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Unter Terrorverdacht Ahmad Wali S. in deutscher Untersuchungshaft


Die US-Behörden haben einen deutsch-afghanischen mutmaßlichen Terroristen an Deutschland ausgeliefert. Ahmad Wali S. soll Mitglied der Terrororganisation "Islamischen Bewegung Usbekistan" (IBU) sein, die in Zentralasien eine fundamentalistische Gesellschaftsordnung errichten wollen.

US-Truppen haben den mutmaßlichen deutsch-afghanischen Terroristen Ahmad Wali S. der deutschen Justiz übergeben. Der 36-Jährige sei am Donnerstag aus US-Gewahrsam von der US-Basis Ramstein überstellt und anschließend in Untersuchungshaft genommen worden, teilte die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Ahmed Wali S. soll im März 2009 von Deutschland aus in ein Lager der IBU gereist im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet gereist sein. Dort sei er an Sprengstoff und Waffen ausgebildet worden und habe sich auch an IBU-Einsätzen beteiligt. Ein weiteres mutmaßliche Mitglied der IBU sowie ein mutmaßlicher Unterstützer waren bereits im Februar von deutschen Sicherheitsbehörden festgenommen worden.

Die US-Behörden hatten S. in Afghanistan im vergangenen Jahr gefangengenommen und im US-Militärgefängnis Bagram inhaftiert. Nach Angaben der Bundesregierung hatten ihn Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kabul vier Mal in Bagram besucht. Hinweise auf Folterung oder erniedrigende Behandlung des Gefangenen habe es dabei nicht gegeben, erklärte die Bundesregierung in einer vom Bundestags-Pressedienst veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Die Bundesanwaltschaft ermittelte bereits seit längerem gegen S. wegen Verdachts auf Mitgliedschaft in der IBU. Der nun gegen ihn am Donnerstag eröffnete Haftbefehl war bereits im April 2010 erlassen worden.

AFP/Reuters Reuters

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