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Dreiste Aktion: Dieb fällt Baum, um teures Mountainbike zu stehlen

Er hatte ein ungutes Gefühl - und behielt damit Recht: In Kassel ist einem 28-Jährigen sein teures Mountainbike gestohlen worden. Er hatte es an einen Baum gekettet - das aber hielt den Dieb nicht auf.

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Der Stumpf eines gefällten Baumes (Symbolbild)

Picture Alliance

Wer selbst ein hochwertiges Fahrrad besitzt, kennt das Problem: Wo soll man das teure Stück anschließen, damit es nicht gestohlen wird? Ist dann tatsächlich ein vermeintlich sicherer Ort gefunden, bleibt dennoch oft ein ungutes Gefühl zurück - zu gut sind heutige Fahrraddiebe ausgerüstet, als dass sie eigentlich bruchsichere Schlösser nicht knacken können.

Auch Julien Witte aus Kassel besitzt ein Mountainbike der gehobenen Preisklasse. Beziehungsweise er besaß eines. Dem 28-Jährigen wurde das Rad am vergangenen Wochenende im Zentrum der hessischen Stadt geklaut - auf besonders dreiste Art und Weise. Wie die "Hessisch/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) berichtet, hatte Witte das Gefährt am vergangenen Freitag mit einem Faltschloss an einen Baum am Friedrichsplatz angeschlossen. Als er es am Dienstag abholen wollte, war nicht nur das Rad verschwunden. Auch von dem Baum, laut Bericht eine 13 Jahre alte und entsprechend stämmige Linde, war bis auf den Stumpf nicht viel übrig: Der unbekannte Langfinger hatte den Baum kurzerhand abgesägt. Und das, obwohl in Kassel am Wochenende das traditionell von tausenden besuchte Altstadtfest stattfand.

Fahrraddieb kannte sich wohl mit Baumfällen aus

Der Dieb müsse sich mit der Fällung von Bäumen ausgekannt haben, mutmaßt Witte gegen über der "HNA". Tatsächlich legt der Schnitt nahe, dass der Unbekannte seine Säge mehrfach ansetzte und es so schaffte, dass die nicht gerade kleine Baumkrone in die richtige Richtung fiel. Ein Bild zeigt sie nun ordentlich auf einem Rasenstück platziert liegend.

"Normalerweise hätte ich mein Rad hier nie angeschlossen", wird Witte zitiert, der angab, es bisher wie einen Schatz gehütet zu haben. Dass er es doch tat, lag an Zeitmangel. Er habe über das Wochenende wegfahren wollen und sei spät dran gewesen. Weil das Altstadtfest immer gut besucht sei, habe er gedacht, "da wird schon nichts passieren". Keine gute Idee, wie er jetzt weiß. Zunächst hatte der junge Mann dem Bericht zufolge sogar noch die Hoffnung, die Stadt Kassel hätte den Baum gefällt. Dort aber wusste man von nichts und so wandte sich Witte an die Polizei, die ebenfalls ziemlich verdutzt reagiert habe.

Schaden für Kassel noch größer

Ob der 28-Jährige sein gut 2000 Euro teures Mountainbike wiedersehen wird, ist wohl fraglich. Die Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung oder Zeugen des Vorfalls sich mit Hinweisen unter der Rufnummer 0561-9100 zu melden.

Noch größer ist der Schaden übrigens auf seiten Kassels. Demnach hatte die Linde einen Wert von rund 5000 Euro, teilte das Umwelt- und Gartenamt mit.

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mod
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.