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Tarifkonflikt: Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden fortgesetzt

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Donnerstagmorgen die Warnstreiks fortgesetzt.

In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes am Donnerstagmorgen die Warnstreiks fortgesetzt. Schwerpunkt der Protestaktionen waren nach Angaben der Gewerkschaft Verdi der Nahverkehr, Kindertagesstätten und Müllabfuhren. Auch an Flughäfen sollte im Tagesverlauf vorübergehend die Arbeit niedergelegt werden.

"Der gesamte Nahverkehr in Stuttgart steht still", sagte Verdi-Sprecher Andreas Hinke zu Reuters. "Und das wird den ganzen Tag so bleiben." Busse und U-Bahnen würden erst wieder am Freitagmorgen fahren. Auch in vielen weiteren Städten in Baden-Württemberg wie Freiburg, Karlsruhe und Baden-Baden liege der öffentliche Nahverkehr komplett lahm.

Verdi-Chef Frank Bsirske warf Bund und Kommunen eine Hinhaltetaktik vor. "Die Arbeitgeber haben sich gedanklich schon in die Schlichtung verabschiedet", sagte Bsirske am Rande einer Protestaktion in Stuttgart zu Reuters-TV. Ziel der Warnstreiks sei daher, dass sich Bund und Kommunen endlich bewegten und zumindest ein Angebot vorlegten.

Mit den Warnstreiks wollen Verdi und der Deutsche Beamtenbund ihrer Forderung nach einer Einkommensverbesserung von insgesamt fünf Prozent Nachdruck verleihen. Die Arbeitgeber lehnen die Tarifforderung als zu hoch ab und verweisen auf die schwierige Lage der öffentlichen Kassen angesichts der Rezession.

Reuters / Reuters