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US-Golfstar Tiger Woods fuhr bei Autounfall fast doppelt so schnell wie erlaubt – und schweigt dazu

Golf-Star Tiger Woods
Sehen Sie im Video: Golf-Star Tiger Woods nach Autounfall im Krankenhaus.




Golf-Star Tiger Woods hat am Dienstag einen schweren Autounfall erlitten und wurde in Los Angeles ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Wagen hatte sich überschlagen und war einen Hang hinuntergerollt. Mehrere Rettungskräfte waren nötig, um ihn aus dem Wrack zu hebeln. Der County Sheriff Alex Villanueva war mit als erster am Unfallsort und sagte, Woods sei bei Bewusstsein und ansprechbar gewesen. Demnach hat Woods vor allem Verletzungen an an beiden Beinen erlitten und befände sich nun in ernstem, aber stabilen Zustand. Der 45-jährige Woods ist 15-facher Grand-Slam-Champion und weltbekannt.
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Golf-Superstar Tiger Woods ist bei seinem Autounfall in Los Angeles nach Angaben der Ermittler fast doppelt so schnell gefahren wie erlaubt. Woods selbst wollte sich dazu nicht äußern. 

US-Golfstar Tiger Woods fuhr bei seinem schweren Autounfall Ende Februar in Kalifornien fast doppelt so schnell wie erlaubt. Woods sei mit seinem SUV zum Unfallzeitpunkt mit bis zu 87 Meilen pro Stunde – 140 Stundenkilometern – unterwegs gewesen, sagte der Sheriff des Bezirks Los Angeles, Alex Villanueva, am Mittwoch. In dem Gebiet gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Meilen pro Stunde, also rund 72 Stundenkilometern.

"Die Hauptursache für diesen Verkehrsunfall war eine Geschwindigkeit, die für die Straßenverhältnisse unsicher war, und ein Unvermögen, die Kurve zu meistern", sagte Villanueva. Den Behörden zufolge gibt es keine Hinweise darauf, dass der 45-Jährige zum Unfallzeitpunkt abgelenkt war.

Polizei: Möglicherweise Gas mit Bremse verwechselt

Die Stelle, an der der Golf-Profi verunglückte, ist laut den Ermittlern bekannt für Unfälle durch überhöhte Geschwindigkeit. Es gebe dort extra eine Notfallspur für Fahrzeuge, die nicht mehr stoppen können. Villanueva zufolge sind einzig die zu hohe Geschwindigkeit und Woods' Kontrollverlust über das Fahrzeug die Gründe für den Unfall. Nach Angaben von Sheriff's Captain James Powers gibt es keine Anzeichen dafür, dass Woods gebremst habe. Im Gegenteil: Die Ermittler gehen davon aus, dass er versehentlich weiter beschleunigte.

Die Polizei überprüfte bei ihren Ermittlungen weder Woods' Handy, noch seine Blutwerte, wie Powers sagte. Grund sei, dass es keine Hinweise auf eine Einschränkung von Woods' Fahrvermögen oder Alkohol- oder Drogenkonsum gegeben habe. Der Sportler selbst erinnert sich nach eigenen Angaben nicht an den Ablauf des Unfalls.

Woods' SUV war Ende Februar in Ranchos Palos Verdes südlich von Los Angeles von der Straße abgekommen und hatte sich mehrfach überschlagen. Der Golfer erlitt schwere Verletzungen am rechten Bein und musste operiert werden. Er erholt sich derzeit in seinem Haus in Florida.

Woods:  "Ich werde mich weiter auf meine Erholung konzentrieren"

Woods selbst hat einen direkten Kommentar zum Ermittlungsergebnis vermieden. "In den vergangenen Tagen habe ich erfahren, dass das Los Angeles County Sheriff's Departement seine Ermittlungen zu meinem Verkehrsunfall am 23. Februar in Los Angeles beendet und abgeschlossen hat", schrieb Woods auf Twitter.

Er bedankte sich zudem für die Hilfe bei den Beamten und Sanitätern und schloss mit den Worten: "Ich werde mich weiter auf meine Erholung und meine Familie konzentrieren und danke allen für die überwältigende Unterstützung und Ermutigungen, die ich in dieser sehr schwierigen Zeit bekommen habe."

Der 45-Jährige ist einer der erfolgreichsten Golfspieler der Geschichte. Er gewann in seiner Karriere 15 Major-Turniere. Ob er je wieder als Spieler auf den Golfplatz zurückkehrt, ist offen. 

les DPA

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