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Mordfall in Indien: Witwe klagt an: Ihr Vater ließ ihren Mann töten, weil er nicht zur gleichen Kaste gehörte

Amrutha und Pranay waren ein echtes Traumpaar. Doch nun ist Pranay tot. Wie seine Frau behauptet, ließ ihr Vater ihren Ehemann töten, weil er ein "Unberührbarer" war – kein Einzelfall in Indien.

Schon seit der Schule waren Pranay und Amrutha ein Paar. Im April 2016 heirateten die beiden Inder. In diesem Jahr wurde Amrutha schwanger. Es klingt nach einer perfekten, filmreifen Liebesgeschichte, wie sie sich jeder wünscht. Doch das Paar musste von Anfang an gegen viele Widerstände kämpfen, vielleicht war ihre Liebe auch von vornherein zum Scheitern verurteilt – und jetzt ist Pranay tot. Ermordet, wie seine Witwe Amrutha behauptet, von Killern, die ihr Vater beauftragt hat.

Pranay und Amrutha gehörten unterschiedlichen Kasten an. Im Hinduismus ist das Gesellschaftssystem in unterschiedliche Schichten, sogenannte Kasten, unterteilt, deren Mitglieder kaum Berührungspunkte haben dürfen. Auch heute noch orientiert sich das Leben in Indien in vielen Regionen am traditionellen Kastensystem. Amrutha gehört zu einer wohlhabenden Familie aus einer der höheren Kaste. Pranay war ein Dalit, ein sogenannter "Unberührbarer".

 

Ehemann musste sterben, weil er zur niedrigsten Kaste gehörte

Laut Amrutha ist das der Grund, warum ihr Vater ihren Ehemann umbringen ließ. Von Anfang an sei ihre Familie gegen die Beziehung gewesen, erzählt die 21-Jährige der BBC: "Wir lebten immer in Angst, aber ich hätte nie gedacht, dass mein Vater zu so einer Grausamkeit fähig wäre." Sie und ihr Mann waren am Tag des Mords im Krankenhaus gewesen. Auf dem Rückweg wurde der 25 Jahre alte Pranay von einem Mann mit einer Axt angefallen und tödlich verletzt.

Mittlerweile hat die Polizei sieben Männer festgenommen, die an dem Mord beteiligt gewesen sein sollen – darunter Amruthas Vater und dessen Bruder. Mehr als 100.000 Euro soll der Vater für den Anschlag bezahlt haben. Nach Polizeiangaben soll es bereits der vierte Mordversuch gewesen sein.

Schon früh hatte der Vater versucht, die Beziehung von Amrutha und Pranay zu untergraben. Zwischenzeitlich habe er sie sogar im Haus eingesperrt, berichtet die Frau. Nach ihrer Hochzeit zog das Paar in das Haus der Eltern von Pranay. Ihre eigene Familie aber konnte auch die Heirat nicht akzeptieren, selbst die Schwangerschaft änderte nichts daran. Ihr Vater habe sie aufgefordert, das Kind abzutreiben, erzählte sie der BBC. Seit dem Mord habe sich niemand aus ihrer Familie bei ihr gemeldet. "Meine Familie ist schuld daran. Ich werde nie wieder zu ihnen zurückkehren. Pranays Eltern sind jetzt meine Eltern", sagt Amrutha.

Indien: Kastendenken immer noch tief verankert

Der Fall hat in Indien für großes Aufsehen und eine breite Diskussion über das Kastensystem gesorgt. Pranay ist dort zur Symbolfigur für die Ungleichbehandlung von Menschen aus niedrigeren Kasten geworden. Tausende aus der gesamten Region kamen zu seiner Beerdigung und nutzten die Trauerfeier auch als Protestaktion.

Many people are fighting for justice... #Justiceforpranay

Gepostet von Pranay Amrutha Varshini am Donnerstag, 20. September 2018

Die Beerdigung sei nicht nur von Trauer geprägt gewesen, berichtet das indische Portal "The News Minute", sondern auch von "Wut und der Entschlossenheit, solche Verbrechen nicht mehr passieren zu lassen". Noch aber ist in dem Land das Kastendenken bis hin zu Ehrenmorden tief verankert: Laut einer Studie, die die BBC zitiert, werden in Indien jedes Jahr hunderte Menschen getötet, weil ihre Beziehung oder Ehe nicht dem Verständnis des Kastensystems entspricht.

Kampf gegen Kinderehen in Indien
epp
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.