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Polizeieinsatz: Messerangriff am Landgericht Hamburg: Rechtsanwalt verletzte sich womöglich selbst

Ein Mann mit Stichverletzung geht in das Landgericht Hamburg. Ein Messerangriff steht im Raum. Zunächst: Nach Angaben der Polizei und des Gerichts handelt es sich bei dem Opfer um einen Rechtsanwalt – der sich selbst verletzt haben könnte.

Hamburg: Der Haupteingang zum Strafjustizgebäude in Hamburg

Hamburg: Streifenwagen stehen auf der Straße vor dem Landgericht

DPA

Am Hamburger Landgericht hat sich am Dienstagvormittag ein Mann womöglich selbst verletzt – und wurde nicht Opfer einer Messerattacke, wie mehrere Medien (auch der stern) zunächst berichteten. Nach einem flüchtigen Täter, wie zunächst angenommen, werde nicht mehr gefahndet, bestätigte ein Sprecher der Polizei Hamburg dem stern auf Nachfrage. 

Bei dem Mann, der nach Angaben der Polizei eine Stichverletzung im Brustbereich habe, soll es sich um einen Rechtsanwalt handeln, gegen den ein Verfahren wegen Veruntreuung von Mandantengeldern laufen soll. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts dem stern auf Nachfrage. 

Ob sich der Mann selbst verletzt hat, stehe noch nicht fest – sowohl für die Polizei als auch das Gericht stehe diese Möglichkeit allerdings im Raum, so die jeweiligen Sprecher.

Nach Angaben des Landgerichts Hamburg sei der Mann vor der Eingangsschleuse des Strafjustizgebäudes zusammengebrochen. Die Polizei teilte am Dienstagvormittag via Twitter mit, dass "ein schwer verletzter Mann" in das Strafjustizgebäude gegangen sei. 

"Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und die Fahndung nach dem Täter laufen." Nach einem Täter fahndet die Polizei nicht mehr, wie ein Polizeisprecher dem stern sagte. 

Messerangriff am Hamburger Landgericht?

Zunächst berichteten mehrere Medien, darunter auch der stern, von einem Messerangriff am Hamburger Landgericht. Die Polizei leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, sagte zunächst ein Sprecher. Demnach war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, um einen Täter ausfindig zu machen. 

Der Bahnverkehr in der Umgebung sei durch den Polizeieinsatz beeinträchtigt, hieß es. Mehrere U-Bahnhöfe in der Nähe wurden auf Anweisung der Polizei zunächst gesperrt. Die Sperrungen wurden gegen 11 Uhr wieder aufgehoben.

Quellen: "Hamburger Morgenpost", "Hamburger Abendblatt", mit Material der Nachrichtenagentur DPA

fs