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Sexualisierte Gewalt Mutter unter Missbrauchsverdacht war Erzieherin in Kindergarten

Kindergarten
Eine Frau aus Karlsdorf, die ihrer Tochter sexuell Gewalt angetan haben soll, arbeitete als Erzieherin in einem Kindergarten (Symbolbild)
© Monika Skolimowska / DPA
Die Mutter aus Karlsdorf, die ihrer 12-jährigen Tochter sexuell Gewalt angetan haben soll, war Erzieherin in einem Kindergarten. Das nährt einen schlimmen Verdacht.

Eine Frau aus dem Kreis Karlsruhe, die ihre zwölfjährige Tochter missbraucht haben soll, war Erzieherin in einem Kindergarten. Das bestätigte die Gemeinde Karlsdorf-Neuthard. Es gebe aber keinerlei Hinweise, dass auch Kindergartenkinder missbraucht worden sein könnten. "Nach dem jetzigen Stand kann man das wohl ausschließen", sagte Bürgermeister Sven Weigt (CDU).

Die Frau soll ihre Tochter sexuell missbraucht und davon Videoaufnahmen gemacht haben. Die Erzieherin, die zuvor nie auffällig geworden sei, sei sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert worden. Zuvor hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" und die "Bild"-Zeitung über die Tätigkeit der Frau berichtet.

Die Betroffenheit in dem 11.000-Einwohner-Ort sei groß. "Da ist man schockiert", sagte der Rathauschef. "Wir reden mit den Eltern. Jetzt ist Transparenz ganz wichtig." Das zwölfjährige Mädchen und sein Bruder seien inzwischen in staatlicher Obhut.

Der Fall war am Dienstag bekannt geworden. Die 47-jährige Mutter soll von einem 43-Jährigen aus der Obersteiermark (Österreich) zum sexuellen Missbrauch ihrer Tochter angestiftet worden sein. Der Mann ist einschlägig vorbestraft. Bei einer Hausdurchsuchung am 8. Juni hatten Polizisten bei ihm Beweismittel beschlagnahmt. Er soll kinderpornografische Inhalte besessen und weitergegeben haben. Von der Frau habe der Steirer wiederholt Fotos und Videos erhalten. Die 47-Jährige wurde in Berlin festgenommen. Die Ermittlungen sowie die Auswertung der sichergestellten Datenträger dauern an.

kng DPA

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