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Versuchter Mord Unglaubliches Motiv: Mann überfährt Radfahrer, weil er ins Gefängnis will

Ein zerstörtes Fahrrad liegt nach einem Unfall auf der Straße
Ein zerstörtes Fahrrad liegt nach einem Unfall auf der Straße
© Daniel Naupold / DPA
In Niedersachsen überfährt ein Mann mit seinem Auto einen Radfahrer und verletzt diesen schwer. Der Autofahrer gibt an, dass er obdachlos sei und mit seiner Tat eine Unterbringung im Gefängnis erreichen wollte.

Nach einem Zusammenstoß zwischen einem Auto- und einem Radfahrer in Dötlingen nahe Oldenburg in Niedersachsen steht der Verdacht eines versuchten Mordes im Raum. Ein 62-jähriger Autofahrer hatte einen 48-jährigen Radfahrer mit seinem Auto überfahren. Der Radfahrer wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Wagens, ein 62 Jahre alter Mann, war zuvor mit seinem Auto nach links geraten und hatte den Fahrstreifen in Gegenrichtung überfahren, wobei er den Radfahrer erfasste.

Der 48-Jährige wurde auf einen Grünstreifen geschleudert und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, Lebensgefahr bestand aber keine. Der Autofahrer erlitt leichte Verletzungen und musste ebenfalls in eine Klinik.

Fahrer wollte ins Gefängnis

Wegen der Spuren vor Ort kam der Verdacht auf, dass der 62-Jährige den Radfahrer absichtlich umgefahren haben könnte. Der Mann wurde deshalb festgenommen. Bei der Haftprüfung gab er an, dass er derzeit ohne festen Wohnsitz und perspektivlos sei. Er hatte mit der Tat erreichen wollen, dass er in einem Gefängnis untergebracht werde. Offenbar hatte er sich zum Ziel gesetzt, ein Dach über dem Kopf und feste Mahlzeiten zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Mordes.

Links ist zu sehen, wie ein Hirsch einem Rennradfahrer vors Rad läuft, rechts fliegt der Fahrradfahrer durch die Luft

Quellen: Polizei Delmenhorst/Oldenburg, Staatsanwaltschaft Oldenburg 

rw

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