beim Ausweichen kippte der Lastwagen um und begrub den Pkw. Der Tanklastzug war mit Plastikgranulat beladen.

Quelle: dpa

Buchholz: Unbekannte räumen mehr als 80 Bankschließfächer aus 

Die Polizei sucht im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahnung nach vier bis fünf unbekannten Männern. Die Gruppe steht im Verdacht, am Freitag, 5. Juli und Samstag, 6. Juli, insgesamt 82 Schließfächer im SB-Bereich der Sparkasse in Buchholz in der Nordheide aufgebrochen zu haben. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, erbeuteten sie dabei Schmuck, Bargeld, Uhren und Edelmetalle im Wert von mehr als einer Millionen Euro.

"Während der Tatausführung liefen die Männer den ganzen Samstag über mehrfach durch die SB-Bereiche und wurden dabei gefilmt", heißt es in der Mitteilung. Offenbar wechselten sie mehrfach die Kleidung, um nicht aufzufallen. Die Ermittler vermuten, dass die Männer ein Fahrzeug in der Nähe hatten, in dem sie die Beute deponieren und sich umziehen konnten. Nun suchen die Ermittler nach Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben. Zu diesem Zweck wurden Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht. Sämtliche Aufnahmen und weitere Informationen gibt es hier

Nachrichten aus Deutschland

Die Täter wurden von einer Überwachungskamera gefilmt

Quellen: Polizeiinspektion Harburg, Polizeidirektion Lüneburg

Wacken: Festivalgelände erneut teilweise geräumt

Zum zweiten Mal seit Beginn des Wacken-Festivals ist das Gelände in der schleswig-holsteinischen Gemeinde wegen Unwetters am Freitag teilweise geräumt worden. Das Bühnenprogramm pausiere, weil ein Gewitter im Anmarsch sei, teilten die Veranstalter mit. Das Infield, also der Bereich, in dem die Konzerte stattfinden, werde geräumt. Die Besucher sollten sich, wenn möglich, in ein Auto setzen und warten, bis das Gewitter vorbeigezogen sei. Bereits am Mittwoch wurde ein Teil des Veranstaltungsgeländes wegen eines Gewitters vorübergehend gesperrt.

Quelle: dpa

Kassel: Tatverdächtiger nach Mord auf offener Straße in Kassel in Untersuchungshaft

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 21-Jährigen in Kassel ist gegen den 26-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaft verhängt worden. Laut Obduktionsergebnis erlag das opfer seinen Verletzungen durch mehrere Schüsse, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Die Ermittler werfen dem 26-Jährigen Mord vor.    

Er soll in der Nacht zum Donnerstag auf offener Straße den 21-Jährigen erschossen haben. Spezialeinsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Täter nach einem Zeugenhinweis in seiner Wohnung fest. Auslöser der Tat war offenbar ein eskalierender Streit.

Quelle: AFP

Wietze: Mann fliegt nach 37 Jahren ohne Führerschein auf

Ein Mann in Niedersachsen ist seit 37 Jahren ohne Führerschein Auto gefahren - und wegen eines recht harmlosen Unfalls nun aufgeflogen. Er fuhr mit seinem Auto zu nah an der Mittellinie, so dass er mit dem Seitenspiegel gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug stieß, wie die Polizei in Celle am Freitag mitteilte. Die Unfall-Beteiligten hätten sich zuerst noch unterhalten, doch dann habe der Verursacher den Ort des Geschehens aus Angst vor der Polizei verlassen. Die Fahndung führte die Beamten zu einem 63 Jahre alten Mann. Er war, wie sich zeigte, bereits seit fast vier Jahrzehnten ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs. Der Unfall passierte am vergangenen Samstag in Wietze.

Quelle: dpa

Bad Schönborn: Tuberkulose-Ausbruch an Schulen

In Bad Schönborn in Baden-Württemberg sind bislang vier Schüler an Tuberkulose erkrankt. "Die Gesamtzahl der infizierten Schüler und Lehrer an der Schule beläuft sich derzeit auf 109 Personen", teilte das Landratsamt Karlsruhe auf seiner Webseite mit. Untersuchungen nach zunächst zwei Erkrankungen hatten "eine hohe Zahl von Ansteckungen" ergeben. Dabei wurden die zwei weiteren Erkrankungen entdeckt. Die "Badischen Neuesten Nachrichten" (BNN) berichten am Donnerstag, es handle sich um Schüler, Lehrer und Beschäftigte vor allem einer Gemeinschaftsschule. 

Nicht jeder, der angesteckt ist, wird auch krank. Zudem betont die Behörde: "Die Tuberkulose ist heute in der Regel eine behandelbare und heilbare Erkrankung." Tuberkulosefälle gebe es immer mal wieder. So viele Ansteckungen über alle Klassenstufen hinweg seien allerdings "ungewöhnlich", zitiert die Zeitung den Behördenarzt. Um auszuschließen, dass unter den Infizierten noch mehr Erkrankte sind, gibt es weitere Untersuchungen, unter anderem mit Röntgenaufnahmen. Die erste Erkrankung wurde vor den Pfingstferien bei einem Achtklässler der Gemeinschaftsschule festgestellt, die zweite Erkrankung "damit zusammenhängend" an einer Grundschule. Eine Übertragung der durch Bakterien ausgelösten Krankheit Tuberkulose findet nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) über Tröpfchen in der Luft statt. 

Quelle: dpa

Kleve: Sozialpädagoge zeigt sich selbst wegen Kindesmissbrauchs an

Wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs ermittelt die Staatsanwaltschaft im nordrhein-westfälischen Kleve gegen einen Sozialpädagogen aus Kevelaer. Der Anwalt des 49-jährigen Tatverdächtigten reichte Anfang Juli eine Selbstanzeige seines Mandanten bei der Strafverfolgungsbehörde ein, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Darin bezichtigte sich der Beschuldigte demnach selbst, bis 2002 einen Minderjährigen aus seiner Verwandtschaft wiederholt sexuell missbraucht zu haben.    

Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin beim Landgericht Kleve einen Haftbefehl gegen den Mann wegen 40 Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs in der Zeit von 1998 bis 2002. "Die Ermittlungen erstrecken sich auch auf mögliche Taten zum Nachteil weiterer Geschädigter", erklärte der Behördensprecher. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Quelle: AFP

Nürnberg: Polizei schießt Mieter nieder, der mit Metallstange auf Vermieter einschlug

Ein Polizist hat im fränkischen Hilpoltstein einem Mann ins Bein geschossen, der mit einer Metallstange auf seinen Vermieter einschlug und auch die alarmierten Polizeibeamten angriff. Der 70 Jahre alte Vermieter erlitt schwere Verletzungen durch die Schläge, der 39 Jahre alte Mieter kam mit einem Beinschuss ins Krankenhaus, wie die Polizei in Nürnberg am Freitag mitteilte. Dem Angreifer sollte der Haftbefehl wegen versuchten Totschlags eröffnet werden.    

Laut Polizei randalierte der Mieter in dem Haus und zerstörte die Einrichtung. Warum er den im Haus wohnenden Vermieter angriff, müssten die weiteren Ermittlungen ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Nach Eintreffen der Polizei habe der 39-Jährige auch gegenüber den Polizisten eine Angriffshaltung gezeigt, auf einen Warnschuss und den Einsatz von Pfefferspray habe er nicht reagiert. Als der Mann mit seiner Stange auf die Polizeibeamten losgegangen sei, sei es zum Schusswaffengebrauch gekommen.

Quelle: AFP

Hamburg: Viereinhalb Tonnen Kokain im Hamburger Hafen beschlagnahmt

Der Zoll hat in einem Schiffscontainer im Hamburger Hafen die Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain mit einem Straßenverkaufswert von fast einer Milliarde Euro beschlagnahmt. Die Drogen seien vor rund zwei Wochen bei einer Kontrolle entdeckt worden, teilte das Hamburger Hauptzollamt am Freitag mit. Es handle sich um die größte Kokainlieferung, die in Deutschland je entdeckt worden sei.

Quelle: AFP

Hude: Weltkriegsmine in See gesprengt

In der Nähe von Oldenburg ist eine drei Meter lange Weltkriegs-Torpedomine kontrolliert gesprengt worden. Die Seemine war am Donnerstag bei Bauarbeiten in der niedersächsischen Gemeinde Hude entdeckt worden, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Gegend evakuiert wurde, trennten Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am späten Abend Treib- und Sprengkörper der Mine voneinander. Der Sprengkörper wurde dann zu einer Kiesgrube transportiert und dort in der Nacht auf Freitag gesprengt. Die Anwohner durften im Anschluss in ihre Häuser zurückkehren. Die Mine war laut Polizei vermutlich von deutschen Soldaten bei ihrem Rückzug eingegraben worden, um die Straße zu sprengen, wenn sie von alliierten Kräften benutzt worden wäre.

Quelle: dpa

Hauzenberg: Bürgermeisterin erhält Drohbriefe

Die Bürgermeisterin von Hauzenberg (Landkreis Passau), Gudrun Donaubauer, hat in den vergangenen Tagen mehrere Drohbriefe erhalten. Zwei der Briefe hätten eine tote Maus enthalten, sagte Donaubauer (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. In einem dritten Brief sei eine pulverähnliche Substanz gewesen. Die Briefe seien sowohl an das Rathaus geschickt worden als auch zu ihr nach Hause. Donaubauer vermutet einen Zusammenhang mit geplanten Windrädern in der Gemeinde. Denn bei den Briefen seien kopierte Artikel zum Thema gewesen. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk berichtet. 

Donaubauer hat Anzeige erstattet. Die Polizei war am Abend für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Hauzenberg ist eine rund 12 000 Einwohner zählende Gemeinde in Niederbayern. Zu den geplanten Windkrafträdern ist nach Angaben von Donaubauer noch keine Entscheidung gefallen.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 1. August 2019

Langelsheim: 19-Jähriger soll Baby zu Tode geschüttelt haben

Ein junger Mann soll in Langelsheim am Harz den vier Monate alten Sohn seines Bruders zu Tode geschüttelt haben. Der 19-Jährige werde wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge dem Haftrichter vorgeführt, teilte die Polizei in Goslar am Donnerstag mit. Der Verdächtige habe die Tat bei der polizeilichen Vernehmung eingeräumt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der 19-Jährige hatte nach Angaben der Ermittler am 19. Juli auf die beiden Kinder seines älteren Bruders aufgepasst. Am Nachmittag habe er dann beim Rettungsdienst angerufen und diesen über den schlechten Gesundheitszustand des Säuglings informiert. Der kleine Junge war anschließend mit dem Hubschrauber in die Kinderklinik nach Hannover geflogen worden, wo er einen Tag später starb.

Die Obduktion habe ergeben, dass der Säugling als Folge einer Gewalteinwirkung gestorben ist, sagte der Polizeisprecher. Der aus Goslar stammende 19-Jährige, der zum Tatzeitpunkt in der Wohnung seines Bruders in Langelsheim lebte, wurde am Mittwoch festgenommen. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Quelle: dpa

Hamburg: Schlange erschreckt Eisdielen-Besucher

Lange Schlangen vor Eisdielen sind bei den warmen Temperaturen nichts besonderes. Anders sieht es aus, wenn sich eine echte Schlange in der Toilette einer Eisdiele ringelt. So geschehen in einem Hamburger Eiscafé, wie die "Hamburger Morgenpost" berichtete. 

Dort fand ein Gast am Dienstagabend ein rund 70 Zentimeter langes Reptil, das sich an einem Fenster schlängelte. "Es war für alle eine Riesenschrecksekunde", sagte Eisdielenbesitzer Boban Dimcic der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Polizei sei rasch vor Ort gewesen. "Die Kollegen haben dann einen Reptilienexperten hinzugezogen", sagte ein Polizeisprecher.

Der Fachmann habe die Schlange als harmlose Kornnatter identifiziert, die eigentlich in Nordamerika beheimatet ist. Ein Polizeibeamter habe das Tier dann eingefangen und ins Tierheim gebracht. Wie die Schlange in die Toilette der Eisdiele kam, war zunächst nicht bekannt.

Quelle: dpa

Prittriching: Bundeswehr-Pilot mit Laser geblendet

Ein Pilot eines Bundeswehrhubschraubers ist in der Nähe des Fliegerhorstes Lechfeld in Bayern mit einem Laser geblendet und verletzt worden. Der 42-Jährige erlitt eine Netzhautablösung und ist derzeit nicht dienstfähig, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Soldat hatte am Montag bei Dämmerung die Gemeinde Prittriching in Oberbayern überflogen, als ihn ein grelles  weiß-bläuliches Blitzen blendete. Wenig später habe sich ein grauer Fleck im Sichtfeld gebildet. Der Pilot vermute, von einem Laserlicht vom Boden aus getroffen worden zu sein. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und gefährlicher Körperverletzung ein.

Quelle: dpa

Breitenburg: Hand eines Stahlarbeiters von Stange aufgespießt

Ein schwerer Arbeitsunfall ereignete sich am Donnerstagmorgen im schleswig-holsteinischen Breitenburg. Eine 14 Meter lange Stahlstange bohrte sich durch die Hand eines Arbeiters einer ortsansässigen Stahlfirma. Der Vorfall ereignete sich während der Frühschicht. Rettungssanitäter und Feuerwehr leisteten erste Hilfe und mussten die Stahlstange durchtrennen. Der verletzte Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum Boberg gebracht, wie die "Mopo" berichtete.

Quelle: "Hamburger Morgenpost"

Offenburg: Mann ruft wegen Heuschrecke in Schlafzimmer die Polizei

 Weil sich ein mysteriöses Tier in sein Schlafzimmer verirrte, hat ein besorgter Mann aus Baden-Baden die Polizei zur Hilfe gerufen. Er habe den Beamten am Mittwoch telefonisch von einer "unheimlichen Begegnung" mit einem "ihm unbekannten Tier" berichtet, teilten die zuständigen Ordnungshüter in Offenburg am Donnerstag mit. Die Rede war von einer "größeren Spinne", die aber "ganz anders" aussah. Da er besorgt war, dass es sich hierbei möglicherweise um eine gefährliche, eingeschleppte Art handelte, fing er es ein und verständigte die Polizei", erklärten die Beamten. Diese rückten wenig später an und konnten den Mann beruhigen. "Sie entließen die Heuschrecke wieder auf freien Fuß", hieß es im Polizeibericht.

Quelle: dpa

Kassel: 21-Jähriger auf offener Straße erschossen

In Kassel hat ein 26 Jahre alter Mann in der Nacht zum Donnerstag auf offener Straße einen 21-Jährigen erschossen. Spezialeinsatzkräfte konnten den mutmaßlichen Täter nach einem Zeugenhinweis in seiner Kasseler Wohnung festnehmen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. "Auch die mutmaßliche Tatwaffe konnte sichergestellt werden", heißt es in der Pressemitteilung. Auslöser der Tat war demnach offenbar ein eskalierender Streit in dessen Anschluss der Ältere auf den Jüngeren schoss. Der Getroffene verstarb am Tatort. Der mutmaßliche Schütze flüchtete zunächst.     

Der Tatverdächtige sollte noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Leichnam des Getöteten sollte obduziert werden.

Quelle: AFP, Polizeipräsidium Nordhessen    

Mannheim: Unbekannte stehlen in Heidelberg mehr als 40 Fensterläden

Ungewöhnliche Beute in größerem Umfang haben unbekannte Diebe im baden-württembergischen Heidelberg gemacht. An einem Haus wurden auf der gesamten Straßenseite mehr als 40 Fensterläden gestohlen, wie die Polizei in Mannheim am Donnerstag mitteilte. Womöglich seien sie mit Hilfe eines Hockers oder einer Leiter abmontiert worden. Den Schaden bezifferte die Polizei auf mehrere tausend Euro.    

Ein Bewohner des Hauses bemerkte den Diebstahl demnach um kurz nach Mitternacht, als er den Klappladen seines Fensters schließen wollte. Dieser war aber seit der letzten Benutzung am früheren Mittwochabend abhanden gekommen. "Bei einer Überprüfung bemerkte er, dass im gesamten Bereich auf seiner Straßenseite die Klappläden fehlten", erklärte die Polizei. Die Beamten hoffen nun auf Zeugen.     

Quelle: AFP

Rostock: "Marsimoto"-Statue gestohlen

Nachrichten aus Deutschland

Die Marsimoto-Statue in der Rostocker City stand gerade mal zwei Tage

Nach dem Diebstahl einer Statue zu seinen Ehren hofft Rapper Marteria auf Fan-Mithilfe. "Wer hat mein geliebtes Marsi-Denkmal und Hansa's Glücksbringer zum Sieg geklaut?", fragte der Musiker aus Rostock in den sozialen Netzwerken. Für Hinweise versprach er eine "riesen Belohnung". 

Die Statue war am Montag in der Rostocker Innenstadt aufgestellt worden und nach nur knapp zwei Tagen gestohlen worden. Sie zeigte die Marteria-Kunstfigur "Marsimoto" - einen Mann in Sneakern, Kapuzenjacke und mit Gesichtsmaske. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, wie ein Sprecher mitteilte. Neue Hinweise gab es am Donnerstag nach Polizeiangaben zunächst nicht.

Quelle: dpa, Instagram

Bad Doberan: 70-Jährige sexuell belästigt

Am Mittwoch wurde eine 70-jährige Frau in der Innenstadt von Bad Doberan sexuell belästigt. Wie die Polizei berichtet, trafen die Frau und ein ihr unbekannter Mann zunächst aufeinander. "In Folge wurde sie von ihm überwältigt und mit sexueller Absicht berührt. Passanten eilten ihr zur Hilfe. Daraufhin flüchtete  der Tatverdächtige", heißt es im Polizeibericht. Im Rahmen einer sofortigen Fahndung wurde ein 21-Jähriger Mann als Tatverdächtiger festgenommen. 

Quelle: Polizei Rostock

Haltern: Zahl der Ertrunkenen in Deutschland gesunken

Die Zahl der Ertrunkenen in Deutschland ist in den ersten sieben Monaten leicht um 29 Todesfälle auf mindestens 250 Tote gesunken. Nach der am Donnerstag von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) veröffentlichten Zwischenbilanz lässt sich der Rückgang mit der Witterung erklären, der Frühling und der Juli als erster Sommermonat hätten weniger Badewetter gehabt als 2018. So ertranken im sehr warmen Mai 2018 mindestens 51 Menschen, in diesem Jahr 28.    

Nach Bundesländern fiel die Entwicklung allerdings stark unterschiedlich aus. So stieg die Zahl der Badetoten in Bayern um 20 auf 65 Fälle, während es in Niedersachsen einen Rückgang um sieben Tote auf 29 gab. Unverändert sind ungesicherte Badestellen mit Abstand der häufigste Ort für tödliche Badeunfälle. Mindestens 231 Menschen kamen dort ums Leben, das sind über 90 Prozent der Gesamtzahl. 131 starben in Seen und Teichen, 76 in Flüssen, jeweils neun in einem Kanal oder Bach, fünf in Hafenbecken, einer in einem Graben. DLRG-Sprecher Achim Wiese erklärte, die Organisation sei weiterhin bereit, mit Kommunen oder Landkreisen zusammenzuarbeiten. "Ein simples Badeverbotsschild reicht eben nicht aus, um Menschen vom Sprung ins unbewachte und vor allem unbekannte Gewässer abzuhalten." In Schwimmbädern starben nach der DLRG-Statistik sechs Menschen, in der Ostsee ebenfalls sechs, in der Nordsee ein Mensch. Im Geschlechtervergleich lag der Anteil der Frauen mit 19 Prozent deutlich unter dem der Männer. Die DLRG führt dies auf das Verhalten der Männer zurück. Hauptgründe für das Ertrinken seien das Baden an unbewachten Stränden sowie Alkohol, Leichtsinn und Selbstüberschätzung.

Quelle: AFP

Memmingen: Milchviehhöfe nach Tierquälerei-Vorwürfen durchsucht

Nach den Tierquälerei-Vorwürfen gegen Verantwortliche eines großen Allgäuer Milchviehbetriebs wird gegen neun Verdächtige ermittelt. Dies gaben Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Memmingen bekannt. Beim Polizeipräsidium in Kempten wurde eine 30-köpfige Sonderkommission gegründet. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe gegen den Betrieb in Bad Grönenbach seit drei Wochen prüft, sieht die Behörde den Verdacht von tierschutzrechtlichen Verstößen gegeben. Am Mittwoch wurden daher 21 Objekte durchsucht, darunter der Betrieb in Bad Grönenbach. Ermittelt wird gegen sechs Beschäftigte des Unternehmens und drei Tierärzte, die für das Wohl der Rinder in dem Betrieb verantwortlich waren. In dem Großbetrieb im Unterallgäu sollen Kühe misshandelt worden sein. Eine Tierrechtsorganisation hatte entsprechende Videoaufnahmen öffentlich gemacht. Das Unternehmen war auch am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Landratsamt belegte den betroffenen Milchviehbetrieb mit Auflagen, sieht von einer Schließung jedoch zunächst ab. "Unter anderem muss der Landwirt einen Tierschutzbeauftragten einsetzen", sagte eine Sprecherin des Landratsamts Unterallgäu in Mindelheim der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Dieser solle überwachen, dass Tierschutzgesetze eingehalten werden. Zudem sei dem Betrieb das Töten von Rindern bis auf Weiteres untersagt. Vor einem Transport zu einem Schlachthof müssen Tiere überdies von einem amtlichen Tierarzt untersucht werden, wie die Behörde auf ihrer Internetseite schrieb. "Eine Betriebsschließung kommt im vorliegenden Fall zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Betracht", sagte die Sprecherin. "Dadurch wäre auch den Tieren nicht geholfen. Diese sind und werden versorgt."

Quelle: dpa

Flensburg: Regen setzt Straßen unter Wasser

Starker Regen hat am Mittwochnachmittag zahlreiche Straßen in der Flensburger Innenstadt überspült. Einige Straßen wurden wegen des hohen Wasserstands gesperrt, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle sagte. Besonders am Hafen gab es Probleme. Dort reichte das Wasser bis an die Gebäude ran. Verletzte oder Unfälle gab es nach Angaben der Leitstelle nicht. Einige Passanten waren barfuß unterwegs, ihnen reichte das Wasser bis an die Waden. Am Mittwochnachmittag galten Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Quelle: dpa

Wuppertal: Schwebebahn fährt wieder

Wuppertal hat seine Schwebebahn wieder: Nach achteinhalb Monaten Zwangspause haben die Hängezüge am Donnerstagmorgen ihren Betrieb wieder aufgenommen. "Wir fahren", meldete Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan. Um 05.12 Uhr verließ die erste Bahn den Bahnhof Vohwinkel.

"Wuppertal hängt an seiner Schwebebahn", sagte Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD). "Sie ist nicht nur unser wichtigstes Verkehrsmittel mit über 80 000 Fahrgästen am Tag und unser weltbekanntes Wahrzeichen. Die Schwebebahn ist auch ein Teil unseres Wuppertaler Lebensgefühls. Alle haben sie vermisst und den Neustart herbeigesehnt. Für Wuppertal ist es das Comeback des Jahres."

Im November war eine Stromschiene auf mehreren Hundert Metern Länge vom Trägergerüst abgestürzt. Zwar wurde niemand verletzt, doch der Betrieb auf der 13,3 Kilometer langen Trasse wurde erstmal eingestellt. Nach Angaben der Stadtwerke wurden seitdem mehrere Sicherungen eingebaut. Als Ersatz setzte die Stadt Busse ein, doch die sind lange nicht so schnell, da die Schwebebahn rote Ampeln und Staus einfach überfliegen kann.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 31. Juli 2019:

Wacken: Gelände von "Wacken Open Air" teilweise wegen Unwetters geräumt

Wegen Unwetters ist das "Wacken Open Air"-Gelände am Mittwochabend teilweise geräumt worden. Im Wackinger Village und im Bereich vor einer Bühne wurden die Fans aufgefordert, das Gelände zu verlassen und in den Fahrzeugen Schutz zu suchen, wie die Polizei mitteilte. Diese beiden Bereiche waren für die Besucher bereits zugänglich, das übrige Gelände wird am Donnerstag eröffnet.

Betroffen war auch der Auftritt der "Wacken Firefighters". Die Show der örtlichen Feuerwehrkapelle gilt als inoffizieller Auftakt des Festivals. Sie wurde nach dem dritten Lied abgebrochen. Der Campingplatz war nicht betroffen.

Ludwigsburg: Dreijähriger von Hund ins Gesicht gebissen

Ein Dreijähriger ist in Baden-Württemberg von einem Hund ins Gesicht gebissen worden. Der Junge war mit seiner Familie auf einem Radweg in Ludwigsburg unterwegs, als ihnen ein 25-jähriger Radfahrer mit seinem angeleinten Hund entgegenkam, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Beim Passieren der Fußgänger riss sich die 14 Monate alte Mischlingshündin los und biss dem Kind ins Gesicht.    

Das Tier riss gleichzeitig den 25-Jährigen vom Fahrrad. Der Dreijährige wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Der Hund wurde von der Polizei beschlagnahmt und in ein Tierheim gebracht. Die Polizeihundeführerstaffel hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Quelle: dpa, Polizei Ludwigsburg

Offenburg: Mann findet verweste Leichen in Zelt in Wald

In einem Zelt in einem Waldstück bei Lauf in Baden-Württemberg hat ein Mann am Mittwoch zwei Leichen gefunden. Der Mann und die Frau seien aufgrund ihres Zustands nicht mehr zu identifizieren gewesen, teilten die Staatsanwaltschaft Baden-Baden und das Polizeipräsidium Offenburg am Mittwoch mit.

Die Polizei leitete Ermittlungen zur Todesursache sein, Rechtsmediziner sollten die sterblichen Überreste untersuchen. Es müsse auch geklärt werden, ob es einen Zusammenhang mit einem im Frühjahr über mehrere Wochen in dem Bereich abgestellten Auto gebe.

Quelle: AFP

Freiburg: Feuerwehrmann nach Brandstiftungen in Haft

Nach einer Serie von Brandstiftungen an Scheunen im baden-württembergischen Landkreis Emmendingen sitzt ein 20-Jähriger in Untersuchungshaft. Der Verdächtige sei aktives Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Freiburg mit. Ihm werden acht Brandstiftungen und eine versuchte Brandstiftung vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler gestand der Mann aus Herbolzheim, die Feuer seit Mitte Mai in der Umgebung seines Wohnorts gelegt zu haben. Eine aus knapp 30 Polizisten bestehende Ermittlungsgruppe hatte nach dem Brandstifter gesucht. Sie erhielt demnach viele Hinweise aus der Bevölkerung, auch auf den Tatverdächtigen. Er wurde am Montag festgenommen und sitzt seit Dienstag in Haft.

Zum Motiv gebe bislang "noch keine schlüssigen Erkenntnisse", erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft. Bei den Bränden war an Gebäuden, Inventar und landwirtschaftlichen Geräten ein Schaden von schätzungsweise mehr als einer Million Euro entstanden. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen.

Quelle: AFP

Frankfurt: Urnendiebstähle geben Polizei Rätsel auf

Sechs mysteriöse Urnendiebstähle beschäftigen die Polizei in Frankfurt am Main. Unbekannte öffneten in der vergangenen Woche mehrere Grabplatten auf einem Friedhof im Stadtteil Höchst, um die Urnen zu stehlen, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten.    

Laut einer Sprecherin ist nicht auszuschließen, dass Metalldiebe am Werk waren, denn in den Urnen sei Kupfer verarbeitet. Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe sowie Diebstahls und hofft auf Zeugen.

Quelle: AFP

Saarbrücken: Evangelischer Pfarrer wegen Kinderpornos vor Gericht

Ein evangelischer Pfarrer im Saarland ist wegen des Verdachts auf Besitz von kinderpornografischen Bildern angeklagt worden. Er soll auch jugendpornografische Bilder besessen und sich beschafft haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte. Der Mann war nach Hinweisen von US-amerikanischen Stellen an deutsche Behörden ins Visier der Ermittler geraten. Der 65-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft versucht haben, mindestens ein Bild über eine E-Mail-Adresse zu verschicken. Zuvor hatten mehrere Medien über die Anklage berichtet.

Den Angaben zufolge wurden bei einer Durchsuchung Ende Oktober 2018 entsprechende Bilder auf dem Computer des Geistlichen gefunden. Die Herkunft des Materials sei unbekannt, hieß es. Die Anklage wurde Mitte Juni erhoben.

Die Evangelische Kirche im Rheinland teilte mit, das Landeskirchenamt haben den Pfarrer beurlaubt und "einstweilen seines pfarramtlichen Dienstes enthoben". Weitere Angaben könnten "aus Gründen der Fürsorge" nicht gemacht werden, hieß es von der Pressestelle in Düsseldorf.

Quelle: dpa

Oberfranken: Smart auf der A9 bis zum Anschlag beladen

In Oberfranken stoppte die Polizei am Dienstag einen Smart, der bis zum Dach mit den Habseligkeiten seines 52-jährigen Fahrers beladen war. "Durch die Beladung des Fahrzeuges war die Sicht erheblich beeinträchtigt und somit die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben", teilten die Beamten mit. Außerdem habe für den Smart seit Anfang 2019 keine gültige Zulassung und damit kein Versicherungsschutz mehr bestanden. Einen gültigen Führerschein hatte der Fahrer ebenfalls nicht dabei.  

Nachrichten aus Deutschland

Zweifelhafte Maßarbeit: In dem Smart war kaum noch Platz für den Fahrer selbst

Quelle: Polizei Oberfranken

Siegen: Waffenlager bei 68-Jährigem entdeckt

Bei einer Hausdurchsuchung im nordrhein-westfälischen Bad Berleburg haben Ermittler mehr als 30 Schuss- und Stichwaffen sowie rund 250 Kilogramm Munition gefunden. Unter den im Wohnhaus eines 68-Jährigen entdeckten Schusswaffen befanden sich auch Maschinenpistolen und Pumpguns, wie die Polizei am Mittwoch in Siegen mitteilte. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.    

Einem Polizeisprecher zufolge gab es aber in dem Fall keinen Bezug zur sogenannten Reichsbürgerszene. Waffen und die Munition wurden von der Polizei gesichert. Gegen den 68-Jährigen leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ein.

Quelle: AFP

Düsseldorf: Geisterfahrer 60 Kilometer auf der Autobahn unterwegs

Auf drei Autobahnen in Nordrhein-Westfalen ist ein 72 Jahre alter Mann insgesamt rund 60 Kilometer lang in der falschen Richtung unterwegs gewesen. Beamte stoppten den Geisterfahrer am Mittwochmorgen auf der A46 am Kreuz Neuss-West, wie die Polizei mitteilte. Demnach war der Mann auf der A44 in Richtung Mönchengladbach auf die falsche Spur geraten und später auf die A61 in Richtung Venlo gewechselt. Danach habe er seinen Irrweg auf der A46 fortgesetzt. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der 72-Jährige verfahren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen, hieß es. Zunächst hatte der WDR darüber berichtet.

Quelle: dpa

Frankfurt: Löwin im Zoo eingeschläfert

Die junge Löwin Mira aus dem Zoo in Frankfurt am Main ist wegen einer Schädelfehlbildung eingeschläfert worden. Wie es zu den Veränderungen am Kopf und im Gehirn kam, sei unklar, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Demnach hatte sich das im April 2018 geborene Jungtier gut entwickelt, bis im Alter von etwa zwölf Monaten erste Auffälligkeiten in der Bewegungskoordination aufgetreten seien. Trotz einer symptomatischen Behandlung sei keine Besserung eingetreten. Das Tier habe keine Infektion gehabt, auch die Blutwerte seien unauffällig gewesen. CT- und MRT-Untersuchungen zeigten jedoch eine Kleinhirnhernie, eine strukturelle Veränderung des Schädels. Auf diese Missbildung seien vermutlich die gestörten Bewegungsabläufe der Löwin und ihr gelegentlich abwesend wirkender Blick zurückzuführen gewesen.    

Über Monate habe es die Hoffnung gegeben, dass sich Miras Gesundheit durch medizinische Begleitung und Wachstum verbessern könnte. Sie habe Phasen gehabt, in denen keine Symptome sichtbar gewesen seien. Letztlich seien die Bemühungen der Zootierärzte und Tierpfleger aber ohne Erfolg geblieben.    

"Da nicht auszuschließen war, dass Mira auch unter starken Kopfschmerzen litt und eindeutig klar war, dass sie keine Chance auf ein normales soziales Löwenleben hatte, mussten wir in Abstimmung mit dem Zuchtbuch für Asiatische Löwen und den zuständigen Veterinärbehörden die Entscheidung treffen, Mira zu erlösen", erklärte Zoodirektor Miguel Casares. In den vergangenen Wochen habe sich Mira taumelnd und unsicher bewegt. Es sei "sehr traurig", Mira zu verlieren, teilte Casares mit. Da es aber keine Behandlungsmöglichkeiten mehr gegeben habe, sei "jede weitere Verzögerung nicht zu verantworten gewesen".     

Quelle: AFP

Gedern: Badegäste retten Dreijährige aus See

Badegäste haben in Hessen einem dreijährigen Mädchen aus Sachsen-Anhalt das Leben gerettet. Das Kind trieb am Dienstagnachmittag leblos im Gederner See in Mittelhessen am Rand eines Schwimmbereichs, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Badegäste entdeckten das Mädchen, zogen es an Land und belebten es wieder. Rettungskräfte übernahmen die weitere Versorgung der Dreijährigen und brachten sie mit einem Hubschrauber in eine Klinik.

Wie es zu dem Notfall kommen konnte, wollen die Ermittler mit Hilfe von Zeugen klären. "Es besteht der Verdacht, dass das Kind unbeaufsichtigt mit weiteren Kindern am See spielte." Wo die Eltern währenddessen waren, war zunächst unklar.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 31. Juli

Ratingen: Tesla brennt aus ungeklärter Ursache komplett ab

Nachrichten aus Deutschland

Die Überreste des abgebrannten Tesla

Von einem Tesla ist in einem Wohngebiet in Ratingen-Breitscheid im Kreis Mettmann in NRW nicht viel mehr als ein Haufen Asche übrig geblieben. Wie die Polizei berichtet, brannte das Elektroauto in der Nacht zum Dienstag auf einem Parkplatz komplett aus. Ein Anwohner hatte demnach in der Nacht einen lauten Knall wahrgenommen. "Als er auf die Straße lief um nachzuschauen, stellte er fest, dass dort ein Tesla brannte. Der Mann alarmierte umgehend die Feuerwehr, welche wiederum die Polizei über den Brand informierte", teilen die Beamten mit. Die Einsatzkräfte fanden bei ihrem Eintreffen ein vollends in Flammen stehendes Auto vor. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, aber nicht verhindern, dass der Wagen völlig abbrannte.  Auch ein etwa vier Meter danebenstehender BMW sei durch die enorme Hitzeentwicklung beschädigt worden. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 50.000 Euro. 

Es ergaben sich dem Bericht zufolge vor Ort keinerlei Hinweise auf die Brandursache. Das Wrack wurde für die Ermittlungen sichergestellt. "Aufgrund der schwierigen Spurenlage vor Ort kann derzeit weder ein technischer Defekt noch eine vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung ausgeschlossen werden", heißt es. Hinweise auf Verdächtige Personen ergaben sich zunächst nicht. 

Quelle: Polizei Mettmann

Freiburg: Pilot stirbt bei Absturz von Segelflugzeug 

Beim Absturz eines Segelflugzeugs in Baden-Württemberg ist der Pilot ums Leben gekommen. Der Mann sei am Dienstagnachmittag bei Rickenbach nahe einem Golfklub abgestürzt, teilte die Polizei in Freiburg mit. Erkenntnisse zur Unfallursache lagen zunächst nicht vor. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen die Ermittlungen auf. Auch zur Identität des Toten wurden noch keine Angaben bekannt.

Quelle: AFP

München: Suche nach verschwundener Mutter und Tochter geht weiter

Im Fall einer seit gut zwei Wochen verschwundenen Mutter und ihrer Tochter hat die Polizei erneut in einem Wald im Südosten von München gesucht. Rund 100 Beamte seien am Dienstag unter anderem mit Suchstöcken und Schaufeln unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher. Auch Diensthunde wurden eingesetzt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Vermissten im Alter von 41 und 16 Jahren vom neuen Ehemann der Mutter getötet wurden. Der 44-Jährige sitzt seit Tagen unter anderem wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Welche Hinweise die Polizei hat, dass in dem Waldstück die Leichen der Vermissten versteckt sein könnten, blieb am Dienstag weiter unklar.

Quelle: dpa

Olpe: Schäferhunde verletzen Neunjährige schwer

In Nordrhein-Westfalen haben zwei Schäferhunde einem neunjährigen Mädchen schwere Bisswunden zugefügt. Die Hundebesitzerin ging mit ihren Tieren nach Polizeiangaben vom Dienstag im Wald in Hofolpe spazieren, als sie eine Feriengruppe bemerkte. Sie habe die Hunde noch anleinen wollen, jedoch seien sie direkt auf die Gruppe zugestürmt und hätten zwei Neunjährige angegriffen.    

Ein Junge stürzte demnach beim Fluchtversuch am Montag, konnte den angreifenden Hund jedoch abwehren. Daraufhin griffen beide Schäferhunde das Mädchen an, wie es hieß. Auch die Hundebesitzerin habe ihre Tiere nicht von dem Kind zerren können. Sie hätten erst von dem Mädchen abgelassen, als ein Mann zu Hilfe gekommen sei. Ein Rettungswagen brachte das Kind in ein Krankenhaus.

Quelle: AFP

Solingen: Wanderer bei Pinkelpause von Wespen attackiert

Bei einer Pinkelpause im Wald ist ein Mann bei Solingen in Nordrhein-Westfalen einem Wespennest zu nahe gekommen und von den Tieren derart bedrängt worden, dass er sich auf der Flucht leicht verletzte. "Die schwarz-gelben Tiere starteten unverzüglich einen Angriff auf den Wanderer, der im Laufschritt flüchtete", teilte die Polizei in Wuppertal am Montagabend mit. Demnach stürzte der von den Wespen verfolgte 37-jährige Spaziergänger über eine Baumwurzel und lädierte sich das Bein. Zudem bekam er mehrere Wespenstiche ab. Ende Juli und August ist die Volksstärke eines Wespennestes am Größten, heißt es in der Polizeimeldung.     

Ein Rettungswagen brachte den Wanderer in ein Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich am Montag in einem Wald bei Solingen. Der Polizei wurde ein Verletzter nach einem Unfall im Wald gemeldet. Beamte machten sich auf die Suche und stießen auf dem am Boden liegenden Spaziergänger. "Die Wespen waren bei Eintreffen der Polizei bereits geflüchtet", heißt es von Seiten der Beamten.

Quellen: dpa, Polizei Wuppertal

Duisburg: Mann will Feuerwehrleute aus verrauchter Wohnung schubsen

Ein 39-Jähriger in Duisburg hat Feuerwehrleute aus seiner Wohnung schubsen wollen, aus der sie ihn gerade retten wollten. Laut Polizei hatte es am Montag stark gequalmt - die von Nachbarn alarmierten Feuerwehrleute scheiterten aber zunächst damit, den Mann raus zu holen. Die Polizei kam dazu, der 39-Jährige kam schließlich mit auf die Straße. Dort habe der Mann die Rettungskräfte beleidigt und an den Absperrungen vorbei wieder in die Wohnung gewollt, so die Polizei in einer Mitteilung vom Dienstag. Letztlich legten ihm die Beamten Handschellen an und brachten ihn zur Wache. Nachdem die Feuerwehr die Wohnung gelüftet hatte, durfte der Mann wieder nach Hause gehen. Ursache für den Qualm war angebranntes Essen in einer Pfanne. Der Mann soll eine Anzeige wegen Widerstands bekommen.

Quelle: dpa

Bremen: Vermeintliche Geiselnahme durch Zwölfjährigen mit Waffe löst Polizeieinsatz aus

Eine vermeintliche Geiselnahme durch einen Zwölfjährigen hat in Bremen einen Einsatz von Spezialkräften der Polizei ausgelöst. Mehrere Zeugen beobachteten nach Angaben der Beamten vom Dienstag, wie ein Junge am späten Montagabend einer Frau im Stadtteil Burglesum eine Waffe an den Kopf hielt und anschließend mit ihr in einem Wohnhaus verschwand. Die Polizei löste Großalarm aus und zog zahlreiche Einsatzkräfte zusammen. Auch Spezialkräfte wurden entsandt.    

Vor Ort klärte sich die Lage allerdings schnell auf, sie erwies sich als völlig harmlos. Der Junge im Alter von zwölf Jahren hatte mit einer Spielzeugpistole auf der Straße gespielt, die mutmaßlich bedrohte Frau war seine 24-jährige Schwester. Die Polizei wollte nach eigenen Angaben prüfen, ob die Familie eventuell die Einsatzkosten tragen muss.

Quelle: AFP

Bad Bentheim: Güterzug fährt in Kuhherde

Ein mehr als 2000 Tonnen schwerer Güterzug ist in der Nacht zum Dienstag in Niedersachsen in eine Kuhherde gefahren und hat zwei Tiere getötet. Nach Angaben der Bundespolizei in Bad Bentheim stand eine aus 16 Kühen bestehende Herde bei Delmenhorst auf den Gleisen, als der Zug gegen Mitternacht die Stelle passierte. Die Lok des 561 Meter langen und rund 2100 Tonnen schweren Zugs wurde bei dem Aufprall beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Eine Ersatzlok musste diesen in den Güterbahnhof von Delmenhorst zurückschieben.    

Die Bahnstrecke zwischen Bremen und Oldenburg war laut Bundespolizei in der Nacht rund fünf Stunden gesperrt. Die überlebenden Kühe flohen und kehrten selbstständig auf den Hof ihres Besitzers zurück. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang.

Quelle: AFP

Konstanz: Leichtes Erdbeben am Bodensee

In der Nähe des Bodensees hat in der Nacht zum Dienstag die Erde spürbar gebebt. Etwa elf Kilometer nordwestlich von Konstanz ereignete sich um 1.17 Uhr laut Erdbebendienst Südwest ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,7. Vorausgegangen war ein kleineres Beben etwa zehn Minuten zuvor mit der Stärke 2,7. Bei der Polizei hätten etwa 100 besorgte Menschen aus dem Kreis Konstanz und dem westlichen Bodenseekreis angerufen, sagte ein Sprecher am Vormittag. Es waren zunächst keine Schäden infolge der Erdstöße bekannt. Den Angaben nach wurde auch niemand verletzt.

Quelle: dpa

Kirchardt: 5000 Puten sterben bei Hofbrand

Nachrichten aus Deutschland

Ein Putenhof in Kirchardt im Landkreis Heilbronn steht in Flammen

DPA

Bei einem Brand auf einem Geflügelhof im baden-württembergischen Kirchardt sind rund 5000 Puten verendet. Wie die Polizei am Dienstagmorgen in Heilbronn mitteilte, brannte der Stall in der Nacht völlig nieder. Feuerwehrleute hätten durch ihren schnellen Einsatz verhindert, dass die Flammen auf einen weiteren Putenstall übergriffen. Die Brandursache war zunächst unklar, der Schaden wurde auf dreieinhalb bis vier Millionen Euro geschätzt.    

Die Einsatzkräfte waren nach Angaben der Beamten in der Nacht zum Dienstag gegen 23 Uhr alarmiert worden. Auch eine Lagerhalle mit rund 500 Tonnen Getreide und 200 Strohballen brannte nieder. Die Feuerwehr musste Schlauchleitungen über eine Strecke von mehr als zwei Kilometern legen, um ihre Wasserversorgung zu sichern.  

145 Feuerwehrleute waren auf dem Bauernhof im Einsatz, letzte Nachlöscharbeiten dauerten am Dienstagmorgen laut Polizei noch an. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Den Angaben der Beamten zufolge kam es während des Einsatzes in der Nacht zu Behinderungen durch Schaulustige. Die Polizei rief unter anderem über den Kurzbotschaftendienst Twitter dazu auf, sich von der Brandstelle zu entfernen und die Helfer nicht zu stören. 

Quelle: AFP

Hofheim: 1000 brennende Strohballen beeinträchtigen Bahn- und Autoverkehr in Hessen

Rund 1000 brennende Strohballen haben in der Nacht zum Dienstag bei Hofheim am Taunus in Hessen zu erheblichen Verkehrsstörungen geführt. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten nach Angaben der Polizei eine Autobahn und eine ICE-Strecke der Deutschen Bahn zeitweise sogar ganz gesperrt werden.    

Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es wegen der andauernden Löscharbeiten am Dienstagmorgen noch immer zu Verspätungen. Betroffen war demnach die ICE-Trasse von Köln in Richtung Frankfurt am Main. Aus Rücksicht auf die Einsatzkräfte am Brandort verkehrten Züge mit reduzierter Geschwindigkeit und hatten 15 bis 20 Minuten Verspätung, erklärte das Unternehmen. Die brennenden Strohballen befanden sich nach den Angaben der Polizei auf einem Feld der Gemeinde Hofheim am Taunus östlich von Frankfurt am Main. Autofahrer hatten die Flammen gegen 23 Uhr von der nahen Autobahn 66 und einer Landstraße aus gesehen und den Notruf gewählt. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Beamten schlossen Brandstiftung nicht aus und baten um Zeugenhinweise.

Quelle: Hofheim

Juli trotz Hitzerekorden kein außergewöhnlicher Wettermonat

Trotz gleich mehrerer Hitzerekorde ist der Juli in Sachen Temperatur kein außergewöhnlich heißer Monat gewesen. Im Schnitt lagen die Temperaturen zwar rund zwei Grad über dem vieljährigen Mittel, dies sei aber nicht rekordverdächtig, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. In anderen Jahren habe es im Juli noch höhere Durchschnittswerte gegeben, etwa 2003 oder 2015. 

Vergangene Woche war mit 42,6 Grad in Lingen ein neuer Hitzerekord für Deutschland aufgestellt worden. Auch an zahlreichen anderen Messstationen wurde die 40-Grad-Marke deutlich überschritten. Allerdings war es in der ersten Julihälfte ungewöhnlich kühl, was den Monatsschnitt drücke, sagte Friedrich. 

Der Juli 2019 war den vorläufigen Angaben des DWD zufolge auch zu trocken, es fielen demnach nur um die 78 Prozent des Monatssolls an Regen. Die Sonnenscheindauer lag mit etwa 112 Prozent dagegen etwas über dem vieljährigen Mittel. Der DWD legt an diesem Dienstag seine Monatsbilanz vor.

Quelle: dpa


Nachrichten aus Deutschland von Montag, 30. Juli 2019:

Velbert: Zwölfjähriger setzt Autos mit Unkrautbrenner in Flammen

Nachrichten aus Deutschland

Drei Autos und eine Hecke fielen dem Unkrautbrenner zum Opfer

Ein Zwölfjähriger, der im nordrhein-westfälischen Velbert Unkraut verbrennen sollte, hat versehentlich drei Autos und eine Hecke in Brand gesetzt. Wie die Polizei und lokale Medien berichten, war durch den "fahrlässigen Umgang mit einem Unkrautbrenner" zunächst eine 20 Meter lange Hecke in voller Ausdehnung in Brand gesetzt worden. Die Flammen griffen auf drei Autos über. Die Fahrzeuge brannten komplett aus. Vier weitere Fahrzeuge wurden durch die Hitzeeinwirkung beschädigt. 

Durch die bei dem Brand entstandene Hitze wurden der Polizei zufolge darüber hinaus die Fensterscheibe eines Wohnhauses sowie die Seitenwand einer Garage beschädigt. Auch ein Stück Gartenzaun eines weiter entfernten Wohnhauses hätte Schaden aufgrund des starken Funkenflugs genommen. Nach rund eineinhalb Stunden hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand. In Velbert herrschten am Freitag Temperaturen um 37 Grad.

Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann, "RP Online", "Accuweather"

Voerde: Tatverdächtiger hatte Kokain im Blut

Bei dem Tatverdächtigen, der vor gut einer Woche eine Frau im niederrheinischen Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet haben soll, gibt es Hinweise auf Kokain-Konsum. Es seien bei ihm Abbauprodukte von Kokain im Blut nachgewiesen worden. "Das heißt aber nicht, dass er konkret unter Kokaineinfluss stand", sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer am Montag. Weitere Untersuchungen sollten detaillierte Erkenntnisse bringen.

Der 28-jährige Tatverdächtige, der wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft sitzt, schweigt demnach weiterhin zu den Tatvorwürfen. Zeugen hatten geschildert, dass sich der Mann der ihm unbekannten 34-Jährigen von hinten genähert und sie wortlos ins Gleisbett gestoßen habe. Der in Deutschland geborene Serbe ist nach Polizeiangaben Vater von neun Kindern. Für die Polizei war er auch schon vor der Tat kein Unbekannter. Er war unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung und kleinerer Vergehen zu Geldstrafen verurteilt worden. 

Die 34-jährige Frau soll im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt werden, sagte eine Polizeisprecherin. Eine öffentliche Trauerfeier werde es nach Angaben der Familie nicht geben. Das Opfer hinterlässt eine Tochter. 

Quelle: dpa

Celle: Polizisten überwältigen 81-Jährigen mit Pistole

Ein 81-Jähriger mit Schreckschusspistole hat im niedersächsischen Celle nach einer Auseinandersetzung einen anderen einen Autofahrer bedroht. Beim folgenden Polizeieinsatz verhielt sich der Senior zudem derart "seltsam", dass Beamte ihn überwältigten und fesselten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Demnach reagierte er zuvor auch nicht auf Aufforderungen, die Hände hochzunehmen.    

Laut Beamten waren der 81-Jährige sowie ein weiterer 37-Jähriger Autofahrer am Sonntagnachmittag zunächst in einem Streit über ihre jeweilige Fahrweise geraten. Beide hielten an und stiegen aus, wobei der ältere Mann im Laufe des Streits eine Waffe zog. Dann fuhr er davon. Der jüngere Beteiligte rief daraufhin die Polizei.    

Beamte entdeckten den 81-Jährigen kurz darauf ganz in der Nähe auf einem Grundstück. Sein Auto hatte er verlassen. "Er verhielt sich seltsam und begab sich in eine Scheune", erklärte die Polizei. Als der Mann nicht auf Ansprachen reagieren, hätten die Einsatzkräfte ihn zu Boden gebracht und ihm Handschellen angelegt. Er hatte eine Schreckschusswaffe in der Hosentasche, eine weitere lag im Auto.    

Den Polizisten erklärte der Rentner demnach, "er fühle sich in Deutschland nicht mehr sicher". Im Streit mit dem anderen Fahrer habe er die Waffe gezogen, weil er sich bedroht gefühlt habe. Über den nötigen Waffenschein verfügte der Mann nicht. Seine Waffen wurden beschlagnahmt und entsprechende Ermittlungen eingeleitet.

Quelle: dpa

Berlin: Polizist zu Geldstrafe verurteilt - illegal Schlagringe in Wohnung

Ein Berliner Polizist ist wegen illegalen Besitzes von zwei Schlagringen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verhängte in seinem Urteil am Montag 20 Tagessätze zu je 85 Euro. Schon der Besitz von Schlagringen ist nach dem Waffengesetz verboten. Polizisten seien nicht anders zu behandeln als andere Bürger, sagte der Richter. Gegen den 51-jährige Polizist wird seit längerem wegen einer Unfallfahrt mit tödlichem Ausgang ermittelt. 

Die Ringe waren bei einer Hausdurchsuchung im April bei dem Beamten in einer Truhe entdeckt worden. Sie wurden nach Angaben des Verteidigers nur für Fotos verwendet. Laut Urteil hätte man dafür aber keine echten Schlagwerkzeuge nehmen müssen. Die Verteidigung wollte eine Einstellung des Verfahrens, scheiterte damit aber. 

Der Beamte wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft verdächtigt, vor genau anderthalb Jahren alkoholisiert am Steuer eines Streifenwagens das Auto einer 21-Jährigen gerammt und sie dadurch tödlich verletzt zu haben. In dem Fall wird noch mit längeren Ermittlungen gerechnet. Eine Anklage gibt es bislang nicht. Der Hauptkommissar darf seit Monaten nicht zum Dienst kommen.

Zu der Kollision kam es im Januar 2018 in der Nähe des Alexanderplatzes. Der Polizeiwagen soll mit überhöhter Geschwindigkeit in das Auto der jungen Frau geknallt sein. Der Fall hatte öffentlich Wellen geschlagen. Ein Alkoholtest am Unfallort wurde nicht gemacht.

Quelle: dpa

Frankfurt: Offenbar Kind vor Zug gestoßen und getötet

+++ Hinweis: Aktuelle Informationen zum untenstehenden Vorfall finden Sie hier +++ 

Im Frankfurter Hauptbahnhof hat es am Montag einen tödlichen Zwischenfall mit einem Kind gegeben. Das Kind sei nach ersten  Erkenntnissen auf die Gleise geraten und offenbar von einem einfahrenden Zug überrollt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Vormittag. Die genauen Umstände waren zunächst noch unklar. Es sei jedoch ein Mann festgenommen worden. Die "Hessenschau" hatte übereinstimmend mit der "Frankfurter Rundschau" berichtet, dass ein Mann das Kind vor den einfahrenden ICE gestoßen hatte. Die Beschreibung passte den Berichten zufolge auf den Festgenommenen. Ob und inwiefern er etwas mit dem Vorfall zu tun habe, müsse noch geklärt werden. Am Hauptbahnhof sei es zu einem "massiven Polizeieinsatz" gekommen. Wie es dem Kind geht, war zunächst unklar. Es handle sich um einen achtjährigen Jungen, sagte ein Sprecher der Polizei in der Mainmetropole am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Mittlerweile bestätigte die Polizei bei Twitter seinen Tod. 

Auch auf den Bahnverkehr hatte der Vorfall Auswirkungen. Vier Gleise seien gesperrt worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Quelle: dpa, AFP, "Hessenschau", "Frankfurter Rundschau"

Köln: Toter und Verletzte bei Krankenhausbrand

In der Nacht zum Montag ist bei einem Brand in einem Krankenhaus in Köln ein Mensch ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden bei dem Feuer im Krankenhaus Köln-Merheim leicht verletzt, wie eine Kliniksprecherin am Montagmorgen sagte. "Zur Brandursache können wir noch nichts sagen." Die Polizei war wegen der unübersichtlichen Lage zunächst von elf Verletzten ausgegangen, der Kliniksprecherin zufolge wurden nach ersten Untersuchungen jedoch nur bei vier Menschen leichte Verletzungen festgestellt. Unter anderem verletzte sich eine Krankenschwester leicht, als sie aus dem ersten Stock sprang, um sich zu retten. Eine unmittelbar nach dem Brand als vermisst geltende Patientin sei inzwischen gefunden worden.

Das Feuer brach nach Angaben der Kliniksprecherin ersten Erkenntnissen zufolge in einem Patientenzimmer in einer Station für Infektionskrankheiten aus und führte zu starker Rauchentwicklung in einem Flur mit weiteren angrenzenden Patientenzimmern. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben um 4.05 Uhr durch eine Brandmeldeanlage und das Personal alarmiert worden. Sie habe das Todesopfer in "einem völlig ausgebrannten Zimmer vorgefunden", so eine Mitteilung vom Montagmorgen. Die Identität blieb zunächst unklar, die Polizei ging aber davon aus, dass es sich um einen Patienten handelt. Gegen 5.30 Uhr war der Brand gelöscht.

"Alle Verletzten wurden in der Notaufnahme behandelt", so die Klinik-Sprecherin. Unter ihnen seien sowohl Klinikpersonal als auch Patienten. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Angaben.

Quelle: dpa

Darmstadt: Autofahrer mit 4,6 Promille nimmt in Hessen Polizeiwagen die Vorfahrt

Mit beachtlichen 4,6 Promille Alkohol im Blut ist in Hessen ein 50-jähriger Autofahrer erwischt worden. Die Polizei wurde am Samstagvormittag auf den Mann aufmerksam, weil er einem Streifenwagen in Pfungstadt die Vorfahrt nahm, wie die Beamten am Montag mitteilten. Bei einer anschließenden Kontrolle stellte die Streife Alkoholgeruch bei dem Mann fest.    

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 4,6 Promille. Der 50-Jährige musste zu einer Blutentnahme mit auf die Wache, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Den 50-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren.

Quelle: AFP

Göttingen: Polizei packte Salz und Taschentücher ins Drogen-Paket 

Mithilfe von Streusalz und Papiertaschentüchern haben Fahnder in Niedersachsen Drogenhändler überführt. Den 31 und 38 Jahre alten Männern wird die unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen, wie das Landgericht Göttingen mitteilte. Laut Anklage sollen die Männer im Februar dieses Jahres zwei Pakete mit zusammen rund 55 Kilogramm Marihuana bei einer Spedition in Rom aufgegeben haben. Lieferanschrift war eine Adresse in Bad Lauterberg im Südharz. Die Drogen sollten in Deutschland weiter verkauft werden.

Die Polizei hatte laut Gericht von dem geplanten Drogen-Versand Wind bekommen, so dass Interpol die Pakete noch vor der Auslieferung sicherstellen konnte. Die Ermittler, die grenzübergreifend zusammenarbeiteten, brachten die Pakete dann zwar wieder auf den Weg. Sie tauschten aber die Drogen gegen Streusalz und Papiertaschentücher aus. Als die Angeklagten die Lieferung am 4. März im Harz in Empfang nehmen wollten, wurden sie festgenommen. Sie sitzen seither in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

Brunnthal: Mutter und Kind nach Unfall in kritischem Zustand

Nach dem schweren Unfall einer fünfköpfigen Familie aus den Niederlanden auf der Autobahn 8 sind die Mutter und zwei Kinder weiterhin in kritischem Zustand. Sie würden in verschiedenen Münchner Krankenhäusern behandelt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. "Wir müssen auf die Ärzte vertrauen."

Der Kleinbus der Familie hatte sich am Sonntag hinter der Ausfahrt Brunnthal bei München überschlagen und war gegen einen Baum geprallt. Der 44-jährige Vater und ein 4-jähriges Mädchen kamen ums Leben. Die 39-jährige Mutter, eine 11-Jährige und ein 12-Jähriger wurden lebensgefährlich verletzt. Zum Unfallhergang war gab es nach Polizeiangaben zunächst keine neuen Erkenntnisse. Ein Gutachter prüfe den Fall, hieß es.

Quelle: dpa

Wiesbaden: Wettrennen auf A3 soll Karambolage mit vier Verletzten ausgelöst haben

Ein illegales Wettrennen soll auf der Autobahn 3 bei Wiesbaden zu einer Massenkarambolage mit vier Verletzten geführt haben. Nach Angaben mehrerer unabhängiger Zeugen hätten sich am Sonntag vier Fahrzeuge ein Rennen geliefert, teilte die Polizei mit. Die Fahrer hätten alle drei Streifen genutzt, um sich und andere Verkehrsteilnehmer rechts und links zu überholen.

Wegen erhöhten Verkehrsaufkommens zwischen der Rastanlage Medenbach und dem Wiesbadener Kreuz geriet der Verkehr auf der A3 ins Stocken - und ein 26-Jähriger, der an dem mutmaßlichen Rennen beteiligt war, fuhr auf dem linken Fahrstreifen auf einen Wagen auf. Dieser wurde nach vorne geschleudert und prallte auf einen Wagen mit Anhänger. Der Anhänger riss ab und wurde gegen weitere drei Fahrzeuge geschleudert. Die anderen drei Beteiligten des mutmaßlichen Rennens fuhren nach dem Unfall weiter.

Das Teilstück der Autobahn wurde zeitweise gesperrt. Am Abend gab es einen bis zu 20 Kilometer langen Stau. Die Polizei sucht Zeugen.

Quelle: dpa

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 22. bis 28. Juli 2019 lesen Sie hier: 

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