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Massentierhaltung Gericht bestätigt Verbot der Tierhaltung gegen Straathof


Für Tierschützer ist es ein großer Erfolg: Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat das Tierhaltungsverbot gegen Straathof bestätigt. Der Schweinezüchter soll gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben.

Das Verwaltungsgericht Magdeburg hat das Tierhaltungsverbot gegen den Schweinezüchter Straathof in erster Instanz bestätigt. Die Begründung laut einer Pressemitteilung: Es seien bei "zahlreichen Tierschutzkontrollen in den Schweinezuchtanlagen immer wieder schwerwiegende Mängel bei der Versorgung, Unterbringung und Pflege der in der Anlage gehaltenen Schweine festgestellt" worden. Außerdem seien in einer Anlage Tiere ohne vernünftigen Grund und ohne Betäubungsmittel getötet worden - auch dies ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Weiter seien kranke, nicht transportfähige Ferkel verladen und den Tieren dadurch unnötige Schmerzen zugefügt worden.

Der Fall gilt als Meilenstein für den Kampf für Tierschutzrechte in der Massenhaltung. Die Staatsanwaltschaft Stendal ermittelt seit 2013 gegen den Züchter. Drei Tage lang hatte sie im März 2014 eine Schweinezuchtanlage untersuchen lassen und zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentiert. Der Landkreis Jerichower Land verbot dem Züchter daraufhin die Schweinehaltung - das Verbot gilt bundesweit.

Straathof hatte einen Eilantrag dagegen gestellt, den das Verwaltungsgericht mit seiner Entscheidung nun abgelehnt hat. Es bestehe die Gefahr, dass Bewegungsmöglichkeiten der Tiere so eingeschränkt würden, dass ihnen vermeidbare Schmerzen oder Schäden zugefügt würden. In einem solchen Fall überwiege das öffentliche Interesse am sofortigen Vollzug des Tierhaltungsverbotes.

Straathof soll gegen diesen Beschluss bereits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt eingelegt haben.

car

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