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Eskalierter Beziehungsstreit: Kampfsportler prügelt vier Polizisten krankenhausreif

Gegen ihn hatten die Beamten keine Chance: Ein Kampfsportler hat in Gruben nahe Berlin vier Polizisten binnen Sekunden außer Gefecht gesetzt. Erst durch eintreffende Verstärkung gelang es, den Mann zu überwältigen.

Der Kampfsportler war den Polizisten aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und Technik völlig überlegen (Symbolbild)

Der Kampfsportler war den Polizisten aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und Technik völlig überlegen (Symbolbild)

Plötzlich ging es ganz schnell, wenig später lagen vier Beamte verletzt und teilweise bewusstlos am Boden: In Guben nahe Berlin hat ein 25-jähriger Kampfsportler gleich mehrere Polizisten, darunter eine Frau, regelrecht verprügelt, als diese ihn wegen eines Beziehungsstreits kontrollieren wollten. Erst als weitere 15 Beamte als Verstärkung hinzukamen, gelang es, den Angreifer zu stoppen und vorläufig festzunehmen.

Die Polizisten alarmiert hatte demnach die Ex-Freundin des Mannes, weil sich dieser gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung verschaffen wollte, wo sich die 19-Jährige samt Kind zu Besuch aufhielt. Als die Beamten dort eintrafen, hätten sie zunächst versucht, "den Konflikt zwischen beiden Parteien kommunikativ zu schlichten", heißt es im Polizeibericht. Es blieb beim Versuch. Stattdessen schlug und trat der 25-Jährige unvermittelt auf die Einsatzkräfte ein und setzte sie letztlich binnen weniger Sekunden außer Gefecht. Selbst durch den Einsatz von Pfefferspray und eines Schalgstocks ließ sich der in Berlin lebende Angreifer laut Polizei nicht aufhalten. "Der Mann war eine absolute Kampfmaschine", zitiert die "Bild"-Zeitung einen Beamten aus Cottbus.

Tipps gegen Angreifer

Langjährige Erfahrung als Kampfsportler

Die drei männlichen Polizisten erlitten bei dem Angriff Gesichtsverletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Aufgrund ihrer Blessuren seien sie aktuell nicht dienstfähig, bestätigte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd in Cottbus gegenüber dem stern. Die vierte Kollegin habe bei dem Einsatz am vergangenen Freitag eine Handverletzung davongetragen. 

Dass der Angreifer den Polizisten derart überlegen war, begründete die Polizei in dessen langjähriger Kampfsport-Ausbildung. Demnach ist der 25-Jährige schon seit seinem fünften Lebensjahr im Bereich Selbstverteidigung aktiv. Seit rund zwölf Jahren betreibe er zudem die Technik "Anti-Terror-Kampf" (ATK), die es Könnern ermögliche, sich auch gegen mehrere Gegner gleichzeitig zu verteidigen. "Es ist eine Mischung aus Ju-Jitsu, Judo und Karate, die teilweise bis ins Tödliche gehen kann", sagte Direktionsleiter Sven Bogacz am Montag auf einer extra einberufenen Pressekonferenz gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss gebe es nicht.

25-Jähriger inzwischen wieder auf freiem Fuß

Der 25-Jährige, der laut Polizei auch damit gedroht haben soll, ein Messer einzusetzen, konnte letztlich erst durch die Mithilfe weiterer 15 Polizisten überwältigt werden. Nach wenigen Stunden in Gewahrsam sei er inzwischen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft jedoch wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn werde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt, schreibt der RBB. Das Strafverfahren soll dabei beschleunigt bearbeitet werden, gab Bogacz an. Damit wolle er auch ein Zeichen für seine Kollegen setzen.

Flucht nach Polizei-Crash


mod